Monkey Mia
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Platz 24 in der Kategorie "Mehr zu Australien". Typ: Naturpark / Monkey Mia liegt ca. 830 km nördlich von Perth in Westaustralien, es ist ein bekanntes Delfin-Schutzgebiet. Seit Jahren kommen die Tiere dort ...mehr
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Monkey Mia Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

dreamweb

Auge in Auge mit einem Delfin - Ein Traum wird wahr

ein Testbericht von 2003-06-20 20:53:57 vom 20.06.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: ein tolles Erlebnis...
Nachteile/Kritik: weit weg
Jeder Mensch hat so seine Träume. Einer meiner größten Träume war es, einmal mit wilden also freilebenden Delfinen zusammenzukommen. Bekannt dafür ist beispielsweise Florida.

Aber auch in Australien gibt es eine Stelle, wo schon seit vielen Jahren Delfine, Große Tümmler, regelmässig den Strand aufsuchen und so täglich die Menschen zu besuchen. In Australien werden sie Bottlenose Delphin genannt.

Und in diesem Jahr konnte ich diesen Traum wahrmachen. Denn im Januar ging es nach einem Zwischenaufenthalt in Malaysia direkt nach Westaustralien.

Von Perth aus fuhren wir in Westaustraliens heisse und wilde Gegend hoch. Westaustralien gilt als die ursprünglichste Gegend Australien. Und es gibt dort viele Gegenden, in denen man stundenlang sogar auf der Straße niemanden begegnet und mit etwas Glück Kängurus oder Emus am Strassenrand oder im Busch sehen kann.

Der Tag, von dem ich hier berichten möchte, ist der 31. Januar 2003 gewesen. Morgens sind wir in Denham, wo wir in der Nähe von Monkey Mia übernachteten, relativ früh aufgestanden. Denn wir wollten noch die 23 km nach Monkey Mia fahren um so morgens die Fütterung der wilden Delfine zu erleben. Denn nach Monkey Mia kommen schon seit 1960 regelmässig Delfine hin.

Wer sich jetzt wegen der Fütterung aufregt, so wörtlich darf man es hier nicht nehmen. Im Monkey Mia Reservat rühmt man sich, das strikteste Schutzgebiet für Delfine zu haben. Und da man aus Fehlern der Vergangenheit gelernt hat, bekommen die freilebenden Delfine auch nur einen Snack morgens. Also nur eine kleine Menge Fisch, so dass die Tiere auch anschliessend wieder zurück ins weite Meer schwimmen und dort ihren richtigen Hunger stillen.

Unterwegs zum Monkey Mia-Reservat faszinierte mich mal wieder die Buschgegend. In Westaustralien hat man von weissem Sand zu gelben Sand bzw. Untergrund zu roter Erde sehr viele Unterschiede schon vom Boten her. Die Büsch haben alle eine seltsame eher blassgrüne Färbung und neben grünen und manchmal auch blühenden Büschen findet man eben verdorrte Büsche, die die Dürre und große Hitze einfach nicht mehr ausgehalten haben.

Und als ich so die Gegend bewunderte, da sind wir doch tatsächlich an zwei Emus am Strassenrand vorbeigefahren. Und obwohl ich schon zweimal in Australien in Urlaub war, habe ich vorher noch nie freilebende also wilde Emus gesehen. Zu meiner Freude liess sich mein Vater erweichen und fuhr rückwährt wieder ein Stück zurück, so dass ich die Tiere auch fotografieren konnte. Diese schauten zwar in unsere Richtung, störten sich aber weiter nicht an unserem Auto. Ich war ja drin geblieben und fotografierte die Tiere durchs hinuntergelassene Fenster.

In Monkey Mia angekommen, mussten wir erst mal einen Obulus für den Eintritt des Schutzgebietes bezahlen. Das galt aber sogar für mehrere Tage und die nette Dame gab uns eine günstige Familienkarte.

Das Schutzgebiet sieht auf den ersten Blick eher wie ein Ressort aus, in dem Menschen eben ihre Freizeit verbringen. Es gab dort ein Restaurant, viele andere Sitzmöglichkeiten, zwei Kioske und einen Stand der Schutzbehörde, in dem sich auch die Ranger aufhielten.

In Monkey Mia dürfen nur die Ranger die Delfine berühren und auch füttern. In der Vergangenheit hat man es mal übertrieben und jeder Tourist durfte die Tiere füttern und auch streicheln. Das führte dann zu Aggressivität der Tiere. Denn wer will sich schon hundert oder tausendmal von Fremden streicheln lassen. Die Delfinmütter kümmerten sich zudem in dieser Phase auch nicht mehr um ihre Jungen. Und somit hat man alles abgeändert. Heute ist Monkey Mia das strikteste Schutzgebiet für Delfine und auch Seekühe der Welt. Die Seekühe dürfen nur zu bestimmten Zeiten und nur von einem Schiff pro Tag besucht werden.

Da man in Monkey Mia an ausgewiesenen Stellen auch im Meer baden darf, gibt es dort auch Regelungen bei Begegnungen mit Delfinen. Man darf als Schwimmer gerne mit den Delfinen schwimmen, sofern sie zu einem hinkommen. Aber man soll sie nicht verfolgen, da sie sich sonst bedrängt fühlen könnten. Und anpacken soll man sie auch nicht.

Neben dem Frühstücksscnack am Morgen gibt es Spätnachmittags noch einen Snack für die Delfine. Die Tiere kommen nicht täglich und auch nicht ganz regelmässig. Eben nur, wenn sie Lust und Laune zu einem Besuch bei den Menschen und eben auf ihren Snack haben.

Und so waren, als wir ankamen, auch keine Delfine zu sehen. Dafür gab es aber viele andere Wildvögel wie Brillenpelikane (Australischer Pelikan) oder auch Möwen aus nächster Nähe zu sehen. Die Tiere sind an die Touristen gewöhnt und zeigen so gut wie keine Scheu vor Menschen. Die Möwen sind wie bei uns und freuen sich darüber, wenn sie bei Touristen etwas Fressbares aufschnappen können. Sie halten sich aber meistens doch am Meer auf, vielleicht schmeckt frischer Fisch noch besser. Die Pelikane sind sich ihrer Größe bewußt. Brillenpelikane sind die größten Pelikane der Welt. 1 Meter Größe ist bei diesen Tieren keine Seltenheit (keine Spannweite, die reine Größe) Und so konnte ich hier herrliche Aufnahmen von den Tieren machen.

Wer wie ich das Monkey Mia Ressort bei größter Hitze besucht (es waren dort weit über 40 Grad im Schatten) kann mit etwas Glück auch die Pelikane beim Rasensprengerwasserauffangen beweundern. Einige der Tiere stehen in der Hitze mit weit geöffneten Schnäbeln auf dem Rasen vor dem Wassersprenger. Genau so, dass sie nicht nass werden aber das Wasser noch mit ihrem Schnabel auffangen können. Dort stehen sie minutenlang regungslos bis sich genug Wasser im Schnabel gefangen hat. Dann nehmen sie den Schnabel hoch, schliessen ihn, schlucken und wiederholen das Wasserauffangritual.

Irgendwann während meiner Vogelbeobachtung blickte ich zum Wasser. Und dort waren gerade Delfine aufgetaucht. Ich gab meinen Eltern bescheid und beeilte mich, zum Strand zu kommen. Fünf Leute standen dort zusammen mit dem Ranger. Eine angenehme kleine Gruppe. Auf Postkarten hatte ich gesehen, dass manchmal 30 bis 50 Menschen sich um die Delfine drängten. Meiner Ansicht nach schon zu viele auf einmal.

Zu sehen war jetzt eine Delfindame zusammen mit ihrem 4 Wochen alten Jungtier. Diese beiden Delfine befinden sich auch auf den Fotos, die ich in Hitwin (www.hitwin.de) zur besseren Untermalung des Beitrages eingestellt habe.

Es war schön, die Tiere so nah zu sehen. Da man sie heute nicht fütterte, durften wir nicht ins Wasser, sondern mussten am Rand stehen bleiben. Wenn die Menschen im Wasser stehen, ist das für die Delfine das Signal, das sie zu fressen bekommen. Ist doch toll, wie die Tiere sich das merken.

Die Delfindame umschwomm dabei auch oft die Beine des Rangers, manchmal schien sie mit ihm zu schmusen. Das war herrlich mit zu erleben. Natürlich stand der Ranger im Wasser. Das Jungtier hielt sich meist etwas zurück aber manchmal kam es auch hoch und schaute neugierig.

Die Delfindame aber suchte richtig den Kontakt zu den Menschen. Ein Delfin, der sich einen Menschen ansehen möchte, der legt sich etwas seitlich hin, weil er nur so den Menschen so richtig ins Auge nehmen kann. Und genau so sah mich auch der weibliche Delfin an. Es waren wunderschöne Momente. Obwohl ich immer damit beschäftigt war, am Strand hin- und herzuspurten, um so die besten Aufnahmen von den Tieren zu bekommen und gleichzeitig natürlich auch noch mitzubekommen, was der Ranger erzählte. Nebenbei habe ich noch das Wichtigste meinen Eltern übersetzt.

Nach einer Weile kam noch eine Delfindame mit ihrem erst vier Tage alten Kalb. Bei Delfinen heissen die Jungtiere ja wie bei allen Walartigen auch Kälber. Die Ranger geben allen Tieren einen Namen und können sie auch auseinanderhalten. Für den Snack kommen übrigens normal nur die Damen an den Strand, meistens wenn sie Junge dabei haben. Auch das fand ich sehr interessant zu erfahren.

Ca. eine halbe Stunden, wenn nicht noch etwas länger, hielten sich die Delfine auch ohne einen Snack erhalten zu haben, bei uns auf. Schliesslich forderte der Ranger uns auf, spazieren zu gehen, sonst würden die Tiere so schnell nicht verschwinden. Mittlerweile hatte sich die Tieranzahl auf 6 erhöht, aber so nah wie das erste Delfinweibchen mit ihrem Jungen war keines der Tiere sonst gekommen.

Ich kaufte mir anschliessend im Shop noch neue Filme, da mein Bestand schon sehr reduziert war und auch einige Bücher und Broschüren über Westaustralien und seine Tierwelt.

Danach machte ich mich alleine am Strand und durch den Busch auf Fototour. Das war nicht gefährlich, da es hier einen Rundgang gab, der allerdings nicht sehr gut zu erkennen war.

Eine Schiffstour, die wir zu den Seekühen und den Delfinen im Meer unternehmen wollten, wurde leider wegen des Wetters abgesagt. Denn am Nachmittag fing es leicht zu regnen, zudem wollte keiner außer Familie Berns auf dieses Schiff.

Am nächsten Tag konnten wir diese Tour aber nachholen. Und da nahm man uns wegen der Absage am Vortag sogar kostenlos zu dieser interessanten 2 1/2 Stündigen Schiffstour mit. Auch das war herrlich. Denn ich habe zum ersten Mal auch Seekühe in Freiheit sehen können. Die Tiere zu sehen ist allerdings trotz geschulten Personals auf den Schiffen und gezielter Suche nicht ganz einfach. Erst sieht man nur Schatten im Wasser, danach gilt es auch zu suchen. Und nur für mehrere Sekunden dann tauchen die Seekühe auf, um sofort wieder zu verschwinden. Es handelt sich hier übrigens um Dugongs.

Mit etwas Glück aber begleiten einige Delfine das Schiff sogar eine Weile. Das war genau so wie ich es schon im Fernsehen gesehen hatte. Unglaublich schön ist es, wenn bei voller Fahrt ein Delfin vor bzw. neben dem Schiff herschwimmt und manchmal dabei noch aus dem Wasser springt.

Es war ein herrlicher Tag und neben tollen Aufnahmen habe ich jetzt auch eine wundervolle Erinnerung. Wenn ich jetzt im Moment darüber nachdenke, fange ich wieder an zu lächeln und sehe die Tiere wieder vor meinen Augen, ich meine die Wärme der Sonne zu verspüren. (Ich liebe ja die Hitze) und erinnere mich an den ohne Verunreinigungen guten Geruch dort.

Monkey Mia liegt im Gebiet der Shark Bay World Heritage am Nordwest Coastal Highway. Es ist somit ein Unesco-Schutzgebiet, in dem man sich an Naturschutzvorschriften halten muss. Ein guter Ort zum Übernachten, in dem es sehr schöne Hotels gibt, ist der Ort Denham. Von Perth ist Monkey Mia ca. 830 km in nördlicher Richtung entfernt. Wer wie ich mit dem Auto dorthin fährt, dem empfehle ich einen Zwischenstop in Geradton oder im Kalbarri-Nationalpark.

Adresse:
Monkey Mia Dolphin Resort
Postal address: PO Box 119,
Denham
Western Australia 6537
Telephone: +61 8 9948 1320
Facsimile: +61 8 9948 1034


Auch wenn so ein Beitrag wie dieser, insbesondere auch mit den Fotos dazu, immer sehr viele Stunden arbeit für mich bedeutet, so macht es doch unwahrscheinlich viel Freude, so einen Tag wieder aufzuarbeiten.

Ich hoffe, dass ich auch meinen Lesern damit etwas Freude und gute Unterhaltung gegeben habe.

Liebe Grüße Miara/Petra
...
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Informationen zu Monkey Mia

Technische Daten und Produkteigenschaften
Monkey Mia liegt ca. 830 km nördlich von Perth in Westaustralien, es ist ein bekanntes Delfin-Schutzgebiet. Seit Jahren kommen die Tiere dort an den Strand und treffen sich so mit den Menschen.
Allgemeine Informationen Monkey Mia
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