Airport Kalibo (KLO) Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Meidet KLO’s Klos!
ein Testbericht von miss_varna2005-01-07 18:26:30vom 07.01.2005Empfehlung: nein
Vorteile: Sehr uebersichtlich, sehr kurze Wege...Nachteile/Kritik: keinerlei Infrastruktur, schmutziger Sanitaerbereich
Manche Flughafenkuerzel sind schon witzig. KLO zum Beispiel, das internationale Kuerzel des Flughafens Kalibo, wo wir im Juli 2004 gelandet und auch wieder abgeflogen sind.
Kalibo ist eine kleine und an sich relativ unbedeutende Stadt mit gut 60.000 Einwohnern, die Hauptstadt der Provinz Aklan auf der Insel Panay in den Visayas, Philippinen. Ausser im Januar, wenn ein beruehmtes Festival stattfindet, gibt es fuer den Otto-Normaltouristen wohl kaum einen Grund nach Kalibo zu fliegen – es sei denn, man will auf die beruehmte Insel Boracay, die eine 2stuendige Bus- und 20minuetige Bootsfahrt entfernt ist. So kommt es auch, dass die Mehrzahl der Passagiere Kalibo als Transit nach Boracay nutzt.
Hin und weg
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Wer nach Kalibo fliegen will, kann dies taeglich mit PAL, Air Philippines oder Cebu Pacific ab Manila tun. Cebu Pacific fliegt Kalibo auch mehrmals woechentlich ab Cebu an, internationale Fluege gibt es nicht.
Wer ab Kalibo fliegen moechte, muss per Bus, Taxi oder Jeepney (Jeepneys sind um- und ausgebaute von der US-Army ausrangierte Jeeps, die nun als öffentliches Transportmittel/Sammeltaxi fungieren) anreisen. Eine regelmaessige Busverbindung nach Fahrplan gibt es hier jedoch nicht – es wird nach Bedarf und Nachfrage gefahren. Bahnanbindung, U- oder S-Bahn, Tram? Fehlanzeige.
Die Ankunft
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Die Piste ist relativ kurz und in schlechtem Zustand, das ganze Gelaende eher klein – der Flieger haelt direkt vor dem Flughafengebaeude, das man in ein paar Schritten Fussweg erreicht. Das Gebaeude beherbegt sowohl den Ankunfts-, als auch den Abflugsbereich.
Der Ankunftsbereich ist sehr klein, er besteht aus einer relativ dunklen Halle, in der in einer Ecke das Gepaeck in Empfang genommen werden kann. Deckenventilatoren sorgen immerhin fuer etwas Abkuehlung. Der erste Eindruck suggeriert eins ganz klar: Nix wie weg!
Das Drumherum
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Kaum hat man den Ankunftsbereich verlassen, trifft man vor dem Flughafengebaeude auch schon auf die Staende zahlreicher Reiseunternehmen, die einem alle einen Transfer nach Boracay anbieten wollen. An den Staenden kann man sich also die Tickets fuer die Weiterfahrt nach Caticlan, von wo aus man das Boot besteigt, kaufen und sogar auch eine Unterkunft auf Boracay buchen. Wir hatten unsere Reise schon komplett in Manila gebucht und brauchten uns nur an dem Stand des Vertragspartners unseres Reisebueros unsere Bustickets abholen.
Ein paar Schritte weiter stehen sie auch schon, die alten aber immerhin klimatisierten Busse, die nach Caticlan fahren. Ueberhaupt ist der Platz vor dem Flughafen sehr gross, Parkplatzprobleme wird es hier ebenso wenig geben wie Parkgebuehren. An ein paar Staenden werden Getraenke und kleine Snacks angeboten, ein paar Restaurants gibt es ein paar Schritte weiter auch. Ein Eismann und ein Flip-Flop-Verkaeufer klappern die Busse ab, um ihre Waren anzubieten. Auf Boracay legen die Boote am Strand an, so dass man zwangslaeufig ein paar Schritte durch das Wasser laufen muss, daher der Flip-Flop-Verkaeufer.
Und tschuess!
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Bei der Abreise betreten wir das schon bekannte Gebaeude natuerlich auf der Departure-Seite – und muessen erst einmal warten. Hier gibt es keine Geraete, mit denen das Gepaeck durchleuchtet wird, hier wird das gesamte Gepaeck noch per Hand durchsucht. Ein Glueck, dass wir nur Handgepaeck dabei haben – und so ein Pech, dass die Leute vor uns
so viele Koffer und Taschen haben.
Das manuell gruendlich durchsuchte Gepaeck wird per Kreidezeichen als i.O. gekennzeichnet, woraufhin man selbst durch den Metalldetektorgang geht und erst dann zu den Countern kommt. Insgesamt stehen derer nur 4 zur Verfuegung, geoffnet waren nur 2 fuer unseren Flug. Uebrigens fehlt am kompletten Flughafen ein Display der Abfluege und Ankuenfte, unser Flug wurde auf einer Kreidetafel angezeigt. Back to the roots!
Das Checkin geht erstaunlich schnell von Statten, so dass man sich jetzt in die Wartehalle begeben kann. Vor Betreten selbiger werden noch 20PHP Flughafensteuer abkassiert (1Euro = 68,6 PHP) und schon ist man in einem trostlosen Saal, der mit alten Plastikschalensitzen ausgestattet ist. Cafes, Geschaefte oder gar ein Restaurant sucht man hier vergeblich. Lediglich ein Fernseher sorgt fuer etwas Abwechslung, die der Blick auf das Vorfeld mangels Flugverkehr nicht bieten kann.
Wer noch Zeit bis zum Abflug hat, sollte nach dem Checkin besser das Flughafengebaeude wieder verlassen und etwas trinken oder essen gehen. Aber Vorsicht, beim Wiederbetreten des Flughafens wird auch das nicht aufgegebene Gepaeck erneut durchsucht, das sollte man bei der Zeitplanung nicht vergessen.
Die Sanitaeranlagen in KLO sind erwaehnenswert – leider, denn sie sind so schmutzig, dass ich rueckwaerts wieder herausgelaufen bin.
Und schon wird man zum Boarding aufgerufen, alle gleichzeitig, nicht nach Sitzreihen getrennt. Das Chaos bleibt dennoch aus, da sowohl an der vorderen, als auch an der hinteren Tuer Gangways stehen.
Der bleibende Eindruck
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…wird wohl nicht lange bleiben. Kalibo ist ein sehr, sehr einfacher Airport, bei dem Fliegen eher zum notwendigen Uebel wird, anstatt angenehm zu sein.
Positiv sind die sehr kurzen Wege und die Uebersichtlichkeit aufgrund seiner Groesse, aber das ist auch das einzig Positive, was ich diesem Flughafen abgewinnen kann.
Negativ aufgefallen sind mir die allgemeine Ausstattung und Atmosphaere, insbesondere jedoch der Wartebereich, in dem es keinerlei Gastronomie und/oder Handel gibt. Hier wird die Wartezeit trotz Fernsehgerät sehr lang….
Fazit – nichts wie weg! Dieser Flughafen ladet nicht zum Verweilen ein, schon gar nicht zur Wiederkehr. In diesem Sinne, 2 Sterne und keine Empfehlung.
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