Kattegatcenter
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Platz 1 in der Kategorie "Grenaa". Typ: Zoo / Kattegatcenter ist ein Freizeitaquarium mit staatl. Förderung in Dänemark. Es wird als Zoologischer Garten eingestuft und gehört zu den Attraktionen ...mehr
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Kattegatcenter Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

bjlghs

Kattegatcenter - Freizeit-Aquarium in Grenaa

ein Testbericht von 2005-01-12 09:55:49 vom 12.01.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: spannende Unterhaltung, informativ und ansehnlich gebaut...
Nachteile/Kritik: keines
Kattegatcenter in Grenaa / Dänemark

An der nördlichen Ostseeküste Dänemarks liegt das kleine Städtchen Grenaa mit einem kleinen, aber feinen Fährhafen (Fähren u.a. Richtung Varberg / Schweden) und einer Einrichtung, auf die alle Bewohner der Stadt sehr stolz sind, das interessante, sehr sehenswerte Kattegatcenter.

Anreise
Von Hamburg kommend bewegt man sich auf der Autobahn A7 Richtung Flensburg (dän. Flensborg) und kommt nach dem Grenzübergang auf die dänische Autobahn E45. Diese befährt man über Kolding, Velje, Skanderborg und Århus. Von dort geht es auf die Straße Nr. 15 Richtung Ronde und von dort nach Grenaa. Die dorthin führenden Straßen sind alle exzellent ausgebaut und zügig befahrbar. Seit der Ge-schwindigkeitserhöhung auf den dänischen Autobahnen anno 2004 ist nun auch das Grashalmzählen beim Befahren derselben vorbei, denn nun sind immerhin 130 auf den Autobahnen erlaubt.

Doch Vorsicht, ihr lieben Schnellfahrer. Die Erhöhung der erlaubten Geschwindigkeit auf den Autobahnen hat sicher nicht dazu geführt, dass weniger Kontrollen durchgeführt werden. Und die dänische Polizei ist ziemlich rigoros, wenn es um Temposünder geht (übrigens auch zu den dänischen Geschwindigkeitssündern). Man kann seine Urlaubskasse drastisch verkleinern, wenn man zu sehr gasbetont gefahren ist und erwischt wird. Also immer schön ruhig bleiben und die Geschwindigkeitsbegrenzungen achten.

Zur Geschichte des Kattegattcenters

Die Idee zu dieser Einrichtung soll überwiegend aus dem Kreise der Stadtverantwortlichen und Wirt-schaftskreise der Region gekommen sein. Jedenfalls wurde anno 1991/92 mit dem Bebauen des Geländes direkt neben dem Fährhafen begonnen und am 7. Mai 1993 wurde das Center eröffnet. Das Centergebäude, in maritimem Charakter errichtet, wurde vom Architekturbüro Kjær & Richter in Århus entworfen, und das Bauvorhaben wurde durch die Fa. Monberg & Thorsen verantwortlich durchgeführt.

Die Grundidee zu diesem Center war das Nahebringen von Tieren und Pflanzen des Meeres an die Besucher und die Menschen, die sich die Aquarien anschauen, für die Konsequenzen umweltschädigenden Verhaltens zu sensibilisieren. Und man sollte auch selbst etwas tun können, Kinder und Erwachsene, also wurde ein Erlebnischarakter geschaffen, der die Besucher/Innen mit dem Thema Meer und seine Lebewesen anregen soll.

Status des Kattegatcenters

Die Einrichtung Kattegatcenter ist kein Profitcenter, sondern ein Unternehmen freier Träger, die alle Gewinne, wenn sie denn erwirtschaftet werden, in die Erhaltung und Verbesserung des Gebäudes und der ganzen Anlage steckt. Die Anlage wird durch den dänischen Staat finanziell unterstützt und wird in den Kreis der zoologischen Einrichtungen eingereiht, was die Betreiber der Anlage mit viel Stolz erfüllte, wie in den Informationen zu diesem Center nachzulesen ist.

In den Jahren 2002 und 2003 soll die Einrichtung um die 200.000 Euro jährlich zur Unterhaltung und Betrieb vom Staat bekommen haben. Das liegt wohl auch daran, dass in diesem Center auch wissenschaft-lich geforscht wird und damit zu den förderungswürdigen Einrichtungen des Landes gezählt wird.

Das Kattegatcenter ist 1996/97 noch einmal erweitert worden von anfänglich 3500 qm auf heute rund 6000 qm. Diese zusätzliche Fläche wurde hauptsächlich als weitere Ausstellungsfläche genutzt. Schon von den ersten 3500 qm waren rund 2500 qm reine Ausstellungsfläche für Aquarien, Umwelt- und Science-Ausstellungen genutzt worden.

Was bietet das Kattegatcenter??

Natürlich ganz viele schöne, große und kleine und ganz große Aquarien, in denen sich die Fische und andere Lebewesen des Meeres (nicht nur der angrenzenden Ostsee, aber auch) gut und eindrucksvoll beobachten lassen. Aber den Machern des Centers kommt es nicht nur darauf an, Fische und Pflanzen in mehr oder weniger großen „Glasbehältern“ zu zeigen, sondern sie wollen auch auf die Probleme hinweisen, die unser Umgang mit den Meeren dieses unseres Planeten mit sich bringen und die Konsequenzen unseres Tuns aufzeigen.

Es gibt geschlossene und offene Aquarien, die zum einen Ost- und Nordseefische und Tiere zeigen und auch Fische aus den Tropen, wie Haie und Rochen. Und es werden nicht nur die großen Fische gezeigt, sondern auch ziemlich kleine. Da ist für jeden etwas dabei. Für die meisten Besucher sind natürlich die großen Haie und Rochen die Attraktion des Kattegatcenters.

Die größten Fische sind die etwa 2,5 m langen Sandtigerhaie. Sie fühlen sich wohl in etwa 550.000 Litern tropischem Meereswasser. Ebenfalls im Bassin zu beobachten sind ein australischer Ammenhai, Zitronenhaie, Schwarzspitzen- und Weißspitzen-Riffhaie, Sandbankhaie, atlantische Ammenhaie, und der elegant dahinsegelnde, durchaus gefährliche Stachelrochen, der friedlich mit den Haien zusammenlebt, also auch von diesen Burschen ganz offensichtlich respektiert wird.

Der sogenannte Haitank stellt eine tropische Lagune mit einem Wallriff dar, das aus schönen Korallen gebildet wird und jäh in die Tiefsee abfällt. Es hat zwei Wassertiefen mit Platz für die erwachsene und auch für die kleinen, jungen Haie. Dazu sind eine Menge bunter, farbenprächtiger Fischarten eines Ko-rallenriffs zu bewundern. Für den Fall, dass die großen Haie im Bassin zu aufdringlich werden, können die Jungtiere der Haiarten ins seichtere Wasser ausweichen.

Jeden Tag um 14. Uhr ist die Fütterung der großen Raubfische und dazu steht ein „Fischanimateur“ auf einer kleinen Plattform, die über den Beckenrand hinweg reicht und damals hing er an einer Seilbefestigung, so dass er sich freihändig über das Wasser beugen konnte, um den vorbeischwimmenden Großfischen Futter zukommen zu lassen. Die Haie fraßen ihm zum Teil aus der Hand, aber am spektakulärsten wurde es, wenn der riesige Rochen an der Plattform ganz schräg vorbeisegelte und dem „Fütterer“ ganz vorsichtig das angebotenen Futter aus der Hand nahm.

In einem kleinen Kinoraum konnte man auch noch einen schönen Film über die Haie sehen, falls man den lebenden Genossen mit den großen Zahnreihen nicht so nahe kommen mochte. Haie, Rochen und andere Großfische (ich meine, einen Zackenbarsch zu erinnern) werden in einem riesigen Becken gehalten, dass an seinem Boden von einem Besichtigungstunnel aus Glas durchtrennt wird. Man kann also auf einem Laufband durch einen Glastunnel gehen, der direkt durch dieses Haibecken führt. Da kann man dann die beeindruckend großen Haie ( die größten lagen bei rund 2,5 Metern – waren also so lang wie ein Smart) und die bildschönen Stachelrochen direkt auf sich zuschwimmen sehen und mit Chance auch fototechnisch festhalten, wie nah man den Biestern gekommen ist.

Wer kein Vertrauen zu solchen Glaseinrichtungen hat, sollte diesen Tunnel aber meiden, denn die Haie und Rochen sind in der Tat nur knapp mehr als einen halben Meter von einem entfernt und das sprichwörtliche und kuschelige „Aug in Aug“ findet hier täglich viele Male statt.

Und es gibt ein paar offene Becken, in denen bestimmte Biotope im und am Meer nachgebildet wurden und in denen man das Leben an und in solchen Biotopen hautnah verfolgen kann. In einem dieser offe-nen Becken wurde sogar ein kleiner Wellenschlag erzeugt und realistisch.

Wissenschaftscenter / Umweltcenter

Im Kattegatcenter ist ein Wissenschaftscenter integriert, in dem man unter anderem etwas Ungewöhnliches tun kann, nämlich Mikroskopieren. Kinder können spielend lernen durch viele verschiedene Experimente, die man an Modellen ablaufen lassen kann. Und die aufgebauten Wasserbau-Modelle begeistern sicher nicht nur für die jungen Besucher. Man könnte einen ganzen Tag damit verbringen, alle aufgebauten und angebotenen Wasserspiele- bzw. -experimente auszuprobieren bzw durchzuführen. Zitat eines Prospektes des Kattegatcenters: „Die Verbundenheit mit Meerestieren und Fischen ist in einer sehr eleganten und familiären Weise gelöst worden“.

Eines dieser Experimente legt es darauf an, durch Umstecken von Wasserbarrieren immer wieder neue Wasserläufe, bzw. Abläufe zu schaffen. Da wird der Spieltrieb meist auch der bautechnisch „begabten“ Väter angeregt, die sonst am Strand mehr oder weniger erfolgreich Kanäle bauen, um einfließendes Meerwasser zu leiten, ein- oder umzuleiten.

Im Umweltcenter kann man viele Dinge erfahren, wie der Mensch das Meer nutzt und wie er es „versaut“ (Mülldeponie Meer). Es gibt ganz viele Informationen auf Schautafeln und filmtechnisch, wie der Mensch das Meer als Rohstoffquelle und als Erholungsgebiet nutzt und welche Gefahren bestehen im Umgang mit dem so lebenswichtigen Wasser.

Seehunde

Ab 1999 gab es auch zwei Seehunde im Kattegatcenter zu bewundern, die in einer eigens für sie abgegrenzten Kattegat-Lagune recht freizügig leben können und täglich einmal gefüttert werden. Sie kamen als Heuler (das sind von ihren Müttern verlassene Jungtiere, die in der freien Natur nicht überleben würden – es gibt zum Beispiel an der deutschen Nordsee eigens eine dazu eingerichtete Heuler-Aufzuchtsstation in Friedrichskoog / www.seehundstation-friedrichskoog.de) . Anno 2001 kam der dritte Seehund aus dem Zoo Odense dazu.

Diese Seehunde wurden dressiert und ausgebildet und täglich wird zur Fütterungszeit auch etwas berichtet über das Leben und die Lebensbedingungen der Seehunde im allgemeinen und der drei vor Ort erzählt. Die Vorführungen dessen, was die Seehunde inzwischen gelernt haben, dauern etwa 15 Minuten und finden natürlich im Freien statt. Die Seehunde werden täglich um 12.00 Uhr gefüttert.

Gastronomie

Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Es gibt ein Cafe und ein etwas größeres Restaurant, wo es nicht nur Kaffee und Kuchen und Hamburger und Pommes gibt, sondern auch Fisch in ganz vielen Varianten. Den Hering, den man zuvor in einem Rundaquarium hat im Kreise schwimmen sehen, kann man in mehreren Varianten auch zum Essen bestellen.

Und wer es luftig liebt, kann vor dem Café (heißt Bastionen) auch auf einer Terrasse mit direktem Blick aufs nahe Meer sitzen und seinem café latte schlürfen. Sicher wohl nur im Sommer (wir waren im Juli dort), aber ich denke, die Mehrzahl der Besucher wird ohnehin im Sommer dort aufschlagen.


Das zentrale Gebäude ist zweigeschossig und insbesondere aus dem zweiten Stock hat man einen wun-derschönen Ausblick aufs Meer – aufs gelegentlich wilde Kattegat.

Zeiten und Preise

Das Kattegatcenter in Grenaa ist das ganze Jahr über geöffnet. Die Zeiten und die Tage, an denen das Center geschlossen ist, kann man den angegebenen Infos unter folgender Internet-Adresse entnehmen. (www.kattegatcentret.com/DE) Im Sommer jedenfalls ist es täglich von 10-17 Uhr vom 18. Juni bis 3. Juli geöffnet und vom 4.Juli – 14. August zwischen 9.30 und 18.00 Uhr.

Erwachsene zahlen 100 dänische Kronen (12-13 Euro) für den Tageseintritt und Kinder liegen derzeit bei 55 dänischen Kronen (etwa 6 Euro) für die Tageskarte. Für eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern kommen also schon einmal 36 – 37 Euro für den Eintritt zusammen, was ich angesichts des Angebotes für sehr vertretbar halte.

Wenn dann aber die leiblichen Genüsse dazu kommen, dann kann man sehr schnell auf 70-80 Euro kommen, wenn alle etwas essen und trinken wollen. Also für einen Tagesausflug ein Betrag, den man zuvor schon ins Ferienbudget einplanen sollte.

Fazit:

Wer Aquarien mag, sich für Meereskunde und Umweltproblematiken im Zusammenhang mit den Meeren dieser Welt interessiert, wer Seehunde liebt und gerne Fisch isst, der sollte Grenaa in den Dänemark-Urlaub einplanen. Oder aber so planen, dass man z.B. eine Fähre am späten Nachmittag nimmt und sich, früh eintreffend, zuvor das Kattegatcenter antut. Da fängt ein Schwedenurlaub ganz sicher sehr spannend und spielerisch abenteuerlich an. Ganz klar sehr sehens- und empfehlenswert, ganz klar fünf Sterne.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
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Kommentare
kleinvolli
kleinvolli, 12.01.2005
Hab ich auch eins. Ein kleines fuumlr zu Hause. Aber das wuumlrd mich schon mal reizen. Leider sehr weit weg.
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Informationen zu Kattegatcenter

Technische Daten und Produkteigenschaften
Kattegatcenter ist ein Freizeitaquarium mit staatl. Förderung in Dänemark. Es wird als Zoologischer Garten eingestuft und gehört zu den Attraktionen der Region.
Allgemeine Informationen Kattegatcenter
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