puntalunga.de Camping Punta Lunga (Gargano) Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Wer hat die Klobrille mitgenommen?
ein Testbericht von dottigross_juliaa2005-08-04 19:04:08vom 04.08.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Wunderschöne, bewaldeter Platz | Sehr gutes Restaurant | Nähe Vieste (3 km)...Nachteile/Kritik: Toiletten ohne "Brille" | Salzwasserduschen
Im Frühsommer 2005 verbrachten wir unseren Urlaub in Gargano in der italienischen Provinz Apulien. Im Vorfeld hatte ich sowohl im Internet als auch im Campingführer nach einem passenden Campingplatz gesucht. Folgende Auswahlkriterien mussten berücksichtigt werden:
- gute bis sehr gute sanitäre Anlagen
- Nähe zu einem Ort, in dem man abends ein wenig flanieren kann
- nicht zu teuer
Diese drei Punkte waren mir wichtig, weshalb ich mich nach längerer Suche für den Campingplatz "Punta Lunga" bei Vieste entschied.
| Anfahrt/Lage
Kommt man von Deutschland, durchquert man zuerst Österreich, um hinter Bozen (Italien) auf der A22 am Gardasee und Verona vorbei zu fahren. Auf der A22/E45 passiert man Modena um anschließend auf die A1/E35 Richtung Süd-Osten durch das Autobahn-Wirrwarr von Bologna auf die A14/E55 zu fahren. An den bekannten Badeorten Rimini und Riccione vorbei erreicht man das Meer, welches man auf den nächsten Kilometern immer im Blickfeld haben wird. Ancona, San Benedetto und Pescara sieht man auf den Straßenschildern stehen, bis man in Lesina die Autobahn verlässt.
Hat man Gargano erreicht, gibt es mehrere Möglichkeiten, bis nach Vieste vorzudringen. Da alle Straßen zum Schluss sehr kurvenreich sind, ist es eigentlich egal, für welche man sich entscheidet. Wir hielten uns an die Beschilderung, die uns am Lago di Lesina und Rodi vorbei nach Pescicci und schließlich über die Uferstraße nach Vieste lotste. Für Wohnwagengespanne mögen die letzten 20-30 km ein Abenteuer sein, das man möglichst nicht nachts bestehen sollte. Doch tagsüber hat vor allem der Beifahrer einen herrlichen Ausblick über die Küste und das azurblaue Meer.
Wer es versäumt hat - oder wem es zu teuer war -, auf der Autobahn zu tanken, wird auf dem letzten Streckenabschnitt eventuell Probleme bekommen. Die wenigen Tankstellen sind meist unbesetzt und wer keine passenden Geldscheine dabei hat, wird vom Automaten nicht bedient. Aber auch trotz passendem Kleingeld kann es vorkommen, dass der Tankautomat defekt ist und weder Rückgeld noch Sprit ausgibt. Ich spreche aus eigener, ärgerlicher Erfahrung...
Camping "Punta Lunga" liegt direkt am Meer, ca. 3 km von Vieste-Stadt entfernt. Eine Uferstraße führt geradewegs zum Ort, die man als Fußgänger allerdings sehr ungern benützt. Hier rasen die Italiener in rekordverdächtigem Tempo vorbei und man kann sich manchmal nur durch einen beherzten Sprung in den müllbeladenen Wiesenstreifen retten.
| Landschaftliche Lage/Stellplätze
Wie bereits erwähnt, liegt der Campingplatz am Meer und besitzt somit auch einen eigenen Strand, der von zwei Felszungen eingerahmt wird, die ins Meer hinaus ragen. Heller, feiner Sand lädt zum Sonnenbaden ein. Man kann sich Liegestühle und Sonnenschirme ausleihen, die in einem separaten Bereich aufgestellt sind. Der Strandbereich ist sehr sauber - es stehen genügend Mülleimer zur Verfügung. Das Wasser ist ebenfalls sehr sauber und man kann bis auf den Grund schauen. Ich habe ein paar Schnorchler gesehen, die am Felsen entlang schwammen. Ich bezweifle jedoch, dass sie etwas - außer ein paar Krebsen und Seeigeln - entdeckten.
Da der Campingplatz am Hang liegt, sind die Stellflächen terrassenförmig angelegt. Unten am Strand gibt es eine größere, ovale und recht sandige Fläche, auf denen sich die Urlauber sehr gerne nieder lassen. Wir bevorzugten jedoch einen
Stellplatz am Hang, auf einen der Terrassen. Dort war es nicht so sandig und das Meer rauschte nachts nicht so laut. Manche mögen das vielleicht romantisch finden - mir waren die Wellen, die sich an den Felsen brachen, zu laut. Außerdem waren wir dort oben (außerhalb der Saison) fast für uns allein. Wir hatten die ganze Reihe für uns und kein Nachbar störte diese Idylle. Auch die obere Dusch-/Waschanlage wurde nur von uns benützt, was sehr angenehm war.
Der komplette Campingplatz ist bewaldet, so dass die meisten Stellflächen schön schattig sind. In den Bäumen leben wilde Tauben, deren lautes und durchdringendes "uhuuuuu" teilweise sehr nervend ist. Kot haben wir glücklicherweise kaum auf dem Wohnwagendach gehabt.
Nachts wird der Campingplatz ausreichend beleuchtet. Nur an manchen Stellen, an denen hohe Büsche die Sicht versperren, kann es etwas dunkler sein. So wunderte ich mich z.B. wie die Zelter gegenüber des Surf-Centers bei Nacht "nach Hause" fanden. Ich konnte die Stufen der Steintreppen nach 22 Uhr nicht mehr erkennen.
Die Zufahrtswege zu den Stellplätzen sind ziemlich eng. Deshalb empfiehlt es sich wirklich, bei der Ankunft den Campingservice in Anspruch zu nehmen, und sich mit dem Golfwagen einmal über den Platz, bzw. zum ausgesuchten Stellplatz fahren zu lassen. Auf dieser "Spazierfahrt" sollte man dann auf mögliche Hindernisse achten, so dass man problemlos zu seinem Stellplatz gelangen kann.
Die Stellplatzgrößen sind ziemlich unterschiedlich und man kann keinen einzigen als "großzügig" bezeichnen. Schon mit mittelgroßen Wohnwagen/-mobilen muss man um Hecken, Bäume oder Pfosten herum rangieren und bei vollbesetztem Platz (Juli/August) wird dies zu einem noch größeren Problem. Mit unserem kurzen Wohnwagen müssen wir uns selten Sorgen machen, aber auch wir suchten etwas länger, bis wir einen passenden Stellplatz gefunden hatten. Da wir ein Vorzelt aufbauen wollten, musste die Stellfläche ausreichend tief sein. In der Reihe über uns konnten zum Beispiel nur lange Wohnmobile ohne Vorzelt stehen, da sie sonst bis auf den Fahrweg hinaus gereicht hätten. Die übernächste Reihe konnte nur von Zeltern bewohnt werden, da der Anfahrtsweg gänzlich fehlte. Mit unserem riesengroßen Hauszelt, mit dem wir vor ein paar Jahren noch in den Urlaub fuhren, hätten wir dort jedoch keinen geeigneten (ebenen) Platz gefunden.
Der Pkw muss übrigens außerhalb des eigenen Stellplatzes abgestellt werden. Dafür gibt es vier separate Parkplätze - der größte befindet sich außerhalb des Campinggeländes, vor dem Eingang. Das richtige Abstellen des Autos wird scharf überwacht und sogar mit Platzverweis bestraft. Die Parkflächen innerhalb des Campingarenals sind jedoch sehr schmal und wir machten uns immer Sorgen, dass das Auto Schaden erleidet. Doch außerhalb des Campingplatzes wollten wir unser "heilig's Blechle" auch nicht stehen lassen.
| Sanitäre Anlagen
Es gibt eine Hauptanlage im sogenannten "Campingdorf". Diese scheint jüngeren Baujahrs zu sein, denn dort gibt es sowohl in der Waschanlage als auch bei den Geschirrspülbecken (lau-)warmes Wasser. In unserer sanitären Anlage - im oberen Bereich - gab es dies leider nicht. So hätten wir zum Spülen immer Wasser warm machen müssen. Das war uns zu umständlich und wir liefen deshalb lieber zur Hauptanlage, was auch nicht viel weiter war.
Ich möchte jetzt hauptsächlich von unserer sanitären Anlage berichten, denn in dieser gingen wir täglich ein und aus, so dass ich damit eigene Erfahrungen machen konnte. Es gibt dort ca. zwölf Duschen, die während unseres Aufenthalts teilweise abgesperrt waren. Da der Campingplatz nur zu einem Viertel belegt war, wollten die Campingplatzbetreiber nicht alle Duschen putzen lassen, so dass einige Kabinen der Öffentlichkeit verschlossen blieben. Das gleiche geschah mit den Toiletten. Es wurden in diesem Gebäude nur drei Steh- und zwei Sitztoiletten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ich fand das in Ordnung.
Die Duschen sind recht geräumig - nur der Eingang ist etwas beengt. Die schmale Tür führt in einen winzigen Vorraum, der mit einem Mauervorsprung vom Duschraum abgegrenzt ist. Dort kann man seine Kleidung an drei Haken aufhängen oder auf einem kleinen Plastikschemel ablegen. Der Duschkopf gab nur spärlich Wasser ab und ich ärgerte mich teilweise über den dünnen Rinnsal. Aber noch ärgerlicher fand ich das verdünnte Salzwasser, das aus der Dusche kam. Ich kann natürlich verstehen, dass ein Land die Süßwasservorräte rationalisiert, wenn es unter Wasserarmut leidet. Aber kann man das nicht anders lösen? Vielleicht könnte man separate Süßwasserduschen einrichten, für die man extra zahlen muss. Oder man installiert in den Duschen eine Sperre, durch die nur eine gewissen Menge - z.B. 15 Liter - Süßwasser fließen kann. Solche Vorrichtungen gibt es ja auch bei Warmwasserduschen, die mit Getons oder Münzen betrieben werden. Ich würde gerne mehr bezahlen, wenn ich dann ab und zu (nicht jeden Tag) mit salzfreiem Wasser duschen könnte.
Im Waschhaus gibt es 10 Waschbecken (davon zwei niedrige für Kinder) mit großzügiger Ablagefläche, die aber meistens nass war, so dass man sein Handtuch oder den Kosmetikkoffer dort nicht hinlegen konnte. Während unseres Aufenthalts flogen immer wieder dicke Käfer gegen die Beleuchtung über den Spiegeln und stürzten ab. So war es jeden Abend spannend, wieviele von diesen Krabbeltierchen wieder in den Becken gelandet waren und wir schlossen teilweise Wetten ab.
Gleich gegenüber der Waschmöglichkeit gibt es acht Toiletten, wobei nur zwei mit einer Kloschüssel ausgestattet sind. Alle anderen sind sogenannte Stehklos. In Italien ist das üblich und ich habe es aufgegeben, mich darüber zu wundern. Doch dass diese zwei Toilettenschüsseln keine Klobrillen besaßen, fand ich dann doch ärgerlich. Mein Freund fluchte jedes Mal, als er von seiner "Sitzung" zurück kam. Deshalb gibt es einen dicken Punktabzug.
Die sanitären Anlagen wurden zweimal am Tag "geputzt". Naja, an der Gründlichkeit haperte es allerdings. Der Putzmann ging einmal mit einem Schlauch durch, zog das Wasser mit einer Gummilippe vom Fußboden ab und das war's dann auch schon. Die Spiegel wurden nicht nachpoliert, die Klo-"Brillen" nicht trocken gewischt und die Ablagen blieben auch nass. In einer der Damentoiletten lag eine ganze Woche lang ein leere Klopapierrolle auf dem Boden - schon völlig aufgeweicht.
| Waschmaschinen
Im Hauptgebäude gibt es Waschmaschinen für die man Getons benötigt. Diese bekommt man an der Rezeption. Wieviel ein Waschgang kostet, kann ich leider nicht sagen, denn ich musste während unseres Urlaubs keine Kleidung waschen.
| Mobilheime/Mietwohnwagen
Da wir einen eigenen Wohnwagen besitzen, kann ich über die Mobilheime und Mietwohnwagen nur begrenzt Auskunft geben. Ich habe Wohnwagen von der österreichischen Firma Gebetsroither stehen sehen, die aber ziemlich abseits im oberen Campingbereich untergebracht sind. Außerdem gibt es campingeigene Bungalows, sogenannte "Banga" die eher wie U-Boote aussehen und auf mich einen sehr beengten und ungemütlichen Eindruck gemacht haben. Diese Bangas würde ich niemals mieten. Da sehen die Mobilheime namens "Casa mobile" wesentlich einladender aus. Auch diese mietbaren Unterkünfte liegen eher im oberen Bereich des Campingplatzes - ziemlich weit vom Meer entfernt.
| Lebensmittellladen
Im sog. "Camping-Dorf" gibt es ein sehr gut bestücktes Geschäft. Es ist nicht sehr groß, weshalb ich es als "kleines Raumwunder" bezeichnen möchte. Neben frischer Wurst, Käse und frischen Backwaren (außer sonntags) gibt es Oliven, Olivenöl und Wein aus der Region. Letzterer kann man sich in seine eigene Pfandflasche abzapfen und schmeckt sehr lecker. Natürlich gibt es auch abgepackte Waren, Milchprodukte und Getränke sowie Süßigkeiten und Zeitungen. Die "Bild" ist aber leider immer vom Vortag, so dass wir über das spektakuläre Formel 1-Rennen in Indianapolis leider erst viel zu spät "aufgeklärt" wurden. Der gut sortierte Laden bietet auch diverse Toilettenartikel, Strandutensilien wie Badeschuhe, Luftmatratzen, Bocciakugeln etc. an. Gleich daneben gibt es ein separates Obst- und Gemüsegeschäft, dessen Ware von unterschiedlicher Qualität ist.
Die Preise in den Campingläden sind "touristen-üblich", d.h. man zahlt schon mehr als z.B. in Vieste. So gibt es ungefähr 100 m vom Campingplatz entfernt ein kleines Geschäft, das seine Artikel günstiger anbietet. Wer sich dann auf den Weg in den Ort macht, kann nochmals Geld sparen. Als Beispiel möchte ich ein Bananen-Joghurt-Getränk nennen, dass im Campingladen 1,10 EUR gekostet hat. Im Geschäft vor dem Campingplatz zahlten wir 10 Cent weniger. 250 g Lavazza Espresso kosteten dort 3,30 EUR, im Campingladen 20 Cent mehr - in Vieste bekam man den gleichen Kaffee für 3,10 EUR.
Apropos Kaffee... Wer glaubt, in Gargano günstig Kaffee einkaufen zu können, dem möchte ich einen Tipp geben. Wer auf dem Rückweg einen Zwischenstopp in Affi am Gardasee einlegt, kommt nochmals billiger weg. Besagter Lavazza Espresso kostet dort nämlich nur 2,16 EUR.
Fische kann man übrigens täglich frisch beim Fischhändler bekommen. Dieser fährt zwischen 10 und 10.30 Uhr über den Campingplatz und ruft unüberhörbar durchs Megaphon: "Fische, frische Fische. Pesce, pesce."
| Restaurant
Das Restaurant hat mich maßlos begeistert!!! Zu moderaten Preisen bekommt man dort eine beachtliche Auswahl an Leckereien serviert. Die Pizza ist recht groß und schmeckt sehr lecker. Die Fischplatte für 12.70 EUR klingt im ersten Augenblick überteuert, aber dafür bekommt man auch sechs verschiedene Fischarten serviert. In Vieste habe ich für die Platte mit gerade mal drei Fischsorten auch 12.- EUR bezahlt.
Eine besondere Empfehlung im Camping-Restaurant ist die Tomaten-Vorspeise mit Krabben auf Ruccola. Ganz lecker! Und der Höhepunkt des Abends ist das hausgemachte Tiramisu. Ein Gedicht!!! Da läuft mir beim Schreiben das Wasser im Mund zusammen.
Das Lokal ist recht nett eingerichtet, wobei ich die karibische Ausstattung nicht unbedingt für ein italienisches Restaurant ausgesucht hätte. Auch die karibische - und teilweise recht laute - Musik passt nicht zur Umgebung. Das Personal ist aber sehr freundlich und serviert ab und zu ein Pizzabrot auf Kosten des Hauses. Außerdem gibt es immer einen leckeren Limoncino zum Nachtisch.
Am Strand gibt es noch eine kleine Snackbar, die ich mir jedoch nicht angesehen habe. Deshalb kann ich auch keine Angaben dazu machen. Ein großes Warsteiner-Logo lässt jedoch erahnen, dass man dort vor allem Getränke erwerben kann. Doch soll es dort auch kleine Snacks und Eis geben, wie uns unser Nachbar erzählte.
| Bar
Die Bar im Campingdorf ist ab 11 geöffnet und besitzt - was mich sehr freute - einen Internetpoint. Die Preise waren einem recht "flexiblen Tageskurs" ausgesetzt. So sollte ich bei meiner ersten Anfrage 3.- EUR bezahlen. Einen Tag später musste ich dann für die halbe Stunde jedoch nur 2,50 EUR hinlegen und eine Woche später staunte ich nicht schlecht, als ich nur noch 1,50 EUR für 30 Minuten bezahlte. Die Zeit wurde nicht gestoppt, sondern einfach an der Wanduhr abgelesen. Deshalb empfehle ich, selbst auf die Zeit zu achten. Mir wollte sie erst eine ganze Stunden berechnen. Ich widersprach jedoch, dass ich nur eine halbe Stunde online war und sie nahm diesen Hinweis achselzuckend hin.
Die Getränkepreise sind ziemlich unterschiedlich. So finde ich den Cappuccino für 1,25 EUR recht günstig. Der Martini für 3.- EUR ist für italienische Verhältnisse jedoch sehr teuer. Dafür ist der sogenannte Longdrink (Coco Loco) für 3,60 EUR meiner Meinung nach sein Geld wert. Schade fand ich, dass man zu den Getränken keine Snacks gereicht bekommt, bzw. bestellen kann. So hätte ich gerne mal ein paar Chips, Nüsse oder vielleicht sogar ein Baguette gegessen. Das Eis, das dort in einer Kühltheke auf Käufer wartete, lag wohl schon länger dort. Es hatte schon eine feste Oberfläche und eine gummi-artige Konsistenz.
Der Innenbereich der Bar ist rauchfrei, was ich als Nichtraucher sehr genossen habe. Auf der Terrasse darf geraucht werden.
| Spielhalle
Für die kleinen Campinggäste gibt es eine sogenannte Spielhalle. Der kleine Raum ist mit diversen Spielautomaten vollgestopft. Soweit ich mich erinnere, steht auch ein Kicker darin. Was der Gebrauch der Geräte kostet, weiß ich nicht.
| Surf-Center und Friseur
Auf dem Campingplatz gibt es ein Surf-Center, in dem man nicht nur Surf-Bretter ausleihen, sondern auch Unterricht nehmen kann. Während unseres Aufenthalts im Juni 2005 sah das Center jedoch ziemlich verwaist aus. So viel ich mitbekommen habe, kann man sich in diesem Fall jedoch am Strandlokal melden, wo die Verwaltung der Gerätschaften untergebracht ist.
Die Friseurin gleich neben dem Surf-Center bietet das Grundprogramm "Waschen, Schneiden, Fönen" für 30.- EUR an. Für 50.- EUR bekommt man Waschen, Färben, Schneiden, Föhnen. Am Eingang hängt eine Liste, in die man sich spätestens einen Tag vor dem gewünschten Termin eintragen kann. Dieser Service wurde rege in Anspruch genommen. Ich selbst habe mir dort aber keine neue Frisur verpassen lassen, weshalb ich mir keine Meinung über Qualität und Leistung bilden konnte.
| Arzt
Sowohl vormittags als auch nachmittags ist für ca. eine Stunde ein Arzt auf dem Platz. Ich habe ihn glücklicherweise nicht in Anspruch nehmen müssen und kann deshalb keine eigene Erfahrung wiedergeben.
| Fahrradverleih
Gleich vor dem Campingplatz-Eingang befindet sich das "Gargano-Bike-Center", über das ihr euch unter www.garganobike.com ausführlich erkundigen könnt. Es ist täglich von 16.30 bis ca. 18.30 Uhr besetzt. Für ca. 30.- EUR pro Tag kann man dort ein Mountainbike mieten. Die geführten Tagestouren durchs Gargano (ab 39.- EUR inkl. Mietfahrrad) sind bestimmt auch sehr interessant, denn die Gegend bietet sich zum Biken geradezu an.
| Fitness-Studio
"Punta Lunga" ist der erste Campingplatz, auf dem ich ein (kostenloses) Fitness-Studio gesehen habe. Da die Umgebung nicht gerade zum Nordic Walking einlädt und ich somit ein wenig unter "Bewegungsmangel" litt, besuchte ich das Studio ein paar Mal. Ich lief auf dem Laufband und als dieses an einem Tag defekt war, probierte ich noch das Fahrrad und den Elipsentrainer aus. Alle Geräte sind - sagen wir - in einem "gebrauchten Zustand". Das Fitness-Studio ist nicht bewacht, weshalb die Besucher teilweise recht unsachgemäß mit der Einrichtung umgehen. Eine Frau (inkl. ca. 10-jährigen Tochter) hatte ihren Mann ins Studio begleitet und turnte nun in hochhackigen Schuhen auf den Geräten rum. Das Kind - wie sollte es auch anders sein - sah sich auf einen großen Spielplatz versetzt und hopste durch den Raum. Der muskulöse Ehemann (er müsste es ja eigentlich besser wissen) schritt nicht ein, sondern beschäftigte sich angeberisch mit den Gewichten. Außerdem hatte er kein Reinigungsmittel oder Handtuch dabei, mit dem er die Geräte nach Gebrauch hätte abwischen können. Hygiene ist hier also ein Fremdwort.
Der Raum wird mit zwei Ventilatoren gekühlt, von denen einer defekt war. Deshalb ließen wir die Eingangstür weit offen, um wenigstens ein bisschen Frischluft zu erhalten.
| Rezeption
An der Rezeption im Eingangsbereich sah ich jeden Tag ein neues Gesicht. Das Personal bestand aus mindestens sechs/sieben Personen. So wusste man nie genau, wie gut man dort als deutschsprachiger Gast verstanden wird. Mein erster Satz lautete deshalb immer: "Sprechen Sie Deutsch - do you speek english? Solo parlo un po' italiano." Das Empfangspersonal gab sich aber immer sehr viel Mühe und war sehr freundlich. Allerdings mangelte es etwas an Kompetenz und Wissen. So kannte eine Dame sich nicht mit den Zufahrtswegen zu den Stellplätzen aus und konnte uns auch den Camping-Golfwagen nicht holen, der üblicherweise die Gäste nach der Ankunft über den Platz fährt. Das nächste Fräulein schickte uns einmal quer durch Vieste, als wir nach einem Internet-Point fragten, ohne zu wissen, dass es zwei PC's mit Internetanschluss auf dem Campingplatz gibt. Eine weitere Damen konnte uns nicht sagen, in welchen Postkasten wir unsere Urlaubskarten werfen dürfen oder wo sich die nächste Postdienststelle befindet.
Die Rezeption ist von 8.30 bis 12.00 und 16.30 bis 20 Uhr geöffnet. Während dieser Zeit kann man auch seine Rechnung bezahlen. Von 7 bis 14 und 16 bis 23 Uhr kann man den Platz mit dem Auto befahren - in der restlichen Zeit muss man auf Ruhe achten.
Wer ein Fax versenden möchte, kann das an der Rezeption für 3,50 EUR tun. Ein Fax empfangen kostet auch nochmal eine Kleinigkeit - ich glaube, es waren 1,10 oder 1,50 EUR - ich bin mir aber nicht mehr sicher.
| Animation/Unterhaltung
Familien mit Kinder bis ca. zehn oder 12 Jahren werden vom Animationsteam begeistert sein. So wird von 11 bis 23 Uhr (Mittagspause von 14 bis 16 Uhr) etwas für die Kleinen geboten. Die jungen Animateure verstehen es vor allem, die kleineren Kinder zu begeistern. So wird ausgelassen am Strand herum getollt und neben diversen Ball- und Hüpfspielen werden Sandburgen gebaut oder campingplatz-typische Tänze einstudiert.
Zwar gibt es auch für Erwachsene die Möglichkeit, an diversen Veranstaltungen teilzunehmen, aber weder der italienische Sprach- oder Kochkurs, noch Aperitivspiele, Boccia- oder Volleyball-Turniere konnten mich locken. Die netten, aber ziemlich aufgedrehten Animateure begeistern doch eher das jüngere Publikum. Ich persönlich fand sie ziemlich albern...
Von 21 bis 23 Uhr findet täglich ein Unterhaltungsabend statt, der durch eine sogenannte "Minidisco" eingeleitet wird. Hier werden die typischen Kinder-Camping-Songs rauf und runter gespielt, die uns in der zweiten Woche schon ziemlich auf die Nerven gingen.
Einmal in der Woche gibt es ein themenbezogenes, abendliches Barbecue am Strand. Das All-you-can-eat-Buffet kostet 20.- EUR. Ob es sein Geld wert ist, kann ich nicht beurteilen, da wir nicht hin gingen. Es wird hauptsächlich von den Animateuren organisiert und ich konnte von weitem sehen, dass sie sich sehr viel Mühe gegeben hatten. Der Strand war mit Fackeln und vielen kleinen Lichtern beleuchtet und das einfache, aber sehr hübsch dekorierte Buffet war mehrere Meter lang. Für die Gäste war eine große L-förmige Tafel gedeckt, an deren eine Seite die Italiener und an der anderen Seite die Deutschen saßen.
| Preise
Die aktuellen Preise entnehmt ihr bitte der Homepage unter www.puntalunga.com. Wir haben im Juni 2005 für einen Stellplatz und zwei Personen 20,50 EUR pro Tag bezahlt. Da wir länger als acht Tage dort blieben, bekamen wir einen Personen-Rabatt von 10 Prozent, so dass uns der Tag nur noch 18,50 EUR kostete. Schriftliche Anfragen kann man unter der E-Mail puntalunga@puntalunga.com stellen. Telefonisch ist der Campingplatz unter +39 (0884) 706910 zu erreichen.
| Fazit
Camper, die Gargano besuchen möchte, empfehle ich "Punta Lunga" als Unterkunft. Die schöne Anlage, das sehr gute Restaurant und der saubere Strand zeichnen diesen Platz aus. Die sanitäre Einrichtung ist in Ordnung, obwohl ich - die in dieser Sache sehr kritisch ist - das ein oder andere auszusetzen habe. Die Animation finde ich als "Ruhesuchende" etwas zu laut und albern. Die zwei Kilometer nach Vieste wären besser zu bewältigen, wenn man nicht an der stark befahren Straße entlang laufen müsste.
Vergleiche ich "Punta Lunga" mit anderen Campingplätzen, möchte ich pauschal drei Sterne vergeben.
In diesem Sinne... alles bleibt anders... eure Dotti
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Informationen zu puntalunga.de Camping Punta Lunga (Gargano)
Allgemeine Informationen puntalunga.de Camping Punta Lunga (Gargano)
gelistet seit: 01.08.2005
Hersteller: puntalunga.de weitere puntalunga.de Mehr zu ItalienBewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung:
Allgemeine Informationen
Typ: Camping
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