Es gibt 2 trifftige Gründe nach Hirtshals zu fahren. Entweder man will nach Norwegen mit der Fähre oder man möchte das Nordseemuseum besichtigen.Wer in Dänemark Urlaub machen möchte ,sollte hier unbedingt einmal vorbeischauen.Doch näheres dazu in meinem Bericht. Hirtshals selbst ist ein kleines Fischerdörfchen mit einem riesigen Hafen , von dem aus man mit der Fähre nach Norwegen kommt. Die Häuser Hirtshals liegen alle dicht am Wasser und es wirkt sehr romantisch. Besonders am Abend, wenn der Hafen beleuchtet ist. Eine Hauptattraktion Hirtshals ist ohne Frage Das "Nordseemuset" über das ich nun einmal genauer schreiben möchte.
Das Nordseemuseum/Ozenarium
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Das Nordseemuseum befindet sich in Hirtshals, der nördlichsten Spitze Dänemarks. Die genaue Anschrift ist Willemoesvej, DK 9850 Hirtshals, Tel. +45 98 94 4444. Die Schirmherrin ist übrigens ihre königliche Hoheit Prinzessin Alexandra. Geöffnet hat das Museum das ganze Jahr über. Vom 15.6. - 15.8. von 10.00 - 20.00 Uhr und vom 16.8. - 14.6. von 10.00 - 17.00 Uhr. Geschlossen hat es vom 9.12. - 25.12. und 31.12. - 01. 01. Das Nordseemuseum ist ein staatlich anerkanntes Spezialmuseum für moderne dänische Fischerei und wie ich schon sagte Europas größtes Aquarium. Im Internet gibt es weitere Informationen unter www.nordseemuseet.dk oder www.jyllands-attraktioner.dk
Was uns am meisten faszinierte ,war das riesige Ozenarium, dass sage und schreibe 4,5 millionen Liter Meerwasser enthält. Wir waren total begeistert von der Fischwelt der Nordsee, die in diesem gigantischen Aquarium gezeigt wurde. Wäre doch was für Dich Anke! Es schwimmen Massen von Makrelen, Heringen und Hornhechte hier herum. Durch die gute Ausleuchtung des Aquariums in dem sonst abgedunkelten Raume, wird der tolle Eindruck noch verstärkt. Vor dem Aquarium befindet sich eine Art von Tribüne aus Treppenstufen, auf denen man Platz nehmen kann ,und so wie wir ,stundenlang entspannend davor sitzen konnten. Man entdeckt alle 2 Min. was Neues. Auch nach einer Stunde wird einem nicht langweilig. Aus einem Lautsprecher wird erzählt, dass man in diesem Aquarium so viele Haie sehen kann, wie sonst nirgends in der Nordsee auf einem Fleck. Man sah sogar 2m lange Grauhaie, die permanent auf Beutesuche sind. Eine weitere Attraktion ist die Fütterung durch einen Taucher. Dies findet jeden Tag um 13.00 Uhr statt, vom 15.6. - 15.8. auch um 17.00 Uhr.
Als wir uns endlich von diesem Aquarium lossagen konnten, machten wir einen Rundgang, wo man noch mehr als 60 kleine und große Spezialaquarien besichtigen kann. Es waren von mikroskopisch kleinen Planktonorganismen bis zu den vorhin schon von mir beschriebenen großen Raubfischen alles zu sehen. Zwischendurch gibt es auch immer wieder Tastbecken. An denen erfreuen sich natürlich hauptsächlich Kinder. Aber auch wir waren erstaunt, wie sich ein Seeigel, ein Seestern oder eine Scholle anfühlt.
Es gibt auch mehrere Ausstellungen, z.B. "Weg des Fisches", vom Fang bis auf den Teller, zu besich-tigen. Auch wird veranschaulicht wie Fische ihre Nahrung finden und wie sie es vermeiden von größeren Artgenossen gefressen zu werden. Das muß man einfach mal gesehen haben mit welchen Tricks die Natur die Fische ausgestattet hat ,um zu überleben.
Robbenanlage
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Eine weitere Attraktion, die sich bei gutem Wetter
bietet, ist die Robbenanlage. Sie befindet sich draußen und eine Treppe führt nach unten, wo man durch große Glasscheiben die Robben auch unter Wasser beobachten kann. Auch hier kann man bei der Fütterung (täglich 11.00 Uhr und 15.00 Uhr) dabei sein. Die Fütterung sollte man sich nicht entgehen lassen, weil die Robben richtig gute akrobatische Tricks drauf haben, um an die leckeren Fische zu gelangen. Der Tierpfleger denkt dabei aber immer auch an die etwas zurückhaltenden Robben und wirft auch ihnen ein paar Fische zu. Man sollte eine halbe Stunde eher am Robbenbecken sein, um sich den besten Platz zu sichern. Später wird es so voll, so das man sich nur mit der 2. Reihe begnügen muß.
In der Robbenausstellung findet man nützliche und überraschende Informationen über die Robben und ihre Verbreitung. Auch wird über die Robben dieses Museums und den heutigen Bestand Dänemarks erzählt. Neben dem Robbenland gibt es ein aehr achönes, aber auch teures Robbencafe. Weiter auf dem Gelände befindet sich noch das Ozeancafe, was wir ansprechender fanden. Aber auch hier sehr teuer. Also immer schön den Preis in Euro umrechnen! ( Wir zahlten für eine Portion Pommes mit 5 Tintenfischringen 34 DKR = 3,50 €) Die Portion Pommes war jedoch so groß, dass auch getrost zwei davon satt geworden wären. Nur ein kleiner Tip von mir am Rande.
Zur Robbenfütterung möchte ich hier noch kurz erwähnen was der Tierpfleger uns noch über die Robben im Robbenarium erzählte. Im Robbengehege gibt es 7 Seehunde und 2 Kegelrobben. In dänischen Gewässern tümmeln sich zur Zeit ca. 12.000 Exemplare. Die Kegelrobbe wird in Dänemark nicht so häufig angetroffen. Jedoch deutet einiges daraufhin, dass sie wieder beginnen, sich hier wieder heimisch zu fühlen.
Kegelrobben
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Die beiden Kegekrobben wurden als Jungtiere im Februar 1999 und 2000 am Strand in der Nähe von Hirtshalts gefunden. Sie sind vermutlich im Herbst an der schottischen Ostküste geboren und im Laufe des Winters über die Nordsee getrieben. Was wir auch nicht wußten, in den ersten Monaten nach der Wurfzeit(um den 1.Juli) findet man gelegentlich am Strand die sogenannten Heuler (Seehundjunge die von ihrer Mutter verlassen wurden). Man soll nie versuchen sich diesen kleinen Heuler zu nähern - höchst wahrscheinlich ist die Mutter nur ganz kurze Zeit weg und wenn das Junge nach "Mensch" riecht, wird sie es nicht wiedererkennen. Wenn das Junge nach einem Tag immer noch alleine ist, sollte man den Falk-Rettungsdienst anrufen. Und jetzt kommt das schockierende, der Rettungsdienst sorgt dafür, dass das junge Seehundbaby eingeschläfert wird!!! Nach unseren Nachfragen wurde uns erklärt, dass es beim Seehund keinem bestandsschützendem Zweck dient, Jungtiere einzufangen und versuchen sie aufzuziehem, um sie später wieder in die Nordsee auszusetzen, da es genügend Seehunde gäbe. Das war schon eine schokierende Aussage, mit der wir so nicht gerechnet hätten. Deshalb ist auch die momentan grassiernde Seehundstaupe kein größeres Problem für den Artenbestand.
Fazit:
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Es gibt jede Menge Erlebnisse für Kinder und Erwachsene. Für Kinder gibt es jede Menge Spielplätze, sowohl drinnen und draußen. Am meisten beeindruckten uns die diversen Wasserspiele, die sich in der Halle am Ausgang befinden. Im Dünenlabyrinth oder dem Sinnestunnel haben so manche Erwachsene Schwierigkeiten mit der Bedienung, aber die Kinder kapieren hier alles sofort und haben sehr viel Spaß dabei. Toll fanden wir auch die Möglichkeit, seinen eigenen Picknickkorb mitbringen zu können ,ist übrigens in Dänemark üblich. Es gibt an jeder Ecke Tische und kleine Häuser, in denen man seine mitgebrachten Sachen, vertilgen kann. Würde mir übrigens auch in Deutschland gefallen. Mitbringen geht hier zwar auch, doch gibt es lang nicht so viele Ruheplätze für die Familie mit Tischen und Stühlen. Ach ja noch was wichtiges. Die sanitären Anlagen waren so sauber als ob sie gerade gebaut wurden und unbenutzt waren. Erstaunlich bei der Menge an Gästen.
Aber auch dafür ist Dänemark ja bekannt.
Ich hoffe ich konnte einen Eindruck von dem Museum vermitteln und vielleicht zu einem Urlaub in Dänemark anregen !