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| Angebot/Beschreibung | Preis | endet in | Gebote | Shoplink | |
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9,90 € |
14T 23Std. | 0 | ||
| Wandern im Ortlergebiet Hütten und Gipfel Karl-Heinz Rochlitz Bergsteigen Berg |
1,00 € | 7T 22Std. | 0 | ||
| Alle Angebote für Rochlitz | |||||
![]() 1000 Jahre alt und faltenlos!ein Testbericht von pegafli2005-04-07 13:46:17 vom 07.04.2005 Empfehlung: ja Vorteile: Historische Bauten, Schloss, Bergwald, Muldental, Roter Prophyrtuff...Nachteile/Kritik: wenig Freizeitmöglichkeiten für den Abend, kein Shopping - EldoradoIch hoffe, ihr habt die Osterfeiertage gut verbracht und genossen. Ich war über die Feiertage wieder einmal zu Besuch in meiner Heimatstadt Rochlitz, in der ich bis zu meinem 21. Lebensjahr gewohnt habe. Diese und ihre Umgebung möchte ich nun versuchen Euch ein wenig näher zu bringen. # Lage Die Stadt Rochlitz liegt im Muldental an der ‚Zwickauer Mulde’ inmitten einer Talsenke des Vorerzgebirges. Der Fluß ist vielleicht vielen noch vom Hochwasser im Jahr 2002 bekannt, dass u.a. auch Grimma sehr in Mitleidenschaft zog. Rochlitz ist aus 6 Richtungen befahrbar. Durch die Tallage fährt man aber immer ein Gefälle direkt in die Stadt hinunter oder in andere Richtung hinauf. Dies hat sich vor allem in starken Wintern schon als schwierig erwiesen. Rochlitz ist angebunden an die Bundesstraßen B107, B175 und B7. Dies ermöglicht zwar, dass die Stadt gut erreichbar ist, tröstet aber nicht über eine fehlende Autobahnanbindung hinweg. Um diese zu erreichen muss man ca. 30 Kilometer fahren. Entweder nach Chemnitz, Glauchau, Döbeln oder Hainichen, um auf die Autobahnen wie die A14, A72 oder die A4 zu gelangen. Städte in der Umgebung sind Mittweida, zu dessen Landkreis Rochlitz gehört, Geithain, Döbeln, Grimma und in ca. 35 km Entfernung Chemnitz. Leipzig (50 km) und Dresden (80 km) sind ebenfalls über die Autobahn schnell erreichbar. Eine Karte habe ich als Bild mit zugefügt. # Noch ein paar Fakten Rochlitz selber hat zurzeit/ nach aktuellen Zählungen 7400 Einwohner. Früher habe ich im Heimatkundeunterricht eine Zahl von 8000 Einwohnern lernen müssen. Diese negative Fluktuation liegt zum großen Teil daran, dass viele Menschen meiner Altersklasse auf der Suche nach Arbeit in einen anderen Teil der BRD oder näher liegende Großstädte gezogen sind. Ich selber bin aus beruflichen Gründen erst in Mannheim und jetzt in Weil am Rhein gelandet. Zählt man noch die Einwohnerzahlen der Verwaltungsgemeinden Zettlitz, Seelitz und Königsfeld zusammen, kommen noch ca. 5000 Einwohner hinzu. Die Fläche der Stadt beträgt ca. 24 km². Folgende Daten sind auch der Homepage der Stadt zu entnehmen: Lage: 51° 3' nördlicher Breite / 12° 48' östlicher Länge Höhe: Markt: 165,4 m ü.NN obere Randgebiete: 220,0 m ü.NN untere Randgebiete: 154,7 m ü NN Ortsteile: Breitenborn, Noßwitz, Penna, Stöbnig, Wittgensdorf, Zaßnitz # Sehenswürdigkeiten Rochlitz ist über 1000 Jahre alt. Die Geschichtsaufzeichnungen reichen bis ins 7. Jahrhundert zurück, als das Gebiet erstmals von den Slawen besiedelt wurde. * Die größte Sehenswürdigkeit ist das ‚Rochlitzer Schloß’ Das Schloß erscheint 995 zum ersten Mal in der Geschichtsschreibung der Stadt Rochlitz und somit urkundlich erwähnt. In strategisch günstiger Lage wurde es auf einem Hügel erbaut und diente als Sitz für viele Könige und Landsherren. Unter anderem weilten Heinrich III. und Heinrich IV. auf Schloß Rochlitz. Mit seinen zwei Türmen ist es schon von Weiten zu erkennen, wenn man nach Rochlitz hinein fährt. Es ist das Wahrzeichen der Stadt und als dieses im Rochlitzer Stadtwappen verewigt. Die beiden Türme werden Jupen genannt. Die ‚Lichte Jupe’ ist ein Aussichtsturm und die ‚Dunkle Jupe’ beinhaltet eine Folterkammer. Wie die Namensgebung entstanden ist, muss man nicht erraten. Ich finde bis heute die Folterkammer am interessantesten. Sie enthält zum Beispiel ein vergittertes, sehr tiefes Kellerloch, in dem man ein Skelett besichtigen kann, obwohl ich bezweifele, dass dieses echt ist. Im ‚Rochlitzer Schloß’ ist ebenfalls ein Museum untergebracht, in dem man die Zeugnisse der langen Schloßgeschichte bewundern darf. Regelmäßige Sonderausstellungen zeigen uns zeitgenössische Kunst. Vom Museum aus ist das gesamte Schloß zu besichtigen. Man gelangt unter anderem auch in die spätgotische Schlosskapelle. Da das Schloß seit dem 14. Jahrhundert immer wieder neu ausgebaut wurde, vereinigen sich die Baustile der Romanik und der Gotik mit einander. Geht man durch den Burghof durch, erreicht man die Wehranlage, von der aus man ebenfalls einen wunderbaren Ausblick auf Rochlitz und seine Umgebung hat. Weitere nähere Informationen findet ihr auf der Homepage des ‚Schloß Rochlitz’: http://www.schloss-rochlitz.de Ich selber habe einen Teil meiner Kindheit auf dem Schloß verbracht. Zu Zeiten der DDR war dort der Kinderhort untergebracht, den ich regelmäßig bis zur 5. Klasse nach der Schule besuchte. Am Fuß des Schlosses befand sich ein Spielplatz, der jetzt Gras gewichen ist. Ich finde es immer wieder eindrucksvoll wie wir als Kinder vor diesen altehrwürdigen Mauern gespielt haben. Wiederum in einem anderen Trakt des Schlosses befand sich die Musikschule von Rochlitz, die bis kurz nach der Wende dort untergebracht war. In den letzten Jahren und in weiterer Zukunft wird das Schloß Stück für Stück restauriert, so dass immer wieder mal Baugitter den Blick auf einen kleinen Teil verbergen. + Öffnungszeiten und Preise des Museums: Februar bis Oktober - Dienstag bis Sonntag 10.00 - 17.00Uhr November bis Januar - Samstag, Sonntag, Feiertage 10.00 - 16.00Uhr Adventssonntage - 10.00 - 18.00 Uhr Letzter Einlass ist jeweils ein 1/2 Stunde vor Schließung. Am 24.12., 31.12. und 01.01 ist Schloss Rochlitz geschlossen. Eintritt: 2,10 Euro Ermäßigt : 1,60 Euro Kinder von 6 bis 16 Jahre: 1,10 Euro Foto- und Drehgebühr: 1,00 Euro (für nichtgewerbliche Zwecke) * Der Rochlitzer Berg und Roter Porphyr Der ‚Rochlitzer Berg’ ist 335m hoch und verglichen mit den Erhebungen der Alpen eher ein Hügel. Trotzdem hat er seine Geschichte und ist sehr wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Rochlitz. Der Berg ist ein ehemaliger Vulkan. Und jedes Mal, wenn ich darauf stehe, überkommt mich das unsinnige Gefühl, dass dieser wieder ausbrechen könnte. ;) Aus der Asche des Vulkans entstand der berühmte ‚Rochlitzer Porphyrtuff’, der weltweit einzigartig ist und überall in der regionalen Architektur vorzufinden ist. Aber nicht nur diese wird dadurch bestimmt, sondern der warmrote Tuff ist auch an vielen anderen europäischen Bauwerken wieder zu finden. Wegen seiner feinen Marmorierung wird der Tuff auch ‚Sächsischer Marmor’ genannt. 1879 wurden dann die ‚Vereinigten Porphyrbrüche’ gegründet, die seitdem im roten Steinbruch einen wirtschaftlichen Abbau des Gesteins ermöglichten. Bis heute wird der Tuff noch in begrenzten Mengen abgebaut, da der Landschaftsschutz jetzt seine Hand darüber hat. Der ‚Rochlitzer Berg’ ist seit dem 19. Jahrhundert ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Einen Besuch auf ihm sollte man mit einer Wanderung durch den ‚Rochlitzer Bergwald’ verbinden. Von Rochlitz aus ist der Wald direkt über das Schloß erreichbar oder durch das Muldental, das am Schloß vorbeiführt. Also immer Richtung Schloß gehen. ;) Im Wald selber und entlang der gesamten Strecke sind die verschiedenen Wanderwege ausgeschildert. Eine Karte am Fuße des ‚Rochlitzer Schlosses’ informiert über die Vielfältigkeit der Wandermöglichkeiten. Auf dem ‚Gipfel’ angekommen, begrüßen uns der Friedrich-August-Turm, ein Gedenkstein an die Rückkehr von König Friedrich August II. aus napoleonischer Gefangenschaft und das Türmerhaus. Der Gedenkstein und die beiden Bauten sind natürlich aus rotem Porphyrtuff errichtet. Im Türmerhaus befand sich bis vor 5 Jahren noch die Ausflugsgaststätte. Die Inhaber haben aber in der Zwischenzeit neu gebaut und man kann sich im gemütlichen Ambiente von der Wanderung erholen und eine kleine Stärkung zu sich nehmen. Am interessantesten ist aber der Aussichtsturm. Er wurde 1860 eingeweiht und erhielt den Namen ‚Friedrich-August-Turm’ zu Ehren von König Friedrich August II., der 1854 in Tirol tödlich verunglückt war. Gegen eine geringe Gebühr von 0,50 Euro darf man die Stufen bis nach oben erklimmen und die einzigartige Aussicht genießen, die je nach Wetterlage einen Blick bis auf das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig ermöglicht. Ein Blick weiter in der Nähe ist auch erlaubt, denn von dort oben hebt sich sehr kontrastreich der Porphyrsteinbruch ab. Für Leute, die nicht so gut zu Fuß sind, gibt es einen Parkplatz, von welchen aus man noch 5 Minuten Fußweg zum Aussichtsturm zurücklegen muss. Der ‚Rochlitzer Berg’ ist auf jeden Fall einen Ausflug wert, wenn ihr mal in der Nähe seit. Mich zieht es immer wieder dahin. Mal abgesehen davon, dass ich mir in der Ausflugsgaststätte fast zwei Jahre mein Taschengeld als Bedienung verdient habe. Und vor allem im Sommer ist immer Hochbetrieb! * Performance zum Stein Das alljährliche Musikspektakel im ‚Rochlitzer Porphyrbruch’ sollte man eventuell in seine Reiseplanungen mit einbeziehen. Organisiert wird sie jedes Jahr durch von der Sächsischen Mozart-Gesellschaft. Die nächste Veranstaltung findet wie immer im Rahmen des Mittelsächsischen Kultursommers am 24.96.05 statt. Gespielt werden zumeist klassische Melodien, aber es wird auch mit Musik experimentiert. Die diesjährige Veranstaltung steht unter dem Motto: ‚Porphyr in Feuer und Flammen’. Hier ist ein Link zum diesjährigen Programm des Miskus, wo auch noch andere ähnliche Veranstaltungen aufgelistet sind. Auf Seite 12 sind Preise und Übernachtungsmöglichkeiten zu finden. http://www.mittelsachsen.de/miskus/cms/ upload/pdf/kalender2005.pdf * Kirchen Rochlitz besitzt zwei Kirchen, die für Freunde des romanischen und gotischen Baustils von Interessen sein dürften. + Kunigundenkirche Diese Kirche ist eine spätgotische, dreischiffige Hallenkirche, die sich im Ortskern befindet. Sie ist aus Porphyrtuff erbaut und wurde in den letzten Jahren restauriert. Geöffnet ist die Kirche von April bis Oktober täglich von 10 bis 16 Uhr. An ihren Säulen und Gesimsen findet man eindrucksvolle Figuren und Verzierungen. Der Hochaltar von 1513 zählt zu den bedeutendsten Werken spätgotischer Altarkunst in Sachsen. Benannt wurde sie nach der heilig gesprochenen Kaiserin Kunigunde. + Petrikirche Der ursprüngliche Name dieser Kirche lautet Burgwardkirche. Sie wurde am Fuße des ‚Rochlitzer Schlosses’ erbaut und war Sitz eines Erzpriesters, der von hier aus das Umland kirchlich verwaltete. Ihre Gründung geht vermutlich auf Heinrich I. um 963 zurück. Ursprünglich eine romanische Kirche wurde sie in der Spätgotik im 15. Jahrhundert umgebaut. Im 19. Jahrhundert wurde der Innenraum dann neugotisch umgestaltet. Die Petrikirche ist ebenfalls täglich von April bis Oktober zwischen 10 und 16 Uhr geöffnet. * Historischer Stadtkern Auch der Stadtkern von Rochlitz kann sich sehen lassen. Der Marktplatz war einst Europas größter Marktplatz. In seinem Zentrum befindet sich das Rathaus von Rochlitz. Dieses wurde 1828 in Anlehnung an die griechische Antike errichtet und 1995 anlässlich der Feier zum 1000. Geburtstag von Rochlitz von innen modernisiert. Der Marktplatz wurde liebevoll restauriert und Kopfsteinpflaster prägt das historische Stadtbild. Rund um den Marktplatz finden sich viele, alte und gut erhaltene Bürgerhäuser. Das Stadtbild ist geprägt von rotem Porphyrtuff, der überall in den Bauten wieder zu finden ist. Der Stadtkern ist auf jeden Fall einen gemütlichen Stadtbummel wert. Wer mehr über Rochlitz und seine Stadtgeschichte erfahren möchte, der kann sich die Homepage der Stadt anschauen: http://www.rochlitz.de/ # Freizeitmöglichkeiten ausgenommen von Wanderungen Rochlitz ist eine kleine Stadt und man merkt, dass es ihr an Möglichkeiten fehlt, mit denen man den Abend verbringen kann. Ein kleines Kino offeriert in drei Kinosälen die aktuellen Kinofilme: http://www.kino.de/kinosuche.php4?ort=Rochlitz&ofn r=79102&tag=0 Am Muldenufer existiert die Schlossaue, die Freizeitangebote für Jugendliche organisiert und etliche Veranstaltungen querbeet: http://www.schlossaue.de/ In der Innenstadt gibt es einige kleine Cafés, Restaurants und Eisdielen. Sonst muss ich ehrlich sagen, werden um 22 Uhr die Bürgersteige in Rochlitz hochgeklappt. Aber dieser Zustand existiert schon seit ich denken kann. # Einkaufsmöglichkeiten Verhungern werden die Rochlitzer nicht. Es gibt diverse Bäcker, Fleischer und Gemischtwarenhändler. Weiterhin gibt es einen Aldi, Plus und Netto. Dies sind die Geschäfte, die sich in Rochlitz sehr gut über Wasser halten. Wer aber ausgiebig Shoppen möchte, der hat hier keine Chance. Es gibt wenige Läden, in denen man zb Klamotten kaufen kann, einen Buchladen zum Schmökern, zwei Schreibwarenläden und ein alteingesessenes Lottogeschäft. Viele der Händler sind in die Großstädte abgewandert. Für einen ausgiebigen Einkaufsbummel muss man sich ins 35 km entfernte Chemnitz bequemen. # Quellen Da sich der Mensch nicht alles Wissen und Einzelheiten im Kopf behalten kann, möchte ich noch einmal die Quellen aufführen, auf die ich mich zur Informationssammlung gestützt habe. Besonders zu beachten ist der ‚Heimat- und Verkehrsverein Rochlitzer Muldental’, der viele weiter Ausflugsmöglichkeiten in der Umgebung beschreibt. Dort sind auch alle Übernachtungsmöglichkeiten in Rochlitz aufgezählt! http://www.rochlitz.de http://www. romu.de http://www.schloss-rochlitz.de # Fotos http://picnic.ciao.com/de/2318942.jpg ht tp://picnic.ciao.com/de/2318944.jpg http://picnic .ciao.com/de/2318947.jpg http://picnic.ciao.com/d e/2318949.jpg http://picnic.ciao.com/de/2318952.j pg http://picnic.ciao.com/de/2318955.jpg http:// picnic.ciao.com/de/2318958.jpg # Fazit Rochlitz ist keine Weltstadt und auch keine Großstadt. Doch der Charme kleiner Städte ist bekannt. Ich vergebe aber nur 4 Sterne, weil durch mangelnde Freizeitangebote und wenig Shoppingmöglichkeiten die Attraktivität getrübt wird. Wer aber gerne Wandert oder Interesse für historische Bauten hat, der kommt in Rochlitz und Umgebung voll auf seine Kosten. Ich selber fahre immer wieder gerne dorthin zurück, doch momentan ist meine Heimat- und Geburtsstadt nur ein schönes Urlaubsziel für mich. Jedes Mal, wenn es mich wieder dorthin zieht, hat sich das Stadtbild von neuen gewandelt. Es herrscht ständige Veränderung. Vor allem wird sehr viel wert auf die Erhaltung der Kirchen und des Schlosses und natürlich des Stadtkerns gehalten. Wenn ihr in der Nähe seid, dann schaut Euch die über 1000jährige Lady an!!! LG Pegafli Ich schreibe unter diesem Nick bei Ciao und Yopi! ... |
Sina02, 12.04.2005
echt nett, besonders im Sommer! Aber leider werde ich meinen Freund nicht dazu bewegen koumlnnen in den tiefsten Osten mal mit mir zu fahren :
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