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Platz 1 in der Kategorie "Laesoe". Typ: Stadt / Laesoe ist eine kleine dänische Ostseeinsel vor der Nordost-Küste Dänemarks. Dort herrscht eine einzigartige Natur und Kultur. ...mehr
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Laesoe Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

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Laesoe - dänische Perle der Ostsee

ein Testbericht von 2005-01-25 12:41:11 vom 25.01.2005
Empfehlung: ja
Laesö, die heimliche Perle der dän. Ostseeinseln

Es begann alles mit einer kleinen Nachricht in einer Frauenzeitschrift, in der auf eine kleine, wenig besuchte, dänische Insel hingewiesen wurde.

Kaum gelesen wurden wir neugierig, suchten bei den Häuseranbietern und fanden nur sehr wenige Angebote in den Katalogen. Laesö wurde tatsächlich wenig beachtet.

Wir fanden ein Haus bei Dansummer und fuhren erstmals 1998 im Oktober für eine Woche zum Relaxen nach Laeso.

Zur Anfahrt

Laeso liegt etwa 90 Fährminuten von Fredrikshavn (nördliche Ostseeküste Dänemarks) entfernt. Man muß also nicht nur durch 3/4 Dänemark fahren sondern auch noch 90 Minuten Fähre bewältigen. Ringsherum kann man schon die deutlich kräftigeren Wasserbewegungen des Kattegatt spüren. Mit den üblichen kleinen Ostseewellen wird man der Insel also nicht gerecht. Da kann bei schlechtem Wetter und Sturm schon mal der Bär toben mit Wellen zwischen 1 ½ und 2 Metern.

Zur Insel

Laesö ist eine sehr kleine Insel, die in ihrer Ost-West-Ausdehnung kaum 20 Kilometer erreicht und in der Nord-Südausdehnung darunter liegt. Es gibt nur wenige größere Häuseransammlungen, die den Begriff Ort oder Dorf verdienen. Man kommt mit der Fähre, die nur etwa 40-50 Meter lang ist, in Vesterö Havn an, dem sogenannten Fährhafen von Laeso, gleichzeitig auch einer der drei größeren "Häuserhaufen". Hier gibt es Tankstelle, Supermarkt, zwei, drei Restaurants, von denen allerdings keines mehr im Oktober geöffnet hatte, und eine Jachthafenanlage. Außerdem ist hier das Fremdenverkehrsbüro der Insel und die Vertretung von Dansummer zu finden, wo man die genaue Lage seines Hauses erfahren kann und die Schlüssel bekommt.

Der "Hauptort" der Insel (hier ist die Polizeistation) liegt fast in der Mitte und heißt Byrum. Eben dort, etwa zwei-drei Kilometer Richtung Inselmitte lag unsere kleine Luxushütte (mit Sauna, SAT-TV, Whirlwanne, Waschmaschine und Mikrowelle) mitten in einem dichten Wald. Diese Bewaldung ist eines der markanten Gegebenheiten, die Laesö so wenig dänisch erscheinen läßt. Ich habe nirgendwo in Dänemark soviel Wald auf so kleinen Raum gesehen, wie hier. Auch in Byrum gibt es diverse Läden, Supermarkt, Post, Bank und (wichtig) Fahrradverleih.

Dritter etwas größerer Ort ist der schon fast romantisch anmutende Fischereihafen (Kutteransammlung bester Prägung) Österby, der an der nord/nordöstlichen Küste der Insel liegt. Auch hier kann man im Supermarkt einkaufen, es gibt ein uriges Hafenlokal, in dem es sich vorzüglich rustikal speisen läßt, und der größte Arbeitgeber ist neben der Fischerei selbst eine Verarbeitungsfirma für die dort hauptsächlich gefangenen und angelandeten Krebse, die in Österby direkt verarbeitet und von dort versandt werden. Österby ist eine wirklich romantische Stelle der Insel, denn hier tuckern ständig die noch zahlreichen Fischkutter zum Fangen in den Kattegatt und im hinteren Teil des Hafens liegen ganz viele, wunderschöne Jachten. Insbesondere in der abendlichen Dämmerung bieten die beleuchteten Schiffe Spitzenmotive zum Fotografieren und Filmen.

Die Insel bietet an seinen vier Seiten drei verschiedene Küstenformen. Im Westen und Nord-Westen, also links und rechts von Vesterö Havn und am nordöstlichen Zipfel der Insel gibt es breite und lange Sandstrände, die im Oktober absolut menschenleer sind und man kann hier schon mal den ganzen Tag keine Menschenseele antreffen. Ideal natürlich für Hundebesitzer, die zu dieser Zeit den Vierbeiner ohne räumliche Begrenzung toben lassen können.

Im mittleren Norden ist die Küste steinig und die Salzwiesen und niedrigen Gestrüppe reichen bis an den kurzen Steinstrand. Ein Dorado für die Küstenangler, die bis zur Hüfte im Wasser stehend, dort erfolgreich auf Küstendorsche und Plattfische angeln (hab ich auch probiert, ist trotz Neopren-Watthose ein kühles Unterfangen).

Im Süden und an Teilen der Ostküste der Insel gibt es eine Art Wattküste, die so ganz anders aussieht, als die anderen Abschnitte. Hier haben wir die fürs Schollenangeln notwendigen Wattwürmer ausgegraben. Insbesondere in diese Region verirren sich kaum noch Menschen in dieser Jahreszeit und man kann wirklich Ruhe ohne Ende genießen. An einem Teil der südlichen Küste ist vorgelagert eine breite, teilweise begrünte „Sandbank“, zu der man mit hohen Gummistiefeln bei Ebbe rüberwaten kann. Vorsicht vor Stellen, die knapp über die Gummistiefel reichen (eigene Erfahrung). Das seichte Wasser zwischen Sandbank und Insel ist ein Futter-Paradies für diverse Seevogelarten, Enten sogar Wildgänse, die hier in größerer Zahl zu beobachten sind.

Sehenswürdigkeiten / Besuchsziele

Mitten auf der Insel gibt es einen „Mit-Mach-Bauernhof“, auf dem man zum Beispiel selbst Butter „schütteln“ kann. Zu unserer Zeit (wir sind mittlerweile schon dreimal auf Laesö gewesen und immer im Oktober) wurden dann aus diesen von den wenigen Touris (mit uns immer so fünf bis acht) erschüttelten Buttermengen Plätzchen gebacken in einem draußen stehenden altertümlichen Backofen. Plätzchen-Fans würden gar nicht wieder weg wollen, so gut schmeckten die Dinger. Außerdem kann man sich an einem Dreschschlegel versuchen, um festzustellen, dass selbst das „Verprügeln“ von wehrlosem Stroh Übung verlangt.

Immer im Oktober wird auf der Insel (irgendwo mittendrin auf dem Lande, ist beim Fremdenverkehrsbüro in Vesterö Havn zu erfragen) ein sogenanntes Kartoffelfest gefeiert. Dazu ist irgendwo an einem Kartoffelacker ein größeres Zelt aufgebaut, das dann bis zu 50 Personen aufnehmen kann (soviele kommen kaum zusammen). Man kann seine Kartoffeln selbst ausbuddeln und vor Ort an einem Feuer garen und verspeisen. Das macht insbesondere den Kindern viel Spaß. Die Kartoffeln auf Laesö sind sehr hell, fast weiß, was an der gegebenen Bodenbeschaffenheit (Sand) liegt. Geschmacklich sind sie allerdings nicht schlechter als die vom Festland und der Fetterde. In diesem Zelt konnten wir schon mehrfach Dänen und Touris zusammen lauthals gemeinsam singen hören, sicher keine CD-Qualität, aber sehr witzig.

Der nördliche Teil der Insel ist bis an die Küste heran dicht bewaldet. Es gibt dort mitten im Wald einen Aussichtsturm, von dem aus man den Wald und die nahe Küste sehen kann. Bei gutem Wetter eine sehr schöne Fotostelle. Sogar im Oktober haben wir dort im Wald noch eine kleine Kreuzotter sehen können, was man sicher ohnehin selten genug kann. Pilze gibt es in Hülle und Fülle und wer sich auskennt, hat sicher keine Probleme, zu dieser Zeit seinen Gemüsebedarf annähern täglich zu decken. Wer keine Ahnung hat und sammelt, braucht möglicherweise später keine Fähre mehr. Aber wie heißt es so schön, no risk no fun.

Im Nordosten der Insel zieht sich ein langer, dünner und gekrümmter „Finger“ als schmaler werdender Sandstrich ins Meer. Hier kann man sehr gut vom Ufer aus auf Scholle angeln, ohne ins Wasser zu müssen. Und man trifft höchst selten Leute, die nach der Uhrzeit fragen oder um Feuer bitten können.

Auf der Insel stehen an vielen Stellen die sogenannten Tankdachhäuser. Diese oft sehr alten Häuser wurden in Ermangelung ausreichender Mengen Reisig mit reichlich vorhandenem, getrockneten Seetang gedeckt und im Laufe vieler Jahrzehnte immer wieder mit neuen Lagen Seetang versehen, so dass sich zum Teil meterdicke Tangdächer auf diesen Häusern befinden, die schön sehr urig und imposant wirken.

Im östlichen Teil der Insel liegt die Salzsiederei, in der man heute sehr schön nachvollziehen kann, wie die Menschen früher aus den sehr salzhaltigen Laken der Region Salz gewonnen hat. Laesö-Salz ist hochintensiv und zum Würzen ideal. Wir haben immer ein Kilo mitgebracht für die eigene Küche. Hier wird auch deutlich, warum die Insel früher fast abgeholzt gewesen ist. Zum Salzsieden braucht man viel Feuerholz. Im Mittelalter war die Insel völlig mit dichtem Urwald aus Birken, Kiefer und Eichen bewachsen, die im Laufe weniger Jahrzehnte komplett abgeholzt wurden. Der heutige Wald ist erst im 20. Jahrhundert nachgebaut worden und noch heute findet in einigen Teilen der Insel Nachbau statt.

Alle von mir beschriebenen Regionen der Insel sind sehr gut auch mit dem Fahrrad zu erreichen. Wer kann, sollte also sein Fahrrad mitbringen. Man kann aber auch zum Beispiel in Byrum und insbesondere in Vesterö Havn keine 300 Meter von der Fähre weg bei einen Fahrradverleih mit günstigen Preisen Fahrräder mieten. 2002 kostete in Byrum ein sehr gut und leicht laufendes Fahrrad für einen halben Tag umgerechnet knapp 6 Euro. Eine Fahrradtour durch den Wald an die nördliche Küste zum Beispiel ist ein echtes Naturerlebnis. Und wie schon gesagt, Massentourismus Fehlanzeige, zumindest im Oktober.

Angeln und Fisch

Natürlich kann man an allen Stränden vom Ufer oder im Wasser von der Wathose aus sehr gut = erfolgreich angeln. Ein Boot zu mieten ist im Oktober allerdings sehr schwierig, weil die wenigsten Anbieter dann nicht mehr tätig sind. Andererseits kann man täglich direkt von den einlaufenden Kuttern alle möglichen Fische kaufen. Und in Österby gibt es einen kleinen Hafenladen, in dem sie absolut fangfrische Schollen und Dorsche und Krebse und andere Fischarten bekommen. Natürlich schmecken die selbstgefangenen Schollen am besten.

Wattwürmer für das Brandungsangeln auf Scholle kann man an der Westküste, an der man von Vesterö nach Österby fahrend ohnehin vorbei fährt, sehr schön selbst fangen. Man muß halt nur schnell genug graben und zugreifen, um die verdammt schnellen Würmer zu bekommen.

Interessant ist das Zuschauen bei der Verarbeitung der angelandeten kleinen Krebse im Hafen von Österby, wo man durch die Scheiben der Fabrik zuschauen kann, wie die Krebse über diverse Stationen letztlich versandfertig gemacht werden.

Preise

Im Oktober (und nur das kann ich beurteilen) haben wir für unsere kleine Edelhütte umgerechnet rund 300-330 Euro die Woche bezahlt. Die Fähre kostete für Hin- und Rückfahrt rund 75 Euro für ein Auto mit drei Personen. Die Lebensmittelpreise sind kaum anders als bei uns in Norddeutschland, und wenn man essen gehen will, ist das im üblichen Rahmen dessen, was man auch bei uns in gutbürgerlichen Lokalen berappen muß. Im Internet findet man eine ganze Menge Infos zur Insel. Hier einer der Adressen: http://www.laesoe-feriehus.dk.

Fazit:

Wer Entspannung und Ruhe sucht und dabei vielfältige Natur um sich haben will, wer erfolgreich angeln und Pilze sammeln will, wer Fischkutter mag und wunderschöne Fotomotive sucht, der sollte diese kleine, aber sehr feine Insel im nördlichen Dänemark einmal besuchen. Aber bitte nicht im Oktober, wenn ich dort gastiere.
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Technische Daten und Produkteigenschaften
Laesoe ist eine kleine dänische Ostseeinsel vor der Nordost-Küste Dänemarks. Dort herrscht eine einzigartige Natur und Kultur.
Allgemeine Informationen Laesoe
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