Affenzoo Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Ich glaub' mich laust der Affe!
ein Testbericht von Samsally2003-04-24 16:00:01vom 24.04.2003Empfehlung: ja
Vorteile: ein Zoobesuch ganz anderer Art...Nachteile/Kritik: nicht mehr so zutraulich wie früher
Apenheul ist ein Abenteuerzoo für Groß und Klein! Ich war bereits drei mal in diesem außergewöhnlichen Tierpark, in dem die Affen frei rumlaufen. Bei meinem ersten Besuch waren die Affen noch wesentlich zutraulicher, was im Laufe der Jahre etwas abgenommen hat. Vielleicht haben die lustigen Äffchen einige schlechte Erfahrungen gemacht oder sind einfach schon ein bißchen „abgebrüht“. Doch hautnahen Kontakt hat man auch jetzt noch mit ihnen.
Preise für Eintritt und Parken
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Erwachsene: 12,- €
Kinder von3 bis 9 Jahren: 10,- €
Kinder unter 2 Jahren: gratis
Senioren ab 11, €
Behinderte: 10,- €
Parkgebühren betragen € 4,00 für den ganzen Tag.
Die Homepage gibt es leider nur auf niederländisch, aber mit ein bißchen Mühe kann man das wichtigste verstehen:
http://www.apenheul.nl/
Vorsichts maßnahmen
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Am Eingang des Affenzoos hat man die Möglichkeit einige Sachen wegzuschließen und für die lebensnotwendigen Dinge, die man mit rein nehmen möchte, bekommt man eine spezielle Affentaschen. Diese hat überall Reizverschlüsse, die man zusätzlich mit einem Karabinerhaken sichern muss. Die kleinen Äffchen sind nämlich geschickte Diebe. Alles was nicht niet- und nagelfest ist, wird verschleppt. Sie durchsuchen alle Taschen und Winkel, also auch nicht die Zigarettenpackung in die Hemdtasch stecken oder das Handy locker in der Tasche lassen. Bei meinem letzten Besuch habe ich auch die Erfahrung machen müssen, das sie mit Vorliebe Pflaster von der Haut reißen. Vorsicht Brillenträger!
Bevor man den Affenwald betritt, wird noch auf einigen Schildern auf Verbote hingewiesen. Essen ist strengsten untersagt, dazu gehört natürlich auch das füttern. Damit die Affen ein Rückzugsgebiet haben, darf man die Wege nicht verlassen. Anfassen darf man die Affen auch nicht, aber ich denke wenn so ein Äffchen auf dem Schoß sitzt, tut es ihm schon nicht weh, wenn man ihn mal streichelt. Das Verbot gilt hauptsächlich Kindern (auch Erwachsenen), die die Affen festhalten wollen oder am Schwanz ziehen. Überall sind Tierpfleger vor Ort, die darauf aufpassen und die für Fragen und Anregungen offen sind.
Der Park
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Im Zoo gibt’s ungefähr 30 Tierarten, die meisten davon natürlich Affen. Dazu gehören Totenkopfäffchen, Wollaffen, Bonobos, Blaßkopfsaki, Goldene Löwenäffchen, Gorillas, Berberaffen, Rotbauchmaki, Klammeraffe, Roter Vari, Schwarzweißer Vari, Aras und Wasserschweine.
Die Hauptattraktion sind wohl die Totenkopfäffchen, die sich im Wald von Ast zu Ast schwingen. Es gibt einige Sitzgelegenheiten, wo man die Affen in Ruhe beobachten kann und gelegentlich springt auch einer auf die Schulter. Also schreckhaft darf man nicht sein. Die kleinen goldgelben Äffchen sind wirklich unheimlich süß, besonders wenn sie noch ein Junges auf dem Rücken tragen. Eine besondere Vorliebe haben sie für Kinderwagen und Rollstühle, die dann sofort inspiziert werden
Ein besonderes Erlebnis ist die Fütterung. Auf einmal kommen scheinbar hunderte Äffchen aus allen Ecken und Winkeln gerannt, um sich ein Stück Banane zu ergattern.
Es gibt auch Gehege, in denen größere Affen frei herum laufen, doch die halten sich eher zurück, was aber nicht weiter schlimm ist. Denn durch ihre Größe sollte man zumindest auch ein bißchen Respekt vor ihnen haben.
Die anderen Affenarten leben alle auf Inseln, was auch gut so ist, denn einem Gorilla will ich nicht gerade direkt gegenüberstehen. So kann man sie aus der Nähe betrachten ohne, dass
man durch ein Gitter oder eine Glasscheibe von ihnen getrennt ist. Dadurch hat man nicht das Gefühl, dass die Tiere in kleinen Käfigen eingesperrt sind, nur damit man sie begaffen kann.
Besonders beliebt sind natürlich auch die Bonobos. Das sind Zwergschimpansen, die sich wirklich nur in der Größe von den „echten“ Schimpansen unterscheiden. Wie auch bei den anderen großen Primaten liegen sie nicht wie man es vielleicht von vielen anderen Zoos gewöhnt ist, nur in der Ecke rum, sondern sie haben eine natürliche Umgebung und verhalten sich meistens auch wie in der freien Natur. Sie springen, klettern, streiten und lausen sich gegenseitig. Ich denke, es macht nicht nur mir als Biologiestudentin großen Spaß das Verhalten der uns so nah verwandten Tiere zu beobachten.
Die Gorillainsel ist ebenfalls ein Highlight des Zoos. Die großen beeindruckenden Tiere sind nur durch einen kleinen Wassergraben von den Besuchern getrennt, doch zum Glück sind sie sehr wasserscheu. Durch das riesige Gehege, das den Gorillas zu Verfügung steht, kann es passieren, dass sie nicht in Sichtweite sind. Dafür gibt es täglich Fütterungen. Die Fütterung sieht so aus, dass sich Tierpfleger unter die Besucher mischen und jede Menge Obst auf die Insel werfen. Die Affen wissen natürlich genau, wann es was zu essen gibt und kommen dann zum Ufer. Nun gehen die Streitereinen um einen Apfel los und es ist sehr interessant die Rangordnung in der Gruppe zu beobachten. Für eine nähere Betrachtung sind einige Ferngläser aufgestellt.
Diese Gorillagruppe ist sehr bekannt und wird oft für die Verhaltensforschung der Primaten genutzt. Ich habe schon einige Berichte und Dokumentationen darüber gesehen.
Artgerechte Haltung
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Wie auch in meinen anderen Zooberichten ist mir dieses Thema besonders wichtig und. meiner Meinung nach ist es diesem Zoo sehr gut gelungen die Affen artgerecht zu halten. Das Gelände ist riesig und jeder Affenart ist ein großes Gehege zugeteilt. Es wurde größtenteils auf jegliche Gitter und Scheiben verzichtet, was jedoch nur möglich war, weil Affen sehr Wasserscheu sind. Ein Vorteil des Tierparks ist es auch, dass sie fast nur Affen haben, denn ich sehe mir lieber nur einige wenige Tierarten an, die in einer natürlichen Umgebung gehalten werden, als an einem Gitterkäfig nach dem anderen vorbeizulaufen. Die artgerechte Haltung wird sicherlich auch durch die hohe Geburtenrate in dem Zoo bestätigt. Einzigartig ist der direkt Kontakt von Affe und Mensch, der aber freiwillig von Seiten der Affen zustande kommt, denn alle Affen haben genügend Rückzugsmöglichkeiten.
Wie schon beschrieben ist das Essen und auch Rauchen natürlich absolut verboten. Dafür gibt es einige Rastplätze, in denen man sich eine Pause gönnen kann. Hier gibt es Restaurants und Kiosks, um sich zu stärken. Für die „Kleinen“ gibt es Spielplätze und auch einen großen Streichelzoo. Am Eingang, der gleichzeitig auch der Ausgang ist, befindet sich ein großer Souveniershop, indem man vom Poster bis zum Stoffäffchen alles mögliche erwerben kann.
Fazit
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Ein toller Abenteuerzoo, den ich nur empfehlen kann. Wenn es irgendwie möglich ist, würde ich nicht gerade an Feiertagen oder am Wochenende hinfahren. Denn, wenn der Zoo überfüllt ist, ziehen sich die Affen lieber zurück und man muß schon ein bißchen Glück haben, tätsächlich hautnahen Kontakt mit einem Affen aufzunehmen.
Der Affenpark ist auf jeden Fall einen Ausflug nach Holland wert!