Das Museum in Bad Münstereifel präsentiert Spielzeug aus dem Erzgebirge !
Ein feiner Unterschied , ein gestrenger Förster und ein finster blickender Soldat stehen zusammen . Sie alle haben eine große Klappe und sind so richtige „Holz-Köppe“ . Im Wortsinn . Sie sind Nuss-Knacker und dienten in ihrer Entstehungszeit dem Völkchen der Erzgebirgler im deutschen Osten ein bisschen der Veräppelung der Obrigkeit . sie und einige Tausend andere Figuren und Figürchen sind der Stolz von Frank und Eveline Kretzschmar . Die beiden kauften ein Fachwerk-Haus aus dem 18. Jahrhundert im idyllischen Bad Münstereifel und stellen dort seit zwei Jahren auf zwei Stockwerken die Ergebnisse ihrer Sammel-Leidenschaft aus . Und dafür braucht es schon ein kleines Haus . Spielzeug , genauer Holz-Spielzeug aus dem Erzgebirge , hat es ihnen angetan .Das handwerkliche Geschick der Menschen hat sie fasziniert , erzählt Frank Kretzschmar , dessen Vater schon eine Vitrinen füllende Sammlung der kleinen und großen Figuren zusammentrug .
Miniatur-Spielzeuge in Streichhloz-Kästchen , Kauf-Läden , Puppen , Eisenbahnen , Karussells , Zoolandschaften und Ritter-Burgen , aber auch die bekannten weihnachtlichen Lichter-Pyramiden mit Räucher-Männchen , Nussknackern und Engeln : Kretzschmars zeigen eine umfangreiche Sammlung vom frühen 19. Jahrhundert bis ins späte 20. Jahrhundert .
Vom 17. Jahrhundert an produzierten Handwerker im Erzgebirge Holz-Spielzeug . Mit dem Niedergang des Bergbaus in der Region , Mitte des 19. Jahrhunderts , erlebte die Spielzeug-Herstellung einen Aufschwung . Viele Berg-Männer ohne Arbeit mussten umsatteln . In Seiffen , Grünhainichen , Waldkirchen und Obernhau wurde fortan gedrechselt , geschnitzt und bemalt , was das Holz hergab . Und gab es kein Holz , behalfen sich findige Handwerker mit Holz-Spänen und Papier oder auch schon mal mit Brotteig , um die Figuren herzustellen . Die Spielzeug –Herstellung wurde zu einem der wichtigsten Wirtschafts-Zweige der Region .
Die Erzeugnisse wurden in ganz Europa und Übersee vertrieben und finden bis heute begeisterte kleine und große Liebhaber . Und so streift man als Besucher in Bad Münstereifel seufzend durch das kleine Museum , und erinnert sich an seine Kindertage und die früheren Weihnachtsfeste - und am liebsten würde man mit dem Spielzeug nochmal spielen wie früher .
Das „Spielzeug Museum“ ist einen Besuch mit der ganzen Familie wert , man fühlt sich wie oben beschrieben , wieder zurückversetzt in seine Kindheit und erinnert sich an die schönsten Momente in dieser Zeit . Aber auch für die Kinder gibt es sehr viel zu sehen , nicht nur Weihnachts-Sachen sondern auch anders Spielzeug . Kann den Besuch im „Spielzeug Museum“ nur empfehlen , die gezeigten Ausstellungs-Stücke sind mit sehr viel Liebe zusammen getragen , das der Besuch sich bestimmt lohnt . Wünsche allen kleinen und großen Besuchern einen schönen Tag und viel Spaß bei der Besichtigung des Spielzeugs !
Das „Spielzeug Museum“
Heisbacher –Straße 24 ,
53902 Bad Münstereifel
Die Öffnungszeiten :
Samstags und Sonntags und Feiertags von 12 bis 17 Uhr ,
oder nach Vereinbarung ,
Die Eintritts-Preise sind :
5 Mark / 2,50 Euro pro Person ,
oder Familien-Karte für 10 Mark / 5 Euro ,
Führungen gibt es nach Anfrage .