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Narvik
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Platz 1 in der Kategorie "Narvik". Typ: Stadt / Die norwegische Stadt Narvik hat innerhalb der Städte Norwegens eine besondere Position: zweitwichtigster Hafen in Norwegen, historische ...mehr
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Narvik gebraucht & neu

Narvik Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

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Wo Erz und Wasser sich küssen...

ein Testbericht von 2006-04-24 20:27:11 vom 24.04.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: Sehenswerte Stadt mit Geschichte, wunderschöne Umgebung...
Nachteile/Kritik: manch mal laut (Erzanlieferung)
Liebe Yopi-Freunde,

heute möchte ich euch von einer Stadt in Nord-Norwegen berichten, die zwar nicht mein Herz gewonnen oder meine Begeisterung entfacht , aber die mich, von meiner ersten Begegnung an, zutiefst beeindruckt hat.

Einleitung:
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Narvik ist das Zentrum der Region Ofoten, die ihren Namen nach dem inneren Teil des Vestfjords bekommen hat. Dieser war, bevor die Straßen entstanden, die einzige Verbindung der Gebiete nördlich und südlich miteinander.
Das Eisenerz hat die Geschichte dieser Stadt geprägt und sie zu einem Zentrum für abrupte und dramatische Veränderungen werden lassen. 1878 bekam der kleine Ort den Namen „Victoriahavn“, nach dem Besuch des norwegischen Kronprinzenpaares. Seit 1899 heißt das Städtchen „Narvik“. 1902 wurde die Erzbahn – von Schweden kommend – eröffnet.
Immer dann, wenn Veränderungen auf dem Weltmarkt eintraten, neue Erfindungen oder ähnliches gemacht wurden, war plötzlich die Nachfrage nach diesem Metall groß und führte so so oft sprunghaften wirtschaftlichen Veränderungen.

Meine ersten Erfahrungen mit Narvik:
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Als ich das erste mal hier war - ich denke es war Anfang der 70iger Jahre, auf dem Weg zu norwegischen Freunden – war ich zunächst schockiert beim Anblick dieser Stadt. Es gab so gar nichts, was mir diese Stadt hätte ans Herz wachsen lassen können. Zumindest dachte ich das zunächst. Mein Eindruck war, dass ich in einer eintönigen, langweiligen Stadt gelandet sei, geprägt von einem einfallslosem Baustil und einem gigantischen Hafen – genauer gesagt, einer einzigen riesigen Verladeanlage für Erze. Schier endlos scheinende Güterzüge mit weit über 50 Waggons donnerten über die Gleise und wurden unter ohrenbetäubendem Lärm in die Bunker entleert, von denen aus die Schiffe beladen wurden.

Die Menschen hier in Narvik schienen mir besonders ablehnend gegenüber Deutschen zu sein.
Wie ich nun mal so bin, konnte ich diese Erfahrungen so nicht einfach stehen lassen – ich musste den Dingen auf den grund gehen, musste mich mit der Geschichte der Stadt auseinandersetzen. Und dabei stieß ich auf Ereignisse, die mich meine ersten Eindrücke in einem ganz anderen Licht sehen ließ. Meine norwegischen Sprachkenntnisse öffneten mir manche Tür und so auch das Herz einer jungen Norwegerin aus Narvik.
Ich erfuhr,in vielen, oft "nächtelangen" (waren natürlich helle Nächte, im Sommer auf diesen Breitengraden) Gesprächen, dass Narvik bis vor dem 2. Weltkrieg eine schöne Stadt mit den typischen alten norwegischen Holzhäusern war. Alte Bilder, die ich zu sehen bekam, zeigten eine kleine Stadt, die zwar auch damals schon vom Erzhafen geprägt war, aber die trotz allem eine heimelige Atmosphäre zu haben schien.
Doch das Jahr 1940 veränderte alles. Der Überfall der deutschen Wehrmacht traf Norwegen mit zerstörerischer Wucht. Gerade hier in Nordnorwegen ging es „heiß“ her. Narvik, von den deutschen erobert, wurde von norwegischen Kräften in Zusammenarbeit mit britischen und polnischen Truppen für kurze Zeit zurückgewonnen. Dann kamen – auf Grund politischer und militärischer Überlegungen ( die britischen Truppen zogen sich aus Norwegen zurück) – die Deutschen wieder zum Zug. Nach dem Ende des Krieges blieb eine Stadt zurück, die in Schutt und Asche gelegt war. 900 Häuser waren schwer beschädigt oder blieben als Ruinen zurück. Nur wenige der Holzhäuser waren nicht nieder gebrannt. Um dann in den Nachkriegsjahren den benötigten Wohnraum rasch zu schaffen, wurde eine „Zweckarchitektur“ entwickelt, welche die wieder erstehende Stadt Narvik prägte.

In all den Jahren bin ich nun sicherlich gut 10 mal in Narvik zu Besuch gewesen und es hat sich manches verändert.

Narvik heute:
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Heute, nachdem Narvik 1974 mit der Ankenes Kommune zusammengelegt wurde, zählt die Stadt ca. 15 000 Einwohner – für norwegische Verhältnisse schon eine richtige Stadt. Die ökonomische Grundlage der Stadt ist bis heute das verschiffen der Eisenerze aus den Gruben Nord-Schwedens. Die Betreibergesellschaft ist der größte Arbeitgeber in Narvik. Tonnage mäßig ist der Hafen von Narvik der zweitgrößte von Norwegen nach Oslo.
Die E 6 , die direkt am Hafen vorbeiführt, teilt die Stadt in zwei große Bezirke auf:
Oskarsborg auf der Ostseite, mit Geschäftszeilen und Einkaufsmärkten und Frydenlund auf der Westseite. Hier liegen im Wesentlichen die Wohngebiete.

Und die Menschen? --- sie sind offener geworden, die Vergangenheit tritt weiter in den Hintergrund, wenngleich sie nicht vergessen ist - wie auch, bei solchen Ereignissen.


Sehenswürdigkeiten:
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In Frydenlund liegt auch die „Narvik kirke“, eine 1925 gebaute Kirche, die größtenteils unversehrt die Kriegszeit überdauert hat.
In der Nähe des Bahnhofs – auf der Oscarsborgseite, direkt an der E 6 gelegen – findet sich die „fredskapellet“ (Friedenkapelle) die 1957 , direkt neben dem Soldatenfriedhof, erbaut wurde.
Oberhalb der Snorres gata – östlich des Busbahnhofs – kann man mit einer Seilbahn auf das 700 m hohe Fagernesfjell fahren. Dieser Ausflug lohnt sich auf jeden Fall, es ist meiner Meinung nach die größte Attraktion hier in Narvik. Nach etwa 13 Minuten Fahrt mit der Gondelbahn hat man eine einmalige Aussicht über die Fjordlandschaft vor Narvik – ein wirklich überwältigender Anblick und Ausblick. Am Horizont, jenseits des Vestfjords, lassen sich die Umrisse der Lofoten erahnen. Im Sommer fährt die Bahn bis 2 Uhr nachts.(An die Preise kann ich mich leider nicht mehr entsinnen, aber sie waren nicht allzu hoch - schon garnicht wenn man es ins Verhältnis setzt zum gewonnenen Eindruck).
Wer gut zu Fuß ist und das Klettern liebt, kann von hier aus weiter aufsteigen bis auf eine Höhe von über 1200 Metern. Aber hierzu bedarf es schon einer ordentlichen Ausrüstung.

Außerdem findet man – wie fast überall hier an der Küste Nordnorwegens – Felszeichnungen (helleristningene) von Booten oder Tieren , wie etwa hier in Narvik. Auch ein Kriegsmuseum mit interessanten Detailinformationen und Exponaten findet sich in der Nähe der „torghallen“ ( dem zentralen Platz an der E 6, hier steht auch das einzige „Hochhaus“).

Soviel sei abschließend gesagt: ich habe diese Stadt und seine Einwohner schätzen gelernt und komme bis heute immer wieder gerne hier her, auch um alte Bekanntschaften aufzufrischen.
Also liebe Yopi- Freunde, seid herzlich eingeladen dieses Städtchen in Norwegen kennen zu lernen. Es lohnt sich auf „Spurensuche“ zu gehen.

Bis zum nächsten Mal grüßt euch der

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Kommentare
manu63
manu63, 02.05.2006
sh
Baby1
Baby1, 01.11.2006
lg Anita
Striker1981
Striker1981, 26.09.2008
SH und Liebe Grüße vom STRIKER
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Informationen zu Narvik

Technische Daten und Produkteigenschaften
Die norwegische Stadt Narvik hat innerhalb der Städte Norwegens eine besondere Position: zweitwichtigster Hafen in Norwegen, historische Entwicklung der Erzbahn nach Schweden und auch im 2. Weltkrieg eine Stadt mit Historie. Also wirklich lohnenswert.
Allgemeine Informationen Narvik
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