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Platz 142 in der Kategorie "Reiseziele Hamburg". Typ: Einkaufsstraße / Passagenwelt in der Hamburger Innenstadt, Einkaufen auch bei "Schmuddelwetter", Galariengänge mit exklusiven Einkaufsmöglichkeiten, z.B. ...mehr
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Passagen gebraucht & neu

Passagen Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

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Passagen - Einkaufen, bummeln, shoppen und flanieren in der Hamburger Innenstadt…

ein Testbericht von 2004-11-13 18:22:19 vom 13.11.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Bummeln & einkaufen, in der Innenstadt, auch bei schlechtem und kaltem Wetter....
Nachteile/Kritik: Teuer & exklusiv
In der Hamburger Innenstadt findet sich die größte Ansammlung von Einkaufspassagen in ganz Europa.
Das die Hansestadt so bedacht ist auf solche Einkaufsmöglichkeiten mag vielleicht am Hamburger Schmuddelwetter liegen, denn hier macht das Einkaufen ohne Regenschirm oder in den kalten Tagen gleich doppelt spaß.
Leider sind die Geschäfte meist sehr exklusiv und teuer aber ein Bummel lohnt sich hier allemal und so mag ich heute darüber berichten.

Die Passagen selber gibt es in der Hamburger Innenstadt schon seit Anfang des 19Jh.s. – Allerdings fand man in ihnen kaum Läden und sie wurden mehr als „Übergang“ bzw. „Durchgang“ zwischen den etlichen Geschäfts- und Wohnhäusern genutzt um eben vor dem Wetter geschützt zu sein.
Erst in den späten 1970ger Jahren wurden die meisten von ihnen ausgebaut und renoviert und bieten heute etlichen Geschäften wie Boutiquen und Modehäusern, Restaurants, Cafés, Bistros, Weinläden, als auch Galerien u.v.m. Unterschlupf.
Das Flair ist, wie erwähnt, mehr teuer und vornehm und - kann man es sich leisten - trifft man sich hier zum Beispiel zum Austernschlürfen und Schampustrinken.
Natürlich kann man auch gemütlich Kaffee und Kuchen oder Eis und Milchshake in einem der diversen, sich hier befindlichen, Cafés genießen.
Und wer mag findet auch das eine oder andere kleine Lokal zum Mittagessen.
Meist kommt man nicht mit dem Ziel des „Einkaufens“ hier her, sondern mehr um einen ausgedehnten Schaufensterbummel zu genießen und ein bisschen zu flanieren.
Grade am Wochenende bietet sich hier so ein Ausflug an.

Der Begriff „Passage“ deutet ja den Begriff „Durchgang“ und genau so sind diese, im Anschluss beschriebenen Einkaufspassagen der Hamburger Innenstadt auch zu sehen.
Keine besitzt nur einen Ein- bzw. Ausgang und jede bietet einen „Durchgang“ von der einen oder anderen in der Innenstadt gelegenen Straße. Sackgassen gibt es nicht.

In der Hamburger Innenstadt finden sich 13 klassische Passagen welche teilweise zusammengeschlossen sind.
Ich werde nachfolgend aber insgesamt 15 erwähnen da ich das „Levantehaus“ und die, sich noch in der Entstehung befindliche, „Europa – Passage“ nicht ausschließen mag.


Das Hanse – Viertel.
Es hat eine Gesamtfläche von etwa 9500m2 und befindet sich zwischen den Straßen Heuberg, Große Bleichen und Poststraße.
Bis zur Fertigstellung der Europa – Passage, im Jahre 2006, ist es die Größte der Passagen der Innenstadt.
Mit seiner Länge von etwas mehr als einem Kilometer schlängelt es sich durch die ehemaligen Kontorhäuser und dessen Höfe.
Das Hanse – Viertel wurde in den Jahren 1976 bis 1981 neu erschlossen. Zu ihm gehört auch das Luxushotel „Renaissance Hotel Hamburg“ welches 1927 von Fritz Höger errichtet wurde. Von ihm ist auch der Stil dieser Passage nachempfunden.
Es ist in mehrere, in Backstein gemauerte, Gänge geteilt von denen jeder eine Länge von etwa 200 Meter hat. Das Dach ist verglast und im Stil so genannter „Tonnendächer“ gebaut. Das größte Dach ist das über dem Herzstück der Passage – von dem alle Gänge abgehen – und es hat einen Durchmesser von 14,40 Metern.
Auf dem Boden der Hanse – Viertel – Passage findet man immer wieder bronzene, in den Boden eingelassene, Intarsien und Inschriften die Geschichte der „Hanse“ erzählen.

Gänsemarktpassage
Sie wurde Ende der 70ger Jahre (1976 bis 79) erbaut.
Sie liegt zwischen den Colonnaden, der Büschstraße und dem Gänsemarkt.
Rund 50 Geschäfte finden sich hier und eine Menge Galerien von verschiedenen Künstlern. Leisten kann sich der „Normalbürger“ hier selten etwas; hat man aber auch nur ein kleines Interesse an Kunst sollte man einen Bummel hier nicht versäumen!
1772 stand an dieser Stelle einst der „Englische Stall“, eine Reitschule. Den Gründungsstein kann man in der Gänsemarktpassage immer noch bewundern.

Gerhof – Passage & Neuer Gänsemarkt
Hier findet man vorrangig Boutiquen und Ladenketten bekannter und dabei etwas exklusiverer Anbieter. Ich nenn hier jetzt keine Namen, denn Schleichewerbung soll vermieden werden LOL
Hier ist aber für jeden Geldbeutel etwas dabei.
Die Gerhof – Passage erstreckt sich über insgesamt drei Etagen.

Bleichenhof
Erst 1990 fertig gestellt ist der „Bleichenhof“. Er wurde, mit einer Länge von rund 90 Metern, um ein schon existierendes Parkhaus gebaut und bietet sowohl Laden- als auch Bürofläche.
Hier ist wieder alles ein bisschen gediegener und vornehm.
Alles ist hier in hellen Marmor gehalten und macht einen rundum edlen Eindruck.
Schrecklich teure Boutiquen für anspruchsvolle und modebewusste Damen und Herren finden sich hier, ebenso wie Antiquitätengeschäfte der ganz besonderen Art. Vom alten, originalen Schaukelpferd aus Omas Zeiten, über wirklich entzückenden alten Puppenstuben und deren Bewohnern bis hin zu alten Teddybären und altem Schmuck ist hier viel geboten.
Hier empfehle ich einen ausgedehnten Schaufensterbummel.

Passage Kaufmannshaus (Commercie)
Diese Passage ist in einem alten, vor dem ersten Weltkrieg errichteten (1907 bis 1909), Kontorhaus, welches fast vollständig original erhalten ist, untergebracht.
Das Innere ist mehr schmucklos, die Fassade jedoch aus weiß glasierten Ziegeln und geschmückt mit Jugendstilornamenten.
In den Jahren 1976 bis 1978 wurde das Gebäude originalgetreu von den Architekten Graf, Schweger & Partner erneuert.

Galleria
Die Galleria – Passage wurde 1983 eröffnet und beherbergt um die 30 Geschäfte.
Sie ist etwa 80m lang und verläuft durch den kompletten Gebäudekomplex der Häuser zwischen den Großen Bleichen Nr.21 bis zum Bleichenfleet und dann am Wasser der Alster entlang über einen Fußgängerbalkon bis zur Poststraße.
Sie ist mehr auf junges Publikum - allerdings auch zahlungskräftiges - ausgelegt.
Sie ist dem Stil der „Burlington Arcade in London Westend“ (einer der bekanntesten Londoner Passagen) nachempfunden und hübsch mit grauem Granitfußboden ausgestattet in dem man immer wieder Marmoreinlegearbeiten findet. Viel bemalter Stuck und hübsche Pilaster (> Säulen die in die Wand eingearbeitet sind) finden sich hier. Die Farben hier halten sind in schwarz / weiß und mint - grün.
Eine klassisch kühle und moderne, aber interessante, Atmosphäre.

Alte – Post – Passage
Sie ist mehr eine Übergangpassage, mit wenigen Läden, um von der Straße Große Bleichen zum Bleichenfleet zu gelangen. Sie liegt im Erdgeschoss des historischen Gebäudes der „Alten Post“ von Hamburg. Ein nebenbei sehr interessantes Gebäude welches, ist man schon mal hier, sich gleich mit anschauen sollte.

Colonnaden
Die Colonnaden sind die Verbindung zwischen dem Jungfernstieg und dem Dammtor.
Sie bestehen schon seit den 1870ger Jahren und gehören somit zu den Ältesten der Passagen. Ehemalig war sie nur ein Fußweg und wurde, mit der Erschließung der Passagen zur Einkaufsmöglichkeit, 1974 bis 1978 zu einer breiten Passage mit vielen Geschäften umgebaut.

Hamburger Hof (Jungfernstieg – Passage)
Die Hamburger Hof – Passage auch Jungfernstieg – Passage genannt befindet sich über drei Etagen gelegen in dem Gebäude des ehemaligen Nobelhotels „Hamburger Hof“ direkt am Jungfernstieg.
Hier finden sich um die 40 Geschäfte und einige Restaurants. Die Restaurants befinden sich hier genau in der Mitte der Passage und sucht man sich eines weiter oben gelegen hat man einen wirklich interessanten Blick auf das anliegende Treiben.
Grade zu Weihnachten ist der Hamburger Hof besonders schön, denn dann steht hier ein riesiger geschmückter und beleuchteter Tannenbaum.

Alsterarkaden
Die Alsterarkaden fügen sich direkt an die ersten, zur Elbe führenden, Kanäle der Binnenalster an (die „Kleine Alster“).
Alexis de Chateauneuf entwarf 1842 den Bau der Alsterarkaden und sie waren von Anfang an als Ladenpassage geplant.
Der Besucher findet hier exklusiven Schmuck, vornehme Mode, erlesenes Porzellan oder ausgesuchtes Naschzeug.
Hohe Rundbögen und edle Säulen bieten hier das Hauptbild und wer mag kann bei gutem Wetter seinen Kaffee hier mit direktem Blick auf das Rathaus genießen. Irgendwie hat das Ambiente hier ein bisschen was von Venedig…
Im 2. Weltkrieg wurden die Arkaden stark beschädigt, allerdings in den Jahren 1949 und 1950 originalgetreu wieder aufgebaut.
Eine kleine Geschichte:
Silvester 1988/89 brach in Haus Nr. 11a ein Feuer aus dem ein großer Teil der anliegenden Häuser als auch ein Teil der Arkaden selber zum Opfer fielen.
Wie sich später herausstellte hatte ein hoch verschuldeter Kaufmann, der seine Geschäfte dort hatte, das Feuer gelegt um die Versicherungssumme zu kassieren.

Direkt an die Alsterarkaden angeschlossen ist die etwas kleinere
Mellin – Passage.
1846 wurde diese erbaut und in den Jahren 1990 bis 1993 originalgetreu renoviert.
Sie befindet sich etwa in der Mitte der der Alsterarkaden und ist ein Durchgang um zum Neuen Wall zu gelangen. Von Außen recht unscheinbar ist sie leicht zu übersehen, hat man aber den Eingang erst einmal gefunden kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Sie hat ein bemaltes Deckengewölbe welches einen Besucher immer wieder verleitet weniger auf ihre wenigen Geschäfte zu achten und stattdessen mit dem Blick nach oben die architektonisch extrem hübschen Malereien und Verziehrungen der Decke zu bewundern.
Sie ist die Kürzeste aller genannten Passagen.

Rathauspassage
Die Rathauspassage wurde 1998 als ein gemeinnütziges Projekt zur Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen in Hamburg eröffnet.
Hier gibt es ein Antiquariat mit angeschlossenem Bistro. Man kann sich hier die Bücher „auf einen Kaffee“ ausleihen und in ihnen stöbern, natürlich kann man sie bei Interesse auch erwerben.
Außer diesem, wie ich finde sehr interessantem Angebot, findet sich hier ein kleines Touristeninformationszentrum.

Levantehaus
Diese Passage liegt etwas abseits am oberen Ende der Mönckebergstraße und ist eine der jüngsten der Hamburger Passagen.
Hier findet man rund 40 Boutiquen, Restaurants, Cafés und Bistros – hier sind die Preise bei weitem nicht so gehoben wie in den vorher genannten Passagen.

Auf halben Weg zur Levantehaus – Passage, zwischen der Binnenalster und der Mönckebergstraße, findet man die, sich noch im Bau befindliche, größte aller Hamburger Passagen die
Europa – Passage.
An ihr wird seit 2003 gebaut und eine Fertigstellung ist für das Jahr 2006 geplant.
Hier soll auf 5 Ebenen und einer Fläche von 35.000m2 ein riesiger Einkaufskomplett für jedermann entstehen. So manches nebenan liegende Gebäude hat hierfür schon dran glauben müssen.


Am liebsten würde ich an dieser Stelle eine Karte der Hamburger Innenstadt anfügen denn es ist wirklich nicht einfach die Lage der einzelnen Passagen, auch zueinander, zu beschreiben.
Irgendwie muss man das einmal selber erkundet haben…

Um ein Beispiel für die komplexe Lage, der Passagen zueinander, zu nennen fällt mir die ziemlich in der Mitte gelegene Einkaufsstraße „Große Bleichen“ ein. Hier findet man gleich 5 der Eingänge zu den genannten Passagen: Einen zum Hanse – Viertel, zur Alten Post, zur Galleria, zum Kaufmannshof und einen zum Bleichenhof.

Verlaufen hat sich hier sicher schon manch einer, aufgetaucht sind sie aber früher oder später alle wieder… zumindest ist mir nichts anderes bekannt *lach*

Apropos „verlaufen“… Wer einen Bummel wagen möchte würde ich folgende Tour vorschlagen:
Wir starten vom S- und U-Bahnhof Jungfernstieg Richtung „Reesendammbrücke“ und überqueren diese um zur Rathauspassage zu gelangen.
Nach einem Bummel durch diese (und vielleicht einen Blick auf das nahe gelegene Rathaus und den Rathausmarkt) wenden wir uns nach rechts und tapern über die „Schleusenbrücke“ direkt auf die Alsterarkaden zu.
Haben wir diese betreten werfen wir auf knapp halber Höhe einen Blick in die Mellin – Passage, kehren aber wieder auf die Alsterarkaden zurück!
Über die „Schleusenbrücke“ nach links weiter auf den Arkaden gelangen wir über den „Neuen Wall“ direkt auf die Kaufmannshaus – Passage zu und durchqueren diese.
Weiter links liegt noch die Bleichenhofpassage für die man hier einen kleinen Abstecher machen muss…
Wieder zurück in der Kaufmannshaus – Passage gelangen wir auf die Straße „Große Bleichen“. Geht man hier geradeaus aus dem Ausgang, der eben durchquerten Passage, heraus kommt man auf der anderen Straßenseite genau ins Hanse Viertel – welches wir auch betreten.
Innerhalb dieser wenden wir uns an der 1. Abzweigung nach rechts um wieder auf der „Große Bleichen“ Straße zu landen und wiederum auf der anderen Straßenseite in die Galleria zu gelangen.
Am Ende findet man einen kleinen Übergang zur Alten Post – Passage durch diese wir ein weiteres Mal auf der „Großen Bleichen“ landen, dieses Mal etwas weiter nordöstlich.
Rechts über die „Poststraße“ finden wir rechter Hand auf der anderen Straßenseite die Hamburger Hof – Passage, als auch links wieder Eingänge zum Hanse – Viertel.
Gehen wir die „Poststraße“ weiter hoch ist nach rechts abzweigend die „Gerhofstraße“ wo sich der Eingang zur gleichnamigen Gerhof – Passage mit Übergang zur Neuen Gänsemarkt - Passage befindet.
Über selbige kommen wir auf die „ABC-Straße“ bzw. den „Gänsemarkt“ und finden, wenn wir diesen überqueren die Gänsemarktpassage und anschließend die Colonnaden mit ebenfalls gleichnamiger Passage.


Wer sich bis hierhin jetzt nicht verlaufen hat und sollte mein Plan aufgehen, hat soeben alle 13 klassischen Hamburger Passagen durchquert und wenn er sich nicht allzu sehr aufhalten hat lassen einen Ausflug von – ich schätze – 2 bis 3 Stunden hinter sich.

Wem jetzt immer noch nicht die Füße wehtun macht einen Spaziergang um die Alster (hier Binnenalster) oder, sollte das Gegenteil der Fall sein, ruht sich im nahe gelegenen Alsterpavillon aus.
Viel Spaß wünsch ich! :o)


Ich hoffe auch heute wieder einen kleinen Anreiz zum bummeln in Hamburg gegeben zu haben und danke fürs lesen, kommentieren und bewerten.
Gruß
Asmodina
...
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Technische Daten und Produkteigenschaften
Passagenwelt in der Hamburger Innenstadt, Einkaufen auch bei "Schmuddelwetter", Galariengänge mit exklusiven Einkaufsmöglichkeiten, z.B. die Alsterarkaden, die Colonaden.
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gelistet seit: 03.11.2004
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