Dolfinarium
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Platz 1 in der Kategorie "Harderwijk (Gelderland)". Typ: Tierpark / Der größte Meerestierpark Europas: das Dolfinarium Harderwijk. Vorführungen mit Delphinen,Seelöwen und Walrossen. ...mehr
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Dolfinarium Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

little_maryann

Flippers fröhliche Verwandtschaft

ein Testbericht von 2004-08-26 21:20:49 vom 26.08.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: große saubere Anlage, tolle Shows,...
Nachteile/Kritik: von Deutschland aus weiter Anreise
Theoretisch wären wir jetzt in Südfrankreich, praktisch sind wir zuhause. Da mein Menne noch auf Jobsuche ist, beschlossen wir statt des zweiwöchigen Auslandurlaubs nur Tagestouren von zuhause aus mit seinem Junior zu unternehmen.

Da kam mir die „Sommertour“ in meiner Tageszeitung grade recht. Hier wird täglich ein Ausflugstipp gegeben und einige davon haben wir bereits übernommen. In der Ausgabe vom 13.08. lautete die Überschrift „ Flippers fröhliche Verwandtschaft“ und der Artikel las sich so gut, dass wir beschlossen, das sehen wir uns an.

Von Kempen, unserer Heimatstadt ging die Fahrt über die A 40 Richtung Venlo, Nijmwegen, Arnheim und Utrecht ca. 200 km bis nach Harderwijk in Holland.
Harderwijk liegt an der Grenze der Provinzen Gelderland und Flevoland, am Rande des einzigartigen Naturgebietes ‘Veluwe’ und befindet sich zwischen dem See, ‘Veluwe Meer’ und ausgedehnten Wäldern.
Das jahrhundertealte Harderwijk ist stolz auf seine historische Vergangenheit. Und dank der zentralen Lage, dem historischen Stadtkern, der Nähe zu der einmaligen ‘Veluwe’-Landschaft, der guten Wassersportmöglichkeiten und dem Dolfinarium zieht Harderwijk jährlich drei Millionen Besucher an. (Zitat Homepage Harderwijk)

In der Nähe des Delfinariums sind ausreichend kostenpflichtige Parkplätze ausgewiesen, das Parken kostet hier 5,50 Euro für den ganzen Tag.

Ich hatte mich im Vorfeld auf der Homepage des Delfinariums bereits über die Öffnungszeiten und Preise informiert, dabei auch eine Karte der Anlage gesehen und daraufhin beschlossen, wir müssen früh fahren. Die Anlage erschien mir allein von der abgebildeten Karte so groß, das mir klar war, wir würden viel Zeit brauchen.

An der Kasse erhielten wir eine Liste, auf der die Zeiten der jeweiligen Shows aufgelistet waren und damit haben wir uns dann durchgekämpft.
Nicht weit hinter dem Eingang trafen wir dann auch sofort auf die erste Vorführung. Im Robarium, einer großen Aussenanlage für Seelöwen zeigten diese Kolosse wie behände sie sich im Wasser bewegen können. Die Zuschauer hatten ihre helle Freude daran, dass diese massigen Tiere sich mit Effeé ins Wasser warfen und die erste Reihe ihren Teil abbekam.

Laut unserem Zettel begann die nächste Delfinshow in der Kuppel gleich danach und da sich das Robarium in direkter Nähe der Kuppel befindet, stellten wir uns hier an. Etwa 10 Minuten bevor die Show beginnt, werden die Türen geöffnet.
Wir betraten einen runden Bau mit einem blauen Dach, wo man bis unterm Dach in etwa 12 bis 15 Metern Höhe sitzen kann. Wir konnten die Anzahl der Plätze nur schätzen, gehen jedoch davon aus, dass hier mehr als 1000 Zuschauer Platz finden.

Direkt neben den beiden Eingängen sahen wir eine Felsenlandschaft mit einer Art Plattform davor. In dem Becken davor schwammen vier Delfine.

Bereits hier fiel mir auf, wie sehr man sich um behinderte Leute bemühte. Schon vor dem Eingang des Parks standen, ähnlich wie vor Supermärkten die Einkaufswagen, Rollstühle, die man mit einem Pfand benutzen konnte. So können auch Leute, denen langes Gehen Probleme bereitet, durch den Park geschoben werden. In der Kuppel wurden alle Rollstühle vor die erste Besucherreihe geschoben und den Begleitern wurden Klappstühle dazu gestellt. Diese Besucher bekamen dann Spritzschutzdecken, die auch nötig waren.

Die Show begann mit der Geschichte des Delfinariums, gezeigt auf einer Leinwand, die in die Felsen eingelassen ist. Und dann begann eine Show, die mich unglaublich fasziniert hat.
Drei Tiertrainer zeigten mit ihren Schützlingen welcher Spieltrieb, welche Kraft und Eleganz in diesen Meeressäugern steckt. Auf der Leinwand in den Felsen ließ eine Unterwasserkamera die Zuschauer an der Bewegung unter Wasser teilhaben. Die Trainer schwammen mit ihren Schützlingen, ließen sich von ihnen aus dem Wasser schleudern und animierten sie zu unglaublichen Sprüngen und Saltos. Das Publikum wurde in die Vorführung mit einbezogen. Was haben wir gelacht, als einer der Trainer einen gut besetzten Zuschauerblock dazu aufforderte, aufzustehen und sich um die eigene Achse zu drehen. Zwei Delfine sahen vom Wasser aus zu und bei der zweiten Runde machten sie mit. Diese Show dauerte etwa 25 Minuten , die sooo schnell um waren. Ich hätte noch Stunden zusehen können.

Die nächste Vorführung, die wir uns ansahen, waren „de maffe Matroze“ (die witzigen Matrosen) im Seelöwentheater.
Hier war ein Freilichttheater, das Gott sei Dank auf der Besucherseite überdacht war. Kaum war die Vorstellung zuende, regnete es wie aus Kübeln und wir waren froh noch unter dem großen Dach zu sitzen.

Auch in dieser Anlage finden sicher bis zu 800 Menschen Platz, wobei man von allen Plätzen gut sehen kann, da auch hier die Sitzreihen bis unters Dach reichen. Als Kulisse ist in dem Theater ein kleines Fischerdorf nachgebaut. Ein Schiff kommt an und zwei Matrosen machen sich auf den Weg ins Dorf. Eine witzige Geschichte spielt sich vor den Zuschauern ab, die man auch als Nichtholländer gut versteht. Auch hier wurden Zuschauer wieder ins Geschehen einbezogen.

Vom Seelöwentheater wanderten wir zum Rochenriff und hier konnten wir die zwei Kids, die wir mithatten kaum loseisen. Beim Rochenriff handelt es sich um ein ovales flaches Becken mit einer breiten Steinumrandung, das überdacht ist. Hier kann man diese großen Plattfische und Katzenhaie beobachten und was die Kinder total faszinierte, auch anfassen.
Nico und Timo hockten völlig begeistert auf der Steinmauer und wurden nicht müde immer wieder ihre Hände ins Wasser zu strecken und die langsam vorüber gleitenden Fische zu streicheln.

Ein Kernstück des Parks ist die Lagune, ein Biotop mit 15 Millionen Litern Meerwasser und 7500 qm Fläche, in dem Delfine mit Seehunden, Seelöwen und Fischen zusammen leben. Dieser große See kann umwandert werden oder man kann, wie wir, mit einem Aufzug zum Boden des Sees fahren und an einer 60 Meter langen Glaswand von unten in den See schauen.
Ein kleiner Teil des Sees war als Kinderzimmer abgetrennt, denn hier lebt eine Delfinmama mit ihrem Jungen. Palawas heißt der kleine Delfin, der Ende Juli hier geboren ist. Mit seiner Mutter schwamm er vor den Scheiben, sehr zur Freude der anwesenden Kinder. Jedoch waren die Scheiben vor der Kinderstube weiträumig abgesperrt, das keiner an die Scheiben klopfen konnte und schon im Aufzug auf dem Weg nach unten, wurde man aufgefordert nicht mit Blitz zu fotografieren.

Hier in dieser Unterwasserwelt gibt es ein Cafe, in dem man einen Moment relaxen kann und die Tiere bequem bei einer Tasse Kaffee oder Tee beobachten kann. Leider regnete es wieder als wir wieder nach oben kamen und so mussten wir den Rundgang um die Lagune leider ausfallen lassen.

Zu dem Park gehört eine Tierklinik, Fort Heerewich genannt, in die verletzte und gestrandete Delfine aus der Nordsee gebracht werden. Hier wird alles getan und sie wieder zu heilen und in die Freiheit zu entlassen. Wir haben uns die Nasen an den Glasfenstern platt gedrückt um die Tiere zu beobachten, die dort in der Krankenstation in den Bassins schwammen.

Kurz bevor der Park schloss, entdeckten wir das 3 D Kino und da es eh wieder zu regnen begann, enterten wir es. Zwei, als Piraten gekleidete Männer, setzten jedem von uns eine schwarze Brille auf. Kaum saßen wir, ging auch schon das Licht aus. Gezeigt wurde ein Piratenfilm, der laut Nico auch im Phantasialand gezeigt wird. Er war zwar in holländisch, aber vom Inhalt her auch für uns zu verstehen. Timo hatte ich auf dem Schoß, denn mit seinen 6 Jahren war er etwas kurz um vom Kinosessel aus, alles zu sehen. Der Film war witzig und die 3 D Effekte erstaunlich. Timo bekam schon einen rechten Schrecken als ein Schwarm Wespen auf uns zugejagt kam. Dabei wackelten die Stühle von dem Brummen des Schwarms, das der Bildeffekt noch verstärkt wurde. Wenns für den kleinen Kerl zu gruselig wurde, hob er immer kurz die Brille an. Trotzdem haben wir uns alle köstlich amüsiert.

Wir hätten gern noch mehr Zeit gehabt, denn wir haben noch lange nicht alles gesehen. Zum Park gehört auch ein Stück Strand, an dem man bei passendem Wetter auch baden gehen kann. Auf dem Weg zum Ausgang haben die Kids noch kurz den Spielplatz untersucht. Der 10 Meter hohe Rutschenturm war wegen des Regens zwar schon geschlossen, aber da gabs noch andere Klettergerüste mit Tunnelrutsche, die von den beiden sofort erklommen wurden.

Der gesamte Park machte einen sehr sauberen, gepflegten Eindruck, überall war Personal, das freundlich auf Fragen reagierte und auch von sich aus erklärte. In der Kuppel wurde vor Beginn der Vorstellung darauf hingewiesen wo die Notausgänge sind. Im Seelöwentheater bat man darum, keinen Müll liegen zu lassen sondern die Abfalleimer zu benutzen.
Wickelmöglichkeiten für Babys und Toiletten waren schnell zu finden und die ich gesehen habe, in einem guten Zustand und mit Kontrollzetteln an der Wand. An allen Kreuzungen stehen Wegweiser und Übersichtskarten zur Orientierung.

Die Anlagen der Tiere sind sauber und gepflegt, überall kümmern sich Pfleger um die Tiere. Auch erweckten die Shows den Eindruck, dass die Tiere mit viel Zuwendung und natürlich entsprechend viel Leckereien konditioniert wurden.

Wer den ganzen Tag in dem Park herumwandert, bekommt auch Hunger. Hot Dog Stände, Hamburgerbuden mit überdachten Sitzmöglichkeiten und ein Restaurant schaffen hier Abhilfe. Natürlich gibt’s auch Popcorn und Softeis. Und überall im Park sind kleine Läden mit Souvenirs. Timo kaufte sich vom mitgebrachten Taschengeld ein Puzzle mit Delfinen für 3 Euro und Nico ist jetzt stolzer Besitzer eines neongrünen Delfinschlüsselanhängers für 2 Euro.

Die Öffnungszeiten des Park sind noch bis 31. Oktober diesen Jahres von 10.00 bis 18.00 Uhr
Die Preise sind für Besucher ab 3 Jahre 20,50 Euro p.P. es gibt auch die Möglichkeit einen Preis von 25.00 Euro zu zahlen, dann ist im Preis ein Hamburgermenu mit Getränk und ein Souvenir enthalten. Wir haben uns dafür entschieden, denn unterm Strich war das preiswerter, als mit den Kindern so im Park essen zu gehen.
Senioren ab 65 Jahren und Behinderte zahlen 18.00 Euro

Im Internet ist der Park unter www.dolfinarium.nl zu finden

Wir waren von dem Tag in Harderwijk begeistert und es war sicher nicht das letzte Mal, dass wir da waren.

Empfehlenswert??? Uneingeschränkt ja
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Kommentare
antjeeule
antjeeule, 26.09.2004
Da moumlchte ich auch gerne mal hin. Bisher habe ich es nicht geschafft. Deine tolle Beschreibung deckt sich mit dem, was ich auch daruumlber weiszlig und gehoumlrt habe. LG, Antje
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Technische Daten und Produkteigenschaften
Der größte Meerestierpark Europas: das Dolfinarium Harderwijk. Vorführungen mit Delphinen,Seelöwen und Walrossen.
Allgemeine Informationen Dolfinarium
gelistet seit: 26.08.2004
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Allgemeine Informationen
Typ: Tierpark 
Kategorie: Sehenswürdigkeit 
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