Platz 1 in der Kategorie "Lakselv". Typ: Naturpark / Im Nationalpark Stabbursdalen wird Ihnen der Abwechslungreichtum der norwegishen Natur geboten. ...mehr
Wenn Sie schon mal sooo weit im Norden sind- vielleicht auf dem Weg zum Nordkap- sollten Sie sich unbedingt die Zeit nehmen und einen kleinen Abstecher zu diesem Nationalpark machen.
Lage:
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Der Stabbursdal Nationalpark umfasst ein Gebiet von 98 km2 und wurde bereits 1970 eingerichtet. Er ist der nördlichste Nationalpark in Norwegen und nur noch ca. 130 km vom Nordkap entfernt und liegt in der Gemeinde Porsanger, etwa 15 km nördlich von Lakselv. Im Osten grenzt an den Porsangerfjord und ist über die E 6 gut zu erreichen.
Ziel und Ausstattung:
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Sein Hauptziel ist der Schutz des nördlichsten Kiefernwaldes der Erde. Hier findet man wahre Prachtexemplare von Kiefern in den bizarrsten Formen.
Der Park hat eine reiche Tier-, Pflanzen - und Vogelwelt, von denen viele hier ihre nördlichste Ausbreitung erreichen. Andere wiederum sind typisch arktische Arten, die nur in diesen nördlichen Breiten zu finden sind. Auch kann man viele typische Landschaftsformen der Finnmark wieder finden.
Die Wege sind schmal, Trampelpfaden gleich und nur in bestimmten Bereichen gut markiert.
Direkt an der E6 findet man ein Nationalparkcenter mit einer kleinen Ausstellung. Hier kann man auch wertvolle Informationen und gutes Kartenmaterial erhalten.
Eigene Erfahrungen:
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Nach einem kurzen Stopp bei oben genanntem Nationalparkcenter haben wir uns einige Tage Zeit genommen den Park zu erkunden. Von der E6 führt eine kleine, nicht geteerte, mit Schlaglöchern übersäte Strasse zu einem, am Rande des Parks gelegenen Parkplatz. Ich bin von meinen Fahrten in Skandinavien so einiges gewohnt, aber dieser Weg war so ziemlich top. Wir haben einige Mitteleuropäer beobachtet, die schon nach einem Viertel der Strecke- insgesamt sind es immerhin 7 km Holperstrecke- umgedreht haben. Aber durchhalten lohnt sich!!
Vom Parkplatz aus kann nun die Entdeckungsreise starten. Zunächst sind die Wege mit einem roten Farbstreifen deutlich markiert, doch verliert sich die Farbe nach und nach, so dass es in jedem Fall sinnvoll ist, eine gute Karte und einen Kompass mit dabei zu haben.
Zunächst wirkt die Vegetation fast unwirklich für diese hohen artischen Breiten, denn außerhalb des Parks hat man auf der Anreise schon einige hundert Kilometer in oft kargen Gegenden zurückgelegt, in denen Bäume Mangelware sind und wenn, dann auch nur Birken oder Kiefern auf Gestrüppniveau. Hier aber trifft man auf 500 Jahre alte Bäume, von 12 bis 15 Metern Höhe, die in sanften, lang gestreckten und geschützt liegenden Talmulden zu finden sind. Sie wachsen in den bizarrsten Formen: urtümlich gedreht, zum Teil abgestorben und doch noch lebendig, aufrecht stehend aber auch halb danieder liegend. Der Boden ist mit Blaubeeren, Moosen und anderen kleinen Straucharten bedeckt und die Vegetation erinnert an vielen Stellen an Waldstücke im Süden Norwegens.
Die Landschaft ist äußerst vielfältig: schroffe und sanfte Fjellformationen wechseln sich ab, aber ebenso findet man breite Talverläufe, wie etwa das Tal des Stabburselva, das den ganzen Park durchzieht bevor sich der Fluss in einem breiten Delta in den Porsangerfjord ergießt.. Dann wieder trifft man auf schmale Schluchten, in die kaum ein Lichtstrahl fällt. Auch findet man stille Seen, die in der Mitternachtssonne vor sich hinglitzern und eine Ruhe ausstrahlen, die
nur hin und wieder vom Schnappen der Fische, dem Gesang der Vögel und dem Rauschen des Windes unterbrochen wird.
An anderer Stelle wiederum hört man schon von weitem das Brausen von Wasserfällen, an denen riesige Wassermassen über 15 bis 20 Meter donnernd in die Tiefe stürzen.
Es gibt zwei mehr oder weniger markierte Wegstrecken:
+ eine kürzere Route zum Stabburselv Wasserfall kann man, wenn man stramm und ohne Umwege geht, an einem Tag hin und zurück schaffen
+ und eine weite Route, die durch den gesamten Park in einer Art Rundweg führt, je nach dem in 3 bis 5 Tagen zu bewältigen.
Selbstverständlich kann man auch eine völlig eigene Route aussuchen, was jedoch gute Kenntnisse bei der Orientierung im Gelände erfordert.
Fazit:
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Uns haben die 3 Tage Aufenthalt und Wanderung in diesem Nationalpark sehr gut gefallen. Die beeindruckende Natur, der hohe Einsamkeitsfaktor, die Ruhe und die Faszination der Mitternachtssonne haben uns in ihren Bann geschlagen. Diese 3 Tage hatten einen Erholungswert von über einer Woche für mich.
Sehenswertes:
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Wer an Sehenswertem, sowohl der natur als auch der Kultur, interessiert ist findet hier in der Nähe eine Menge guter Möglichkeiten. Vor allem wenn man nicht so der ganz große Wanderfreak ist.
+ Direkt vor dem Nationalparkcentrum findet sich ein kleiner Rundweg (ca.6 km), der in das Natur- und Vogelschutzgebiet Stabbursnes führt. Er ist gut markiert, leicht zu finden und nicht anstrengend zu gehen. Das Schutzgebiet umfasst praktisch das gesamte Delta und da der Weg etwa 20 m höher liegt als das Meer hat man einen sehr guten Blick über das gesamte Areal. Es gibt vielerlei Seevögel zu beobachten ( Fernglas nicht vergessen) bis hin zum Seeadler.
+ Etwa 20 km weiter nördlich findet sich Trollholmsund, eine wunderbare weiße Kalksteinformation, die nach einer samischen Legende ihren Namen erhalten hat. Der Fußweg ist gut markiert und ist in etwa einer Stunde zu bewältigen. (lohnenswert!!)
- Die deutsche Vergangenheit holt einen unweigerlich immer wieder ein, wenn man sich in der Finnmark aufhält. Bei meinen ersten Besuchen vor knapp 30 Jahren war die Ablehnung, die uns Deutschen zuteil wurde, nach dem was Hitlers Mannen hier angerichtet hatten, deutlich spürbar. Heute ist diese Haltung ganz und gar verschwunden. Trotzdem trifft man aller Orten auf Zeugnisse aus dieser Besatzungszeit. So findet man ca. 30 km südlich von Lakselv bei der Ortschaft Skoganvarre Überreste des größten Feldlazaretts (Lasarettmoen) der deutschen Wehrmacht in Nord-Europa. Das Gelände ist durch einen gekennzeichneten Kulturpfad erschlossen.
Informationsadresse:
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Stabbursnes Naturhus og Museum
Stabbursnes
N- 9700 Lakselv Tel. +47 78464765
Öffnungszeiten: 16.6. bis 8.8. Mo bis Sa 8 bis 21; So 9 bis 20 h
Eintritt Museum: Erwachsene 30.- nkr / Kinder: 10.- nkr / Ermäßigte 25.- nkr
( 8 nkr = ca. 1 Euro)
Hier befindet sich auch das Nationalparkcenter mit allen, meist kostenlosen, Informationen.
Auch werden hier Themenwanderungen mit Führung angeboten z.T. auch speziell für Kinder. Ebenso Angelausflüge und bei Schnee Ausflüge mit Hundeschlitten.
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