Sommerzeit ist Urlaubszeit, oftmals fällt einem kurz entschlossen ein, das man sich mal wieder ein paar Tage Auszeit können könnte, gerade wenn die Sonne so herrlich nach unten scheint, und uns die Köpfe wegsenkt.
Vor zwei Wochen bekam ich einen Anruf von einem ehemaligem Bekannten, das unsere Clique von damals aus der Zeit als ich noch nicht verheiratet war, an Pfingsten zum Zelten fahren, und ob ich nicht Lust hätte mitzumachen.
Der Zufall wollte es das meine Madame nun auch momentan auf Mutter-Kind Kur ist, und so stand dem nun auch nichts mehr im Wege und ich sagte zu.
Gesagt, getan. Wir trafen uns Freitag mittag, bepackt mit allem was man so zum Zelten braucht und los gings Richtung Hammelburg und ein Stückchen weiter hinter Gemünden, bis wir endlich ankamen in der
Freizeitanlage Roßmühle
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Da wir unseren Platz reserviert hatten, mußten wir nur noch mal kurz auskundschaften, wo unsere kleines Plätzchen den nun ist. Wir hatten für 12 Mann reserviert, und als man uns unseren Platz zeigte, ein kleiner Schock. Wir dachten, das reicht nier für uns aus. Darauf hin, sagte man uns, kein Problem, baut auf, was ihr habt der Platz wird wohl schon reichen.
Also machten wir uns an die Arbeit und bauten ein größeres 10 Mann Zelt auf, wo wir unseren Kühlschrank und die diversen Getränke (so 10 Kistlein Bier*g*)
Unterstellten. Schnell noch die Klappbänke raus und Brennholz ausgeladen 4 kleine Schlafzelte aufgebaut und fertig war der Lack.
Strom / Wasser
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Jetzt gings natürlich erst mal dran, den Kühlschrank einzuschalten und den Ghettoblaster aufzudrehen, um dabei erst mal ne Tasse Kaffee aus der eigens mitgebrachten Kaffeemaschine zu trinken und sich seelisch und moralisch auf die bevorstehenden Tage vorzubereiten.
Das gute an diesem Campingplatz ist die Tatsache das mehrere Stromverteilungskästen stehen, und man diese einfach so benutzen kann. So hat man eigentlich keine Probleme, sich das Campen bequem zu gestalten, sofern man die richtigen Utensilien dabei hat.
Auch das Wasser war kein Problem, den ca. 20 Meter entfernt, war ein Wasserhahn, an dem man bequem Trinkwasser abzapfen kann. Ganz in der Nähe war dann noch eine Toilettenanlage, wa man auch noch zur Not an den Waschbecken sein Wasser hätte abzapfen können.
Offenes Feuer
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Das gute hier ist natürlich, das offenes Feuer erlaubt ist. Wir haben das natürlich schon gewußt und haben uns von Zuhause massenhaft Holz mitgebracht samt Schwenkgrill. Damits dann auch mit dem Grillen klappt. Sollte man aber kein Holz dabei haben und möchte trotzdem ein Feuerchen machen, weil es eben gemütlicher ist und zum Campen dazugehört, kann man auch vor Ort sich Holz kaufen. Was es kostet, weiß ich jetzt leider nicht, da ich das nur beobachtet hatte, das einige Leute Holz geliefert bekommen haben.
Die Anlage / alles was dazugehört
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D ie Campinganlage selbst ist sehr groß und war über Pfingsten natürlich kräftig besucht. Sie liegt direkt an der Saale. Wenn man von der Straße her einbiegt, sind der erstmal ein großes Gebäude, in dem Wohl ein Geschäft für Camping ist, kann dies aber jetz nicht genau sagen, weil ich ehrlich gesagt, nicht drauf geachtet habe. Nun
fährt man einen Weg runter und gleich rechts davon ist die erste Wiese zum Campen. Wie gesagt, war der Campingplatz voll und so kam es dann auch, das dort richtig was los war. Allerdings war es dort nicht so voll, das man alle Meter über die Zelte gefallen ist, man hatte schon immer genügend Spielraum zugewiesen bekommen. Ein Stückchen weiter war dann noch eine Wiese, die bei unserer Ankunft zum Teil als Parklplatz genutzt wurde. Allerdings waren da dann auch am nächsten Tag, schon recht viele Zelte aufgebaut.
Linksseitig des Weges ist nun die nächste Campingwiese, welche paralell zur Saale verläuft, die größte ist und auch unsere Wiese war. Geht man den Weg weiter, so kommt man zu einem Kiosk, in dem man so allerlei Dinge rund ums tägliche Campingleben braucht und vor allem Obstler und Schnaps kaufen kann. Dort meldet man sich dann auch an, bei der Ankunft und erfährt näheres über den Platz, das Holz etc. an dem Kisok angrenzend ist dann noch mal eine kleinere Wohnwagen und Campingwagensiedlung. Hier habe ich nur mal flüchtig hingeschaut, ich gehe mal davon aus, das dies der Bezirk für die Dauercamper war.
Dann sind dort neben dem Kiosk noch mal Sanitäre Anlagen und Duschen, die sehr sauber und ordentlich waren.
Weiterhin gibt es dort noch mal ein Restaurant und eine Pilsstube. Im Restaurant habe ich mal was gegessen und es hatte sehr gut geschmeckt und war auch nicht teuer, zumal man dort schön auf einem höheren Balkon sitzen kann.
Alles in Allem ist es dort Klasse.
Auch ein kleiner Kinderspielplatz hatte ich dort ausgemacht, allerdings war der wirklich sehr klein. Aber man sollte bedenken, das das Zelten an sich für Kinder schon was aufregendes ist, und so sind die Kinder sowieso beschäftigt. Und bei dieser Hitze hatte ich beobachtet, das viele Kinder in der Saale spielten. Die Saale führte sehr wenig Wasser, und gleich nach der Brücke über die man zum Kiosk gelangte, war ein kleines Auffangbecken mit Fischreuse das nicht sehr tief war, und so kam es, das dort viele Kinder im Wasser planschten.
Freizeitmöglichkeiten
Das Angebot liegt hier hauptsächlich beim Kanufahren, was wir selbstverständlich genutzt haben. Man kann sich hier vor Ort, verschiedene Kanus ausleihen, und auf der Saale rumschippern. Man hat die Möglichkeit, sich entweder wegfahren zu lassen und dann wieder zum Platz zurückzuschippern, oder eben umgekehrt. Wir hatten es so gemacht, das wir uns haben wegfahren lassen und sind dann zum Platz zurückgeschippert.
Das war eine Riesengaudi, zumal wir auf unserem Weg drei Wehre überqueren mußten. Man hätte die Boote zwar auch ums Wehr rumtragen können, aber wir sind ja schließlich harte Männer und sind übers Wehr, was zur Folge hatte, das wir alle am ersten Wehr gescheitert sind, von der Strömung mitgerissen wurden und sämtliche Bierflaschen davongschwommen sind. Weiterhin waren zwei Sonnenbrillen und ein paar Sandalen unwideruflich verloren*lol*
Ich persönlich empfehle allerdings eine nicht ganz so große Route zu nehmen. Wir waren so 20 Km unterwegs und das hatte rund sechs Stunden gedauert. Heute fühlt sich mein Nacken, mein Rücken und meine Schultern an, als hätte ich 1000 Bäume fällen müssen. Das paddeln mit dem Kanu so anstrengt hätte ich nicht gedacht.
Weiterhin, eignet sich die Gegend dort natürlich bestens zum wandern und Radfahren, allerdings sollte man das Rad dann selbst mitbringen, denn ich konnte nicht ausmachen, das dort irgendwo Fahrräder zum ausleihen vorhanden waren.
Preise
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Sodele, nun will ich mal zum Abschluß kommen und noch kurz etwas über die Preise verraten.
Das Campen selbst kostet 6 Euro pro Person und Übernachtung. Weiterhin muß man wenn man Duschen möchte, einen Euro mitbringen. In dem Restaurant waren die Preise eigentlich auch in Ordnung, ich hatte für ein Zwiebelschnitzel mit Pommes und Salat 7,60 Euro bezahlt. Wobei ich hier dazu sagen muß, das es eine ordentliche Portion war und sehr gut geschmeckt hat. Das Kanufahren hat 220 Euro für 4 Boote gekostet, wobei die Kanus 3Sitzer waren. Ob sich das ganze nun pro Boot rechnet oder pro Person, weiß ich jetzt leider nicht, denn das hatte ein Kollege organisiert. Ich weiß nur das er 220 Euro bezahlen mußte und von jedem 20 Euro einsammelte. Aber wenn man mit eine Gruppe Kanu fahren möchte, kostet das dann doch schon etwas, aber dafür hat man einen Riesenspaß und eine Riesengaudi!
Fazit:
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Kurz und bündig, Campen macht Laune und hier eignet sich die Roßmühle ganz besonders. Denn man darf dort offenes Feuer machen, hat trotzdem Platz und es beschwert sich auch keiner, wenns mal ein bißchen lauter wird. Ehrlich gesagt hat man dort mitten in der Nacht immer irgendwo ne kleine Party gehört und ich hatte nie mitgekriegt, das sich irgendjemand dran gestört hat. Gott sei Dank, denn wir hatten 3 Tage Dauerparty veranstaltet!*gg*
Erschöpft und ausgelaugt bedanke ich mich fürs Lesen,