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![]() Kultur purein Testbericht von Pici162002-07-25 22:15:24 vom 25.07.2002 Empfehlung: jaWo ist die Staatsoper? ********************** Die Staatsoper liegt zentral in Hamburg am Stephansplatz – wer sich hier etwas auskennt: der Gänsemarkt ist gleich um die Ecke. Das Gebäude ist mit seiner Fensterfront und seiner starken Beleuchtung recht auffällig. Derzeit wird die Oper allerdings renoviert, so dass momentan eher zahlreiche Baugerüste ins Auge fallen... Wie sieht es da drin aus? ************************* Man kann von den Seiten jeweils durch Glastüren hineingelangen. Betritt man die Staatsoper, so kommt man zunächst in einen länglichen Trakt, an dem sich zur Straßenseite hin Tresen befinden, an denen man Getränke, Programme und ähnliches erwerben kann. An den Seiten dieses Traktes führen mit Teppich ausgelegte Stufen nach oben. Zwischen diesen Aufgängen gibt es eine sehr breite Marmortreppe, die nach unten zur Garderobe und zu den Toiletten führt. Steigt man die Treppen hinauf, so kommt man in einen riesige Art Raum, an dem wiederum Tresen stehen, wo man Getränke kaufen kann. Gegenüber von der riesigen Fensterfront befinden sich Eingänge zum Saal. Da dies das erste Stockwerk ist, folglich Eingänge zum Parkett. An den Türen haben Besucher die Möglichkeit, Programme zu kaufen. Links und rechts von den Treppenhäusern gibt es jeweils Toiletten. Insgesamt gibt es drei weitere Stockwerke, die im Grundprinzip so wie das erste aufgebaut sind – jedoch mit dem Unterschied, dass man hier Zugänge zu den Rängen hat. Das Parkett hat in etwa 1000 Sitzplätze, die stufenförmig nach oben aufgebaut sind, so dass den Zuschauer in den hinteren Reihen die Sicht auf die Bühne erleichtert wird. Die Klappsessel sind aus dunkelrotem Samtstoff und eigentlich recht bequem – eine dreistündige Vorstellung lässt sich folglich aushalten. Die Beinfreiheit könnte meiner Meinung nach gerne etwas größer gestaltet werden... Die Ränge sind zur Bühne gerichtet und haben jeweils etwa 20 Sitzplätze. Die Sessel sind die gleichen wie im Parkett: rot, weich, bequem! Die Bühne hat einen Laminatboden und ist recht groß. Der Aufbau erinnert ein wenig an ein Quadrat. Zwischen Bühne und Zuschauerraum befindet sich der Orchestergraben. Tritt man an die Absperrung heran, so kann man die Musiker von oben sehen. Der Dirigent steht auf einem Podest mit dem Rücken zu den Zuschauern, damit er einen Überblick über das Geschehen auf der Bühne hat. Dabei steht er natürlich so weit unten, dass er die Sicht der Zuschauer nicht beeinträchtigt! Backstage ********* Da meine Mutter Geigerin ist, hat sie des öfteren schon bei den Hamburger Symphonikern als Aushilfe gespielt, so dass mir dadurch auch ein Einblick hinter die Kulissen ermöglicht wurde. Durch den Seiteneingang gelangt man in ein Treppenhaus. Steigt man hinauf, kommt man zu den Umkleideräumen der Tänzer und Darsteller, steigt man hinab, kommt man durch lange Gänge zur Kantine und zum Orchesterraum. Wenn man hier nach der Vorstellung hinkommt, sieht man die ganzen erschöpften Tänzer, die ernste Gespräche mit ihren Chefs führen...Einmal habe ich es mitbekommen, wie die Primaballerina nach einer Aufführung vom „Schwanensee“ von ihrem Chef oder Trainer (?) hart kritisiert wurde. Ich persönlich fand sie natürlich toll und ich denke, die Mehrheit der Zuschauer auch, doch die Chefs sagen natürlich immer nur das, was schlecht war und verbesserungsbedürftig erscheint. So sieht halt das harte Leben einer Tänzerin aus... Die Musiker hingegen waren frohgesinnt und laut – wie immer... Was gibt es in der Staatsoper? ****************************** Größtenteils werden hier Ballette von John Neumeier aufgeführt, da die Hamburger Ballettschule in Sälen nebenan trainiert und dort folglich ihren Sitz hat. Hinzu kommen Gastauftritte der verschiedensten Art: im September gastierte zum Beispiel eine spanische Ballett-Theater-Truppe, die „Bolero“ aufführte. Letztes Jahr war ich bei einer Vorstellung von der Tanzkompanie von Alvin Ailey – eine Tanzperformance mit modernen und jazzigen Elementen. Des weiteren sind auch Opern hier stark vertreten, zum Beispiel „Tosca“ von Puccini. Meine Erfahrungen ***************** Ich habe mir bereits zahlreiche Ballette angeschaut, unter anderem „Schwanensee“, „Ein Sommernachtstraum“, „Die Kameliendame“, „Nussknacker“ und „Cinderella“. Ich fand alle Stücke total super. Die Tänzer sind erstklassig, die Choreografien sind toll – und das Orchester liefert qualitativ hochwertige Musikdarbietungen. Auch war ich mal bei einem öffentlichen Training dabei – das war sehr beeindruckend. Da bekommt man das harte Training einer/s Tänzers/in hautnah mit. Mir gefällt außerdem das nette Flair der Staatsoper – durch viele Teppiche und angenehme, nicht allzu grelle Beleuchtung, ist die Atmosphäre dort gemütlich und entspannt – zumindest für den Zuschauer... Und am besten finde ich die Sicht aus dem Parkett. Von den Rängen aus finde ich es nicht ganz so gut, weil man auf die Tänzer herab sieht und eher die Schädeldecken sieht als deren Gesichter, die meiner Meinung nach wesentlich aufregender sind! Kontakt und Karten ****************** Karten bekommt man witzigerweise in einem anderen Gebäude. Wenn man links von der Staatsoper die kleine Seitenstraße entlang geht, kommt nach etwa 50 Metern auf der linken Seite ein kleiner unscheinbarer Eingang zur Theaterkasse. Hier kann man Tickets vorbestellen, abholen oder Spielpläne mitnehmen. Die Eintrittspreise variieren natürlich: Es kommt sowohl auf die Vorstellung als auch auf die Zeit an. Am teuersten wie in jedem anderen Theater auch ist die Vorstellung am Samstag Abend. Kartenvorbestellung kann man telefonisch von montags bis samstags jeweils zwischen 10 un 18.30 Uhr unter (040) – 35 68 68 oder per email an ticket@hamburgische-staatsoper.de aufgeben. Die Karten können auf Wunsch und gegen eine Bearbeitungsgebühr von 9,78 DM oder 5 Euro zugeschickt werden. Anderenfalls kann man sie an der Kasse an der Großen Theaterstraße 34/35 abholen oder direkt kaufen. Die Tageskasse hat ebenfalls von Montag bis Samstag jeweils von 10 bis 18.30 Uhr geöffnet, die Abendkasse öffnet 90 Minuten vor Beginn der Aufführung. Weitere Informationen zu Spielplänen, Karten, etc. gibt es auf den Homepages: www.hamburgische-staatsoper.de und www.hamburgballett.de ... |
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Allgemeine Informationen Hamburger Staatsoper
gelistet seit: 17.09.2003
Bewertung durch unsere Mitglieder
| Allgemeine Informationen Kategorie: Kultur Typ: Opernhaus |






















