Nun sicherlich habe ich länger nichts mehr von mir hören lassen, das hat allerdings damit zu tun, dass ich im Urlaub war, nämlich am Gardasee, wie ihr an meinem nun folgenden Bericht über Torri di benaco feststellen werdet.
Unser Hotel, die Anlage Poiano liegt im Ort Garda, direkt am Gardasee. Wenige Minuten von Garda entfernt befindet sich die Stadt Torri di Benaco, welche wir schon öfters besichtigt haben. Torri di benaco, welches ich, wie die Touris auch, nur noch Torri nenne, liegt auch direkt am See und ist ein typischer Ferienort für diese Gegend, der vielleicht etwas Besonderes bietet.
Der Ort hat wenn man von Garda kommt einen sehr großen Parkplatz zu bieten, der bei schönem Wetter so gut wie immer ausgebucht ist. Das Foto, das ich unten an den Bericht angehängt habe ist auf diesem Parkplatz am Ostersonntag entstanden. Die Parkplätze am Gardasee sind mittlerweile alle kostenpflichtig, was vor ein paar Jahren noch nicht so extrem verbreitet war. Auch der Platz in Torri kostet Geld. Mit 1,5 € / Stunde erwischt man einen mittelteuren Platz, wobei 2 Stunden dann auch schon 2,5 € anstatt 3 € kosten. Ich würde lieber für diesen Platz zahlen, als mein Auto in irgendeine Ecke stelle, denn die Italiener sind in solchen Sachen sehr kleinlich, vor allem wenn es ein Auto mit einem nicht italienischen Kennzeichen ist.
Vom Parkplatz aus kann man eine riesige Stadtmauer sehen, welche einen an eine Burg erinnert. Diese Mauer ist quasi das Erkennungszeichen von Torri, durch welche man gehen muss, wenn man in den Ortskerngelangen möchte. Die Mauer befindet sich direkt am Wasser, so dass man immer den See direkt vor Augen hat. Hinter dieser Stadtmauer befindet sich ein kleines romantisches Hafenbecken, welches von Cafes und Restaurants umgeben ist. Hier findet sich allerdings nicht solch ein Massentourismus wieder, wie es in Garda oder Sirmione der Fall ist, sondern alles ist etwas beschaulicher. Es sind zwar einige Touristen unterwegs, allerdings ist es nicht super voll. Ein wenig sollte man beachten, dass am See selber ein schönes Lüftchen weht und es dort auch schon ein paar Grad kälter sein kann, als auf der anderen Seite der Mauer.
Das Hafenbecken von Torri hat die Form eines „U“ und wenn man an es gelangt, geht man quasi einmal das gesamte U entlang. Am anderen Ende des U´s befindet sich eine künstliche Landzunge, welche mit Bänken und einigen Pflanzen versehen ist, damit man sich dort etwas entspannen kann und den Blick auf den See genießen kann. Bei einem leckeren Eis ist dies auch durchaus möglich.
Restaurants:
Die Restaurants am See selber im Hafenbecken gehören eher zu den typischen Touristenrestaurants, welche oft auch nur von Touris besucht werden. Folgt man der Promenade ein wenig weiter, begegnet man auf der rechten Seite zwei weiteren schönen Restaurants, in denen sich auch das einheimische Publikum wieder findet. Wir saßen in einem Restaurant, dessen Decke mit Blumenbewachsen war, die rosa blühten. Ein wenig windig war es auch hier, aber mit einer dünnen Jacke und einer Sonnenbrille ließ es sich prima
aushalten. Eine Sonnenbrille braucht man am Gardasee auf jeden Fall, da die Lichtintensität im Gegensatz zu Deutschland schon enorm ist.
Die Preise in den Restaurants sind eigentlich alle ziemlich gleich, bis auf die, die direkt am Hafenbecken liegen. Wir haben für eine Lasagne knapp 7 € und für eine Fleischplatte 14 €, sowie für eine Pommes 3 € bezahlt. Die Getränke waren etwas teurer, so musste man für ein Glas Cola (0,3 l soweit ich mich erinnere) 2,5 € bezahlen. Die Restaurants waren allerdings alle gut besucht und hatten viel zu tun.
Nach einem erfolgreichen Mittagessen, sollte man einen kleinen Spaziergang die Promenade entlang in Richtung Norden unternehmen, welche am Ende etwas künstlich geschmückt wirkt, und wird das Bild deutlich, was überall am Gardasee sich verbreitet, nämlich, dass sich eine Mischung aus Beton und Grünpflanzen entwickelt und dazwischen Restaurants, Bars und Cafes entspringen. Die Stadt Torri besitzt wirklich sehr viele Cafes.
Wenn man ein wenig weiter vom See weggeht, gelangt man in zahlreiche Gassen, welche eng sind und in denen sich weitere Eisdielen verstecken. Hier kostet die Kugel Eis im Schnitt 1 €, wie eigentlich in den meisten Eisdielen um den Gardasee. Es gibt auch Dielen, die Mengenrabatt geben, wenn man direkt, wie es ja die meisten machen, 2 oder 3 Kugeln kauft. Das Eis hier ist auf jeden Fall wirklich sehr zu empfehlen.
Hotels:
Hotels gibt es in beinahe jedem Ort am Gardasee in Massen. In der Frühjahrszeit sind diese teilweise belegt, teilweise allerdings auch so gut wie verschlossen. Im Sommer ist es dafür allerdings richtig voll und fast alles ausgebucht. Hier steigen die Temperaturen auch sehr weit an, während sie in den Osterferien meistens in einem Bericht von 16 bis 24 Grad liegen, je nachdem. Die Hotels selber sind unterschiedlicher Qualität und man sollte schon darauf achten, dass man 3 oder 4 Sterne hat. Die Ferienanlage, die wir in Garda besuchten hatte 4 Sterne und erfüllte unsere Wünsche alle. In Torri gibt es auf beiden Seiten der Hauptstraße, die einmal um den See quasi verläuft und alle kleinen Orte durchquert mehrere Hotels. Der Ort selber geht eher in die Länge und nicht in die Breite, weil ein paar Meter vom Ufer entfernt ja direkt steile Berge sind, in welchen sich allerdings trotzdem noch ein paar Hütten befinden. Übrigens sind 60 % des Bodens um den Gardasee im Besitz von Deutschen!
Mein Fazit:
Wer nicht unbedingt den riesigen Trubel am See sucht und jeden Abend Ballermannstimmung sucht, die es eigentlich am See eh nicht gibt, da diese Gegend im Norden zu der reichsten Italiens gehört, ist in Torri genau richtig aufgehoben. Man sollte sich ein Hotel suchen, was zwischen dem See und der Hauptstraße liegt, allerdings nicht zu nah an der Straße selber, da dort enorm viel Verkehr ist, denn es ist die einzige Straße direkt am See selber.