Hotel Hangelar
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Platz 1 in der Kategorie "Sankt Augustin". Typ: Hotel / ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 2,00 / 5,00 (2.0 von 5)

Hotel Hangelar Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

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Viel Geld, zu wenig GUTER Service

ein Testbericht von 2002-10-20 23:20:54 vom 20.10.2002
Empfehlung: nein
Das Hotel Hangelar liegt zirka 15 Kilometer vom Bonner Zentrum entfernt. Mit dem Auto ist man also in zirka 15 Minuten mitten in der Bonndeshauptstadt. Auch der Weg ist nicht zu verfehlen, die Lindenstraße ist eine kleine Querstraße der B 56. Und die führt direkt bis zur Kennedybrücke in Bonn. Super Verkehrsanbindung also. Zur Autobahn ist´s auch nicht weit: die A 59 führt ebenfalls fast an Hangelar vorbei. Ach ja, das Hotel steht nicht im Niemandsland, sondern in Sankt Augustin, Stadtteil Hangelar.

Bei Sankt Augustin handelt es sich um ein beschauliches, verschlafenes Städtchen. Allerdings gibt es auch im Stadtteil Hangelar und nur 5 Fußminuten vom Hotel bis 19 Uhr noch frische Brötchen, mindestens zwei Apotheken und Geschäfte für Körper, Geist und Seele. Man muss also eigentlich nicht verhungern in Hangelar.

Doch untergebracht war ich fast sechs Wochen lang im Hotel Hangelar, und da kann einem dennoch ein wenig der Appetit vergehen. Ich weiß, ein Hotel ist eigentlich eine noble Angelegenheit, ein Zubrot, ein Extra und nichts über das man meckern sollte. Mein Fall war das Hotelleben allerdings nicht.

Mein Praktikumsbetrieb hatte mir das Hotelzimmer gebucht, die Kosten von 45 Euro pro Nacht schienen ein Sonderpreis für einen reichlichen Monat zu sein und blieben mir glücklicherweise erspart. Normalerweise liegen die Preise wohl zwischen 57 Euro und 72 Euro. Für´s Doppelzimmer muss man zwischen 82 Euro und 110 Euro pro Nacht berappen. Inclusive ist das Frühstück, das ab 6:30 Uhr serviert wird. Nicht auf´s Zimmer, sondern unten im Restaurantbereich. Aber dazu später mehr.

Das Hotel hat laut Internetauftritt 45 Zimmer. Den Konferenzraum kann ich bestätigen, er ist etwa so groß wie ein normales Klassenzimmer. Bietet genug Platz für eine Betriebsbesprechung – auch die Overheadprojektion scheint möglich, zumindest stand ein Projektor im Raum, als ich einmal durch die offene Tür spähte. Wie viele Zimmer tatsächlich vorhanden sind, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Räume gibt es in drei Etagen. Soviel steht fest. Was ebenfalls feststeht: Das Design.

Sowohl außen als auch innen hat der Designer sich offensichtlich nicht viel Mühe gegeben. Die Fotos im Internet verraten nur wenig über den tatsächlichen Zustand. Von außen sieht das Gebäude eher wie ein großer, schiefer Blechbungalow aus. Im Restaurant und Eingangsbereich kann man nicht meckern, aber die Zimmereinrichtung war nun absolut nicht mein Fall. So ne Art Stofftapete, also an die Wand gekleisterte Fäden befestigten aufgewirbelten Staub über meinem Bett. Die Stühle im Zimmer waren aus Plastiksitzen – alt, altmodisch und eiskalt unterm nackten Hintern nach dem Duschen. Der Tisch und die Schränke eine Rarität – auch irgendwie von gestern.

Das Bad: Der Duschkopf hielt nur dank eigener Abhilfe so, dass ich auch nass wurde. Wohl nach den Jahren ausgeleiert und nie wieder festgezogen schien mir die Schraube an der Düse. Aber gut, daran hatte ich mich gewöhnt. Schließlich hatten sie mir aus unerfindlichen Gründen ein Doppelzimmer mit Balkon gegeben. Gebucht war ein Einzelzimmer. Aus dem Doppelzimmer wurde ich nach der vierten Woche schließlich doch geworfen. Ganz lieb fragte mich der Hausherr, ob ich bitte in ein Einzelzimmer gehen könnte. Sie bräuchten das zweite Bett. Was sollte ich tun? Das Doppelzimer zahlen? No way! Sprich: Ich zog um. Packte meine Sachen auf einen Haufen, die Zimmermädchen brachten sie ins neue Zimmer. Es war ein winziges Zimmer, ohne „Flur“ und Bad keine 12 Quadratmeter. Der Duschkopf funktionierte hier besser, dafür klemmte die Duschabteiltür.

Ihr seht, ich finde tatsächlich ständig etwas zum Meckern.

Zum Frühstück: Für stolze acht Euro darf auch der Freund mitspeisen. Täglich frisch aufgebackene Brötchen, Orangensaft und Milch aus dem Spender. Gelegentlich naturtrüber Apfelsaft aus verklebter Glaskanne. Rührei, gekochtes Ei, ein wenig Wurst und Käse auf der Platte, Butter in Hotel-Frühstücksportionen bekannter Hersteller. Ab und an Melonenstücke, Schmelzkäse in marktüblichen Brötchenportionen. Und der sensationelle Stand für Honig und Nutella: Ein ekliges Gebilde, aus dem man sich da bedienen musste. Oben schien der Honig eingefüllt zu werden. Über einen Hebel sollte der „Ausgang“ geöffnet werden, damit die Schoki oder der Honig ins drunterstehende Glasschüsselchen tropft. Igitt. Marmelade: offen stehende Keramiktöpfe, teilweise unbeschriftet, mit undefinierbarem Süßbrotaufstrich. Ebenfalls igitt. Spätestens nach der zweiten Woche. Das Nonplusultra war die Mozarella-Tomaten-Mischung, die ich stattdessen bevorzugte. Denn Wurst und Schnittkäse ist nicht mein Ding, zumal es nicht mehr als 5 Sorten von beiden gab. Für 45 Euro die Nacht bzw. ( Euro Aufschlag, wenn der Freund mitfrühstückt, ist das reichlich wenig. Mitten in Bonn bekamen wir für den Preis ein sagenhaftes italienisches Frühstück mir Parmaschinken, Mozarella, Tomate, Balsamicodressing und Baguettebrot plus Milchkaffee. Muss ich noch mehr sagen? Vielleicht, dass die Bedienung früh immer schon vor mir wusste, dass ich Kaffee wollte. Dass sie mal fragte kam nur in den ersten Tagen vor. Stattdessen brachte sie mir Kaffee im Kännchen und meinte, sie hätte es nur halb gemacht, weil ich es ja immer so eilig hab. Verdammt. Wo ist der Service? Für knapp 90 Mark die Nacht sollte man etwas mehr erwarten dürfen!!!

Der Zimmerservice beseitigte auf meine Bitte auch die Staubfladen, die in der Stofftapete über meinem Bett hingen, reinigte täglich das Bad und brachte neue Handtücher. Wenn das Zimmer fein aufgeräumt war, bekam ich auch ein Eukalyptusbonbon oder in seltenen Fällen Schoki aufs Kopfkissen.

Der Pool war kaum zu benutzen. Ich hab außer mir dort unten niemanden gesehen, mich nur einmal reingewagt. Schwimmen dachte ich, ist doch gesund. Aber wie gesagt, ich war nur einmal schwimmen. Der Pool war klein und das Wasser stand im Becken, alle zwei Meter (und dann war Schluss mit dem Pool) schwamm mir eine Fliege auf der Wasseroberfläche entgegen. Und das bei überdachtem Standort. Irgendwie ekelte ich mich hinterher auch beim Gedanken an den Pool, wagte mich nie wieder hin.

Alles in allem kann ich nur sagen, dass ich mich nicht gerade wohl gefühlt hab in dem Hotel. Ich kam mir ständig beobachtet vor, musste 10 Euro zahlen, weil mein Freund bei mir übernachtet hatte. (Wenn ich mir überlege, dass sie fast sechs Wochen lang 45 Euro pro Nacht an mir verdienten, hätten sie sich das Pochen auf die Zusatzübernachtungen sparen können!) Die Servicekräfte waren nicht die allerbesten, es ging schon. Vielleicht muss man erst Vielverdiener sein, damit das Hotelwohnen Spaß macht. Ich war schon froh, als ich in der dritten Woche endlich einen Wasserkocher mit ins Zimmer nehmen konnte...

Hangelar ist nicht besonders sehenswert, aber wie schon erwähnt nicht allzu weit weg vom Bonner Zentrum- Es gibt einen Flughafen, die Bundeswehr und der BGS haben Standorte in Sankt Augustin. Wer Wäsche waschen will muss fast bis zur Kennedybrücke fahren. Dort gibt es einen guten Waschsalon, Montag bis Samstag geöffnet, die Maschine zu 3 Euro, der Trockner für 50 Cent.

Fazit: Man hat in Sankt Augustin alles, was man zum Leben braucht. Aber besonders partyreich, abwechslungsreich und toll ist´s nicht. Einen Anteil hat das Hotel. Deshalb nur zwei Sterne, das Hotel ist meiner Meinung nach für den Service und das Umfeld überteuert. In anderen Städten hab ich schon wesentlich besser übernachtet.

© Alisha Attic
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Produktbewertung:Kundenbewertung 2,00 / 5,00 2
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Informationen zu Hotel Hangelar

 
Allgemeine Informationen Hotel Hangelar
gelistet seit: 16.09.2003
Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung: Kundenbewertung 2,00 / 5,00
Allgemeine Informationen
Kategorie: Unterkunft 
Typ: Hotel 
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Sankt Augustin
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