Skigebiet Cortina
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Skigebiet Cortina Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Mr.Beka

Olympischer Flair in traumhafter Kulisse

ein Testbericht von 2002-04-26 16:15:01 vom 26.04.2002
Empfehlung: ja
Es ist nun schon bereits 46 Jahre (26.1.-5.2.1956) her, dass die Olympischen Spiele das Bergdorf in den Dolomiten als Austragungsort auswählte. Und "Ampezzo" hat nichts von seinem Flair verloren. Im Herzen der Dolomiten gelegen hat kein massentouristischer Bau-Gigantismus hat das auf 1224 MüM liegende Bergdorf verschandelt. O.k., Dorf ist ein wenig untertrieben, aber Cortina ist immer noch "überschaubar" geblieben. Tja, dahin hat es nun den Beka samt Familie dieses Jahr verschlagen, und das ganz ungeplant. Aber das ist eine andere Geschichte. Nur so viel, 4 Tage waren wir in Cortina zum Skifahren, einen Tag habe wir zum "Auskundschaften" genutzt. Und was beim Auskundschaften heraus kam, das möchte ich Euch nicht vorenthalten. Doch beginnen werde ich mit der

Anfahrt
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Das leidige Problem. Von wo aus gesehen soll ich die Anfahrt beschreiben. Cortina ist von 3 Seiten zu erreichen. Für alle, die aus dem Süden kommen ist Belluno der Einstieg. Eine weitere Möglichkeit ist über St. Ulrich und die Seiser Alm vorbei an der Sella - Gruppe. Wir haben uns für den schnellsten (?!) Weg entschieden und sind über Brunneck und Toblach vorbei an den drei Zinnen quasi "von hinten" durch eine atemberaubende Kulisse nach Cortina eingefallen .

Vorbereitung
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In Cortina angekommen haben wir dann die Vorbereitungen für die folgenden Skitage getroffen und die nähere Umgebung des Skigebietes erkundet. Da mein Jüngster mit seinen 2 ¾ Jahren unbedingt Skifahren wollte, war natürlich das Erste, was wir suchten, eine Piste, die solchen Anforderungen gerecht wird. Aber der Reihe nach.
Mit seinen 110 Pisten kann man sich auf einer Gesamtlänge von 140 Kilometern austoben. Der höchste Punkt, von dem man mit dem Board (jaja, auch mit Ski) abfahren kann liegt auf 2939 MüM. In Cortina gibt es mehrere Teilskigebiete, die zum Teil miteinander direkt verbunden sind, alle aber auch bequem per kostenlosem Skibus zu erreichen sind. Jedes der einzelnen Gebiete hat seinen besonderen Flair. Im Einzelnen in der Reihenfolge, wie wir die Gebiete vom Auto aus begutachtet und später z.T. befahren haben.

Die einzelnen Gebiete
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Cristallo
Obwohl der Auslauf der "Talabfahrt" sehr leicht aussieht, sind mittelschwere Abfahrten die Regel. Hier findet ihr auch den "Canalone Staunies". Dies ist eine supersteile Abfahrt, beginnend am höchsten per Lift erreichbaren Punkt in Cortina. Auf 2930 MüM führt Sie annähernd 1000 Höhenmeter die Staunies-Scharte hinab und sollte nur von sehr guten Ski/Snowboardern befahren werden.
Das war natürlich mit meinem Jüngsten nicht zu machen und somit schied der Cristallo leider aus.

Faloria
Genau dem Cristallo gegenüber befindet sich Faloria. Es bietet viele schöne Pisten. Leider ist es aus dem Auto nicht einsehbar und somit haben wir vor Ort beschlossen, dass wir doch noch nach einem besseren Platz suche. Im nachhinein betrachtet schade, weil die Schneeverhältnisse oben ziemlich gut waren, da die Pisten alle auf Nordhängen liegen und auch einfache Pisten da gewesen wären. Erreichbar ist da Gebiet über einen Sessellift, der wie das Gebiet gegenüber der Talstation des Cristallo's liegt oder über eine Gondel aus Cortina. Ein Highlight ist ein speziell für Snowboarder präparierter Bereich im Gebiet. Na ja, nächstes mal dann.

Mietres
Da gibt es nicht viel zu sagen, leichte Pisten am Südhang, alles war grün und die Anlagen geschlossen. Auch nächstes Mal ....

Socrepes – Pocol Lacedel
Ist DAS Anfängergebiet. Es liegt am Fuß der Tofana und ist auch mit Diesem über einen Sessellift verbunden. Ihr könnt mir glauben, ich war schon viel unterwegs, aber das waren die besten Verhältnisse, um einem Anfänger das Boarden oder Skifahren beizubringen. Sehr flache Pisten, ewig breit, unendlich viel Platz, Sessellift mit Kupplungstechnik, Kinderspielplatz ... und am Fuß eine schöne große Terrasse zum Ausruhen oder abstellen des Kinderwagens. Der war auch notwendig, wenn unser Jüngster dann nach 3-4 Stunden dann überraschend DOCH müde war. Da konnte er etwas schlafen und einer von uns hat sich gemütlich daneben in die Sonne gelegt. Nach zwei Tagen war er dann soweit, dass wir neue Pisten angehen konnten.

Tofana
War dann für mich und meine beiden anderen Racker das Gebiet der Wahl für die ersten beiden Tage. Super rote und schwarze Abfahrten mit berühmten klingenden Namen Canalone und Vertigine Bianca. Hier befindet sich auch die olympische Abfahrt, auf der heute noch jedes Jahr der Damenweltcup gastiert. Einen kleinen Nachteil gibt es schon, die Sonne verschwindet am Nachmittag schon recht zeitig, aber da sind wir dann einfach zum Entspannen und "Auslüften" ein wenig im Socrepes – Pocol Lacedel gefahren. Nur Sessellifte, sehr angenehm. Am höchsten Punkt kann es ziemlich zugig werden, das heißt nicht vom superwarmen Wetter im unteren Bereich verleiten lassen, sonst werdet ihr oben ganz schön frieren, obwohl es gar nicht so hoch erscheint.

Cinque Torri
Befindet sich ungefähr auf halber Höhe des Falzaarego-Passes. Landschaftlich ein absolutes Highlight wegen der super Aussicht. Cinque Torri, Averau, Tofana di Rozes, Civetta, Marmolata. Beeindruckende Berge mit klingenden Namen, die man so einfach nebenbei mitgeliefert bekommt. Die Pisten sind mittelschwer und sehr gut präpariert, aber der Zielhang bzw. die beiden Zielhänge sind doch etwas zu steil für meinen Jüngsten und so habe wir es nicht in unseren 4 Tagesplan mit einbezogen. Hier beginnt auch die "Skirundfahrt des 1. Weltkriegs.", bei der man diesen geschichtsträchtigen Ort näher betrachten kann. Ich werde nachher nochmals darauf zurückkommen.

Col Gallina
War dann unsere Wahl für den dritten Tag. Meiner Frau hat es mit dem Kleinen gut gefallen. Ich selbst fand es nicht so toll. Die Pisten waren sehr hart oder vereist und da macht es mir mit dem Board nicht so sonderlich viel Spaß. Die Pisten sind eigentlich relativ einfach bis mittel. Ein Sessellift und sonst Schlepplifte, also auch nicht unbedingt erste Wahl. Positiv ist, dass eine fest installierte Zeitmess – Anlage mit einem gesteckten Riesenslalom vorhanden ist, die jeder benützen kann. Eigentlich wäre es für mich und die beiden Großen ziemlich langweilig, wenn das Gebiet nicht mit den Cinque Torri und dem Lagazuoi verbunden wäre.

Lagazuoi
Ein Seilbahn und 2 Abfahrten, das hört sich im ersten Augenblick nicht sonderlich aufregend an. Ist es aber. Zum einen hat man auf dem Gipfel des Kleinen Lagazuoi (2.750 MüM) einen wunderschönen Panoramablick auf nahezu alle umliegenden berühmten Dolomitengipfel. Hat man sich daran sattgesehen, geht es auf zwei zum Teil recht anspruchsvollen Pisten talwärts. Eine davon ist die berühmte Armentarola - Piste. Unterhalb den Fanis - Gipfeln, vorbei an Eiswasserfällen endet sie in Alta Badia. Leider muss man hier ein paar Euro zusätzlich einplanen, denn zurück geht es nur mit dem Taxi. Die andere verläuft auf der Sonnenseite des Lagazuoi. Hier ist ein Highlight die Verteidigungsanlagen aus dem 1. Weltkrieg, die wenige Meter unterhalb des Gipfels in den Berg gebaut sind. Da lohnt es sich, mal anzuhalten und die Bretter abzuschnallen. Mit meinen Jungs bin ich dort die Tunnel "abgekrochen". Anschließend geht es wieder weiter auf mittleren bis steilen Hängen zum Ausgangspunkt der Seilbahn auf dem Falzaarego-Pass auf 2105 MüM.

Ra Valles
war das Ziel unseres letzten Skitages. Hier startet die Gondel mitten in Cortina. Da sich die Liftanlagen (auch hier ausschließlich Sessellifte) zwischen 2200 und 2840 MüM befinden, ist auch der Schnee im April noch sehr gut und wir hatten dort oben einen super Tag. Die Pisten sind ausnahmslos mittelschwer und bestens präpariert, also ein ideales Terrain zum Carven. Den Abschluss habe ich mit meinen beiden Großen dann über die zu Beginn spektakuläre Forcella Rossa gemacht, eine schwarze Piste, die sich durch eine Scharte am Rande des Ra Valles direkt nach Cortina hinabstürzt. Das Ende ist ein gemütliches flaches Abfahren durch (an diesem Tag sonnige) Wälder bis quasi ins Herz nach Cortina.

Sonstiges
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Was mir in jüngster Zeit immer wieder negativ aufstößt, sind die zum Teil astronomischen Preise für Essen und Trinken. Also ich empfehle jedem, seine Verpflegung mitzunehmen, das spart ne Menge Geld und außerdem ist ein Picknick im Schnee was sehr Schönes. Der Liftpreis (wir haben nicht den großen Dolomiti -Skipass genommen) 4 Tage für die ganze Familie betrug 250 EUR, was eigentlich ganz in Ordnung geht. Alles in allem war es ein wunderschöner Urlaub in einem herrlichen Skigebiet.

Zum Schluss noch eine hervorragender Link:
http://www.dolomiti.org

(c) 2002 Beka
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Informationen zu Skigebiet Cortina

 
Allgemeine Informationen Skigebiet Cortina
gelistet seit: 26.09.2003
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Allgemeine Informationen
Kategorie: Sport & Freizeit 
Typ: Skigebiet 
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