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Hotel Lesna Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Ein guter Stützpunkt für eine Masurenreise
ein Testbericht von Mundi2009-01-13 22:40:33vom 13.01.2009Empfehlung: ja
Vorteile: Preiswert und recht komfortabel...Nachteile/Kritik: Zeitweise Mücken im Hochsommer
Die Masurische Seenplatte mit über 4.000 Seen im Nordosten Polens gelegen, erstreckt sich über die russische Exklave hinweg bis Litauen. Der größte Teil liegt in Polen und gewinnt dank großartiger und weitgehend noch unberührter Landschaft, zunehmend an Bedeutung für den Tourismus, besonders für Freunde des Segel- und Kanusportes. Deshalb wollte ich neben dem Erfahrungsbericht über das Hotel, nebenbei besonders gerne einige Reisetipps, die auf persönlichen Erfahrungen beruhen, für diese Region weitergeben. In meinem Bericht über Polen habe ich versprochen, etwas über Masuren zu schreiben.
Wer nur Infos über dieses Hotel sucht, braucht den Rest dann nicht zu lesen.
Da außerhalb der größeren Städte, wie z.B. Olsztyn (Allenstein), neben Campingplätzen relativ wenige Hotels und Pensionen vorhanden sind, möchte ich den Interessierten ein kleines Hotel vorstellen, das eine vorzügliche Ausgangsbasis für Ausflüge in die Masuren sein dürfte:
Das Hotel Leśna in Szczytno (Ortelsburg).
Das Hotel ***********************
Das Hotel LeÅ›na wurde aus einem 1931 im Stadtwald erbauten Schützenhaus bereits 1938 ausgebaut und neu eingerichtet.
In der heutigen Gestalt funktioniert es seit 1992 unter dem Namen Lesna (sprich: Lechna) und gehört dem deutschen Geschäftsmann Herrn Norbert Zurbrüggen aus Harsewinkel.
===Die Adressen===
Hotel Lesna s.c.
Ul. Ostrołęcka 6
PL 12-100 Szczytno
www.lesna.net.pl
Tel. 0048 89 -6243246
FAX -6246767
E-Mail: lesna3@wp.pl
Die Preise
Je nach Saison zahlt eine Person im Einzelzimmer für Übernachtung und Frühstück zwischen 100 zl (27 €) und 110 zl (30 €); für die Halbpension 130 zl (35 €).
Zu zweit im Doppelzimmer ist es billiger. Hier zahlt eine Person für Übernachtung mit Frühstück zwischen 19 € und 23 €; Halbpension kostet 27 € bis 30 € pro Person.
Für Kinder bis 12 Jahren gibt es 30 % Rabatt. Auch für Gruppen gibt es Ermäßigung.
Kreditkarten werden gerne akzeptiert.
Die Lage
Das Hotel befindet sich am Stadtrand von Szczytno (Ortelsburg) im Wald. (Diese Ortschaft habe ich weiter unten unter "Region, Eindrücke und Ausflugstipps" beschrieben.)
Somit kann die Lage als sehr ruhig bezeichnet werden. Die nächste Haltestelle für den städtischen Busverkehr ist etwa 500 m entfernt. Die Orientierung ist leicht, "man muss an einem Bestattungsunternehmen vorbei gehen" erklärte mir eine Frau vom Ort. Als sie meinen verwunderten Blick sah, fügte sie erklärend hinzu: "nur für alle Fälle". Sie meinte es sicher nur für den Fall, dass ich mich verlaufen sollte.
Die Hotelanlage
Das Hotel ist ganzjährig geöffnet und verfügt über 70 Betten in Einzel- und Doppelzimmern im Hauptgebäude (ohne Fahrstuhl) oder im Bungalowgebäude.
Im Erdgeschoss ist eine kleine Rezeption und ein geräumiges Restaurant mit Bar, Kaminecke und TV. Für Konferenzen und Feiern wird ein Raum für bis zu 70 Personen angeboten.
Tanzen kann man auch in der Kellerbar.
Außenbereich
Das 35.000 qm große Gelände ist umzäumt, auf ihm befinden sich ein kostenloser Parkplatz, ein Kinderspielplatz, das Hotelgebäude und ein flaches Nebengebäude mit Reihenbungalows.
Auf dem Gelände ist auch ein ausgewiesener Feuerplatz mit Sitzgelegenheiten. Dort kann am Lagerfeuer gemütlich und romantisch die Eindrücke aus den Masurischen Wäldern nochmals Revue passieren lassen. Die Bedienung bringt auf Wunsch Getränke.
Service und Personal
Das Personal in der Rezeption ist nett und hilfsbereit. Man spricht auch deutsch und englisch. Deutsche Sprachkenntnisse sind auch beim Hilfspersonal oft vorhanden. Der Wortschatz beschränkt sich aber auf die üblichen Bestell- und Servicevorgänge. Die
Rezeption ist aber nicht weit...
Die Zimmer werden täglich gereinigt und außer dem üblichen Betthupfer (Süßigkeit) auf dem Kopfkissen, stehen täglich auf dem Schreibtisch 2 Flaschen Mineralwasser mit 2 sauberen Gläsern.
Die Zimmer
Die Zimmer sind recht gut ausgestattet. Moderne Doppelbetten mit Nachtschränken und Leselampen, ein Kleiderschrank mit ausreichender Anzahl von Bügeln gehören ebenso zur Einrichtung wie Telefon und Satellitenfernseher.
Ein Schreibtisch mit Schreibmaterial und den bereits erwähnten Getränken runden den guten Eindruck des Zimmers ab.
Das Bad mit einer Dusche und Waschbecken hatte keinen Fön. Für Geräusche sorgte dafür die Zwangsbelüftung mit langer Nachlaufzeit nach Abschalten der Beleuchtung.
Handtücher, die auf dem Boden lagen, wurden sofort gewechselt. Ebenso wurde am gleichen Tag das Quietschen der Badtür behoben.
Für den geforderten Preis konnte man das Zimmer insgesamt als ausgezeichnet bewerten.
Die Gastronomie
Frühstück
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Getränke, wie Tee oder Kaffee werden am Tisch serviert. Milch, Yoghurt und Säfte sind am Frühstücksbüfett vorhanden.
Frische Brötchen und Hörnchen sowie Weiß- und Schwarzbrot bilden die Grundlage für köstliche Wurstsorten, Käse, Eier und selbst gemachte Marmelade.
Abendessen
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Das im Rahmen der Halbpension angebotene Abendessen wurde am Tisch serviert. Es bestand aus köstlichen Suppen mit Spezialitäten der polnischen Küche, einem Fleisch- oder Fischgericht z.B. die Sielawa (Kleine Maräne), und zum Nachtisch Obst oder Eis.
Ein Krug mit (verdünntem) Apfelsaft stand immer auf dem Tisch und wurde kostenlos nachgefüllt.
Biertrinker mussten für ein ½ Literglas mit 5 zÅ‚ (1,35 €) nicht tief in die Tasche greifen. Das Bier stammte aus Tychy, einem bekannten polnischen Bierbrauerort.
Wein war recht teuer und kam aus Frankreich, Spanien, Deutschland und Italien
Zusammenfassung
Nicht nur die günstigen Preise, das schmackhafte Essen, die recht komfortablen Zimmer und guter Service machen dieses Hotel empfehlenswert. Behinderte können im Reihenbungalows wohnen, denn im Hauptgebäude fehlt leider ein Aufzug. Der deutsche Tourist wird freundlich empfangen und genießt neben der Natur auch die schon traditionelle Gastfreundschaft der einheimischen Bevölkerung..
Achtung !!!
Wer nur Infos über das Hotel braucht, sich aber weiter nicht für das Land und seine Bewohner interessiert, kann mit dem Lesen jetzt aufhören.
Ich würde mich trotzdem über Kommentare, Anregungen oder Fragen sehr freuen..
Die Region, Eindrücke und Ausflugstipps:
Nicht alleine wegen der guten Unterkunft und dem schmackhaften Essen kommt man nach Szczytno in das Hotel Leśna.
Gleich nach dem Frühstück schwärmen die Leute aus, wie die Bienen aus dem Bienenstock in die Natur, die gleich vor der Nase beginnt. Am Abend sitzen manche am Lagerfeuer und tauschen ihre Erlebnisse aus.
Stellvertretend für viele, oft namenlose, aber romantische Kostbarkeiten der Landschaft und Ortschaften, möchte ich paar Stützpunkte einer Masurenreise empfehlen:
Szczytno (Ortelsburg)
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Sollte es mal regnen, kann man in die Stadt gehen. Folgendes sollte man wissen:
Die Ortschaft Szczytno (Ortelsburg) mit etwa 25.000 Einwohnern liegt 46 km südöstlich von Olsztyn (Allenstein) an der Nationalstraße 53. In unmittelbarer Nähe liegen der Große und der Kleine Haussee (Domowe). Vermutlich wurde der polnische Name der Ortschaft, Szczytno, in Anlehnung an die lateinische Form von Haussee (sciten) abgeleitet. In der Nähe (ca. 10 km) befindet sich ein Regionalflughafen. Dieser Flughafen ist aktuell nicht im Betrieb. Im Jahr 2005 wurde er kurzzeitig berühmt. Die internationale Presse vermutete, dass die CIA in der Nähe ein Geheimgefängnis ("Black Site") hatte, wo islamische Terroristen gefangen gehalten wurden.
Die Stadt kann man auch leicht mit der Bahn (über Olsztyn) erreichen.
Die Menschen in Szczytno leben vom Flachsanbau und der Arbeit in den Handwerksbetrieben für Fäden, Seide und Stoffe.
In der Ortschaft selbst gibt es Autowerkstätten, Supermärkte, Apotheken und ein Krankenhaus. Auch eine Lehranstalt für Polizeioffiziere befindet sich in Szczytno.
Im Supermarkt "Biedronka" (Marienkäfer) kann man gut und preiswert einkaufen. Im selben Gebäude gibt es eine Boutique, deren Angebote den Damen sowohl vom Preis als auch von der Qualität her, gut gefallen würden.
Besichtigen kann man auch die Ruine des gotischen Ordensschlosses von 1370 oder die barocke Kirche von 1718.
Olsztyn (Allenstein)
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Von Szczytno nicht weit entfernt (45 km) liegt die Hauptstadt der im Nordosten Polens gelegenen Woiwodschaft Ermland-Masuren und Sitz des Erzbistums Ermland. Mit ca. 175.000 Einwohnern ist Olsztyn auch die größte Stadt der Woiwodschaft. Der größte Arbeitgeber in der Stadt ist die französische Reifen-Firma Michelin.
Sehenswert ist der Stadtkern mit der Burg, in der eigenhändige Berechnungen des Astronomen Nikolaus Kopernikus an der Wand geschrieben stehen.
Den Rundgang durch die kleine Altstadt sollte man am Hohen Tor (Wysoka Brama) beginnen.
Der Kern wurde nach dem Krieg restauriert oder rekonstruiert. Einige Häuser sind sogar im Originalzustand. Ausruhen kann man sich Richtung des kleinen Flusses Alle (ÅÂÂÂyna) in einem der zahlreichen Kaffeehäusern.
Swięta Lipka (Heiligelinde)
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Heiligenlinde mit dem Jesuitenkloster, der Kirche und dem Mariensanktuarium ist der älteste Wallfahrtsort in Ermland und Masuren. Er liegt ca. 15 km von der Kreisstadt KÄ™trzyn (Rastenburg) mit seiner "Wolfsschanze" entfernt. Von Szczytno mit dem Auto nach KÄ™trzyn braucht man ca. 1,5 Stunden
Da die Kirche weitgehend vom Krieg verschont blieb, ist der ganze Gebäudekomplex als "Perle des Barocks" nicht nur als Wallfahrtsort, sondern auch Anziehungspunkt für Kunstliebhaber geworden. Die herrliche barocke Architektur des 17. Jahrhunderts, die Malerei, die Bildhauerkunst, das Kunstschmiedehandwerk und die herrliche Orgelmusik, der ich lauschen durfte, ist ein geistiges und ein ästhetisches Erlebnis.
Diesen Ort würde ich jedem Masurentouristen dringend empfehlen.
Wolfsschanze (Rastenburg)
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We nn man schon die 1,5 Stunden nach Swięta Lipka (Heiligelinde) gefahren ist, lohnt der Abstecher zu Hitlers "Wolfsschanze" (poln. "Wilczy szaniec").
Unter dem Decknamen "Chemische Werke Askania" wurde ab Ende 1940 tief im Wald, zwischen Seen und Sümpfen und unter strengster Geheimhaltung Hitlers Befehlstelle (Führerhauptquartier) erbaut. Bis 1944 entstand so ein 2,5 qkm großes Objekt, bestehend aus 80 Gebäuden, davon 8 schwersten Luftschutzbunkern mit 5-8m dicken (!!) Betonwänden, vielen Betonhäusern mit stählernen Fensterläden und einigen Holzbaracken.
Die Anlage war von Minenfeldern umgeben. Die Zahl der Minen wird auf fast 60.000 geschätzt. Obwohl die Minen bereits 1955 geräumt wurden, gab es noch Jahre später Opfer unter der Zivilbevölkerung beim Begehen dieser Zone. Noch heute ist es verboten, die nächste Umgebung abseits der markierten Wege zu betreten.
Diese Gegend wurde nicht nur wegen der abgelegenen Lage und den Naturhindernissen gewählt, sondern auch wegen der Nähe der Front beim damals bereits beschlossenen Überfall auf die Sowjetunion. Hitler hielt sich dort mit Unterbrechungen zwischen dem 24. Juni 1941 und dem 20 November 1944 auf. Der Weltöffentlichkeit wurde dieser Ort bekannt durch Verfilmung des missglückten Attentats auf Hitler, das am 20. Juli 1944 durch Claus Schenk Graf von Stauffenberg verübt wurde.
Am 24. Januar 1945 kurz vor Einmarsch der Roten Armee sprengten deutsche Pioniere alle Objekte in die Luft. Allein für die Sprengung eines (!) Schwerbunkers wurden 8 Tonnen Sprengstoff gebraucht. Trotzdem sind die Bunker immer noch in Teilen erhalten geblieben.
Seit 1959 ist die Wolfsschanze ein Freilichtmuseum mit einem Parkplatz. Für 5 € bekommt man einen Plan und kann die Anlage besichtigen. Es gibt auch Führungen in deutscher Sprache.
Tagsüber, wenn die Mückenplage ausbleibt, bekommt man einen Eindruck einer noch heute düsteren Atmosphäre dieses Platzes. Dichte Bäume, künstliche Bäume mit Blättern aus Bakelit, Tarnnetze und Mörtel aus Zement vermischt mit Seegras, Holzspänen und grüner Farbe, sind zum Teil noch erhalten. Gedenktafeln mit Bilddokumenten und viele Hinweise erleichtern den Besuchern die Orientierung.
Ein Masurenreisender, der sich für die jüngste Geschichte interessiert, sollte diese Stätte besuchen. Trotzdem ist man froh, auf dem Parkplatz wieder in der Sonne zu stehen.
Krutynia
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Kanusportl ern kann ich wärmstens die Krutynia-Route empfehlen. (KrutyÅ„ dt. Crutinnen)
Die Krutynia-Route gehört zu den schönsten und bekanntesten Paddeltouren in Europa. Man kann sie im Kanu an 2 Tagen abfahren, jedoch werden 6 Tage für weniger sportliche Touristen empfohlen. Sie führt durch mehrere Seen, die durch natürliche Kanäle verbunden sind und im Fluss, der der Route ihren Namen gab. Der Fluss mit seiner leichten Strömung führt durch die typischen Masurischen Landschaften vorbei an Wassermühlen, einem Kloster, durch dichte Wälder, Naturschutzgebiete und Reservate. Hier werden an mehreren Anlegestellen Tagestouren angeboten. Man stellt das Auto auf dem bewachten Parkplatz ab, mietet ein Kanu oder einen Kajak und wird am Endpunkt erwartet und mit einem Kleinbus zum Ausgangspunkt zurückgebracht.
Beispiele:
Zgon-Krutyń (12,5 km, ca. 3- 4 Stunden) am Mokre-See mit vielen kleinen Inseln hin zum Krutyńkie-See an 3 Reservaten vorbei.
Kosten: 30 zÅ‚‚ (8 €) Kajak, 50zÅ‚‚ (14 €) 4-Personen-Kanu. Im Preis sind inbegriffen der Rücktransport und der bewachte Parkplatz an der Ausleihestation.
Oder für ganz sportliche Leute:
KrutyÅ„- Nowy Most''' (19,5 km, ca 6 Stunden); Preise entsprechend 40 zÅ‚‚ (11 €) Kajak, 65 zÅ‚‚ (18 €) Kanu.
Dabei sollte man beachten, dass diese Angebote für die Sommermonate gelten.
Info: www.splywy.pl
Außerhalb der Saison ist man auf eigenes Equipment angewiesen oder improvisiert vor Ort. Deutsche Sprachkenntnisse sind vorhanden.
Forsthaus Piersławek (Kleinort)
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Der Geburtsort von dem deutschen Schriftsteller Ernst Wiechert wurde als Museum eingerichtet. Der bekannte Schriftsteller wird von den Polen wegen seiner toleranten Haltung seiner Familie gegenüber der polnischen Bevölkerung vor dem Krieg und des Widerstandes gegen die Nazi sehr verehrt. Im Gebäude gibt es Manuskripte des Schriftstellers und sehr interessante Bilder und Dokumente der Zeitgeschichte.
Mikołajki (Nikolaiken)
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Die etwa 4.000 Einwohner zählende Ortschaft liegt an einem zentralen Punkt der Großen Masurischen Seen, an dem sich die Wasserwege kreuzen. Mit dem Auto erreicht man aus Szczytno (Hotel) MikoÅ‚ajki in etwa einer Stunde. Hier legen die Schiffe der Weißen Flotte nach Süden in Richtung Ruciane-Nida, sowie nach Norden in Richtung Giżycko (Lötzen) und Wegorzewo (Angerburg) ab. Der Ort MikoÅ‚ajki wird besonders von Seglern besucht. Davon zeugen Hunderte von Segelbooten an den Anlegestellen.
Aber auch Wanderer und Radtouristen schätzen die Lage am Knotenpunkt vieler Wanderwege. In der Nähe von MikoÅ‚ajki, im Reservat mit dem Åuknajno-See (710 ha) lebt die größte polnische Höckerschwankolonie, die aus 1000 Paaren besteht. Dieser Ort wurde 1977 auf die Weltliste der Biosphärenreservate der UNESCO und 1978 auf die Liste der internationalen Reservate der Ramsar-Konvention gesetzt, die die wertvollsten von Sumpfvögeln bewohnten Gebiete schützt.
Das örtliche Gymnasium trägt den Namen "Marion Gräfin Dönhoff". In Polen wird sie sehr verehrt. Gräfin Dönhoff floh 1945 im Krieg auf ihrem Pferd vor der russischen Front nach Westdeutschland. Sie arbeitete als Journalistin und Schriftstellerin. In ihren Werken setzte sie sich, trotz des Verlustes ihrer Heimat, für Völkerverständigung ein.
Am Stadtrand gibt es jetzt ein großes Hotel (Gołąbieski).. Es bietet neben Wassersport mit eigener Anlegestelle auch Reiten und sogar eine Eishalle. Allerdings ist die Übernachtung mit Frühstück für 81 € für örtliche Verhältnisse und dem Durchschnittseinkommen der Polen nicht gerade billig. Mir persönlich hat dieser Riesenklotz inmitten der Natur nicht besonders gut gefallen. Aber ich war auch nicht drin.... ..
Die Störche
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Von 100.000 europäischen Weißstörchen leben 30.000 in Polen, davon fast 7.000 im ehemaligen Ostpreußen. Auf den Dörfern gibt es praktisch kein Haus ohne Storchennest. Die Wiesen sind voll von spazierenden Gruppen der Jungvögel. Ein fliegender Storch soll Glück bringen. Ich sah viele fliegenden Störche und hatte Glück, denn eine Woche vor dem schweren Tornado, der unerwartet über die Seen um Mikolajki hereinbrach, diese herrliche Gegend in Richtung Heimat verlassen zu haben.
Die Bewohner von Masuren
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Na ch dem Krieg durften etwa 80.000 Einheimische, die polnischer Abstammung waren im Lande bleiben. Sie fühlten sich aber auch nicht als Polen, obwohl sie polnische Sprachkenntnisse hatten. Viele wanderten ab 1956 nach Deutschland aus, es blieben geschätzte 10.000 im Land. Hinzu kamen Aussiedler aus den polnischen Ostgebieten.
Auch früher war die Bevölkerung eine Mischung, wo neben Deutschen pruzzische, polnische und russische Elemente beheimatet waren. Heute ziehen wieder Deutsche in das frühere Ostpreußen. Sie kaufen sich ein Gestüt oder eine Pension und leben friedlich mit Alt- und Neubewohnern zusammen.
Menschen in diesem Gebiet, die unmittelbar oder indirekt mit Fremdenverkehr zu tun haben, verfügen über ausreichende Deutschkenntnisse. Allerdings wird zunehmend Englisch dominierend. Da das Niveau der Schulbildung in Polen recht hoch ist, findet man auch überall Leute mit Fremdsprachenkenntnissen. Auf einem abgelegenen Bauernhof kann es mal anders sein.
Fragt man die Leute nach ihrem Heimatgefühl, so antworten viele: "ich bin kein Deutscher, kein Pole, kein Russe".
"Ich bin ein Masure!"
Fazit
Wo kann man sonst noch in Europa beim Pilzesammeln im Wald stundenlang auf keinen Menschen treffen? Wo gibt es noch Wege, wo der Radfahrer nicht von Autos gescheucht wird?
Wer einmal in absoluter Einsamkeit durch die Seenlandschaft gepaddelt, gewandert, gesegelt oder auch Rad gefahren ist, am Schwanensee Åuknajno den Sonnenaufgang erlebt hat, oder auf einer kleinen Insel, am Lagerfeuer unter klarem Sternenhimmel leise Lieder gesungen hat, der wird Masuren nicht vergessen und sicher wiederkommen.
Bilder
1. Krutynia - Traum für Kanufahrer
2. Paradies für Radfahrer
3. Reihenbungalows des Hotels
4. Außenanlage des Hotels mit Grill- Lagerfeuerplatz
5. Yachten in Mikołajki
6. Zwischen den Seen
7. Heiligelinde
8. Innenhof Heiligelinde
9. Junge Künstlerinnen bei Restaurationsarbeiten
10. Krutynia - Natur pur
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Düsseldorf, 23.02.2009
hallu mundi, habe gesehn du hast bei mir gelesen : ich bei dir nun auch !
Lisolotto, 13.01.2009
wunderbar beschrieben,ich brauch gar nicht hinfahren,ich weiss durch diesen Bericht genau ,wies dort aussieht und beschaffen ist,ganz einfach romantisch und faszinierend beschrieben,danke dafür,wie immer ,mir fehlen die Worte,wunderschön
AnnaH, 06.11.2009
Paradisisch. Du kennst die schönsten Orte.
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Informationen zu Hotel Lesna
Technische Daten und ProdukteigenschaftenDas Hotel wurde in Oltenburg (heute Szczytno) - Masuren aus einem 1931 im Stadtwald erbauten Schützenhaus bereits 1938 ausgebaut und neu eingerichtet.
Allgemeine Informationen Hotel Lesna
gelistet seit: 12.01.2009
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