In der Markthalle...

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Kota Barhu
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Platz 1 in der Kategorie "Kota Bahru".
Bewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00 (4.0 von 5)

Kota Barhu Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

AnjaS911

...kota.bahru...

ein Testbericht von 2008-04-29 18:37:42 vom 29.04.2008
Empfehlung: ja
Vorteile: Die Atmosphäre......
Nachteile/Kritik: ...
Und weiter geht es auf der Reise durch Malaysia. Eine der Städte, die auf dem nordöstlichen Festland Malaysias auf unserem Rundreiseprogramm stand, war

Kota Bahru...

...die Hauptstadt des Staates Kelantan.

Kota Bahru liegt nicht weit entfernt von Thailand und hat um die 300.000 Einwohner (im Jahr 2004 wurde die Bevölkerung auf 280.000 geschätzt). Der Name bedeutet soviel wie Neue Stadt. Daß Kota Bahru eine der konservativsten Städte Malaysias ist, bemerkt man wirklich.

In dieser Stadt, so erklärte uns unser Reiseleiter, gibt es viele Geschäfte und sogar Supermärkte, in denen es getrennte Kassen für Männer und Frauen gibt! Ich wollte es anfangs nicht glauben, daß in einer so großen, und auf den ersten Blick so modern wirkenden Stadt so etwas möglich ist. Aber wir mussten gar nicht weit gehen. Im Supermarkt, der sich im an unserem Hotel angeschlossenen Einkaufszentrum befand, gab es tatsächlich ausgeschilderte Kassen für Männer und für Frauen. Nun gut, dort hat sich niemand daran gehalten, man sah das offensichtlich nicht so eng. Aber in anderen Geschäften, so wurde uns berichtet, wurden Frauen an den Männerkassen tatsächlich nicht bedient.

Fast ausschließlich strenggläubige Moslems leben in Kota Bahru, der nördlichsten Stadt an der Ostküste. Uns hier bietet sich ein ganz anderes Bild als im übrigen Malaysia. Alles ist so anders als in den anderen Städten Malaysias, besonders im Vergleich zu den Städten der Westküste und erst Recht verglichen mit der pulsierenden Hauptstadt Kuala Lumpur. Hier kommt man sich um viele Jahre zurückversetzt vor. Während wir beispielsweise an der Westküste ein Plakat für Shampoowerbung sahen - mit einer jungen Frau mit offenem Haar - fanden wir hier ein Plakat von der gleichen Firma, welches fürs gleiche Shampoo warb. Nur war die Dame hier vollkommen verschleiert und kein einziges Haar sichtbar...

Nach unserer Ankunft in Kota Bahru gab es eine kurze Stadtrundfahrt und nach dem Mittagessen einen Marktbesuch.

Pasar Besar heißt der Markt, an dem es von vielen verschiedenen Menschen und Waren nur so wimmelt. Auf vier Stockwerke einer Markthalle ist dieses bunte und aufregende Treiben verteilt.
Viele Moslems - und ganz besonders die Strenggläubigen - lassen sich nicht fotografieren. Es gibt den Glauben, daß damit die Seele verloren geht. Wir haben immer versucht dies zu respektieren - aber es hätte auf diesem Markt so viele wunderbare Motive gegeben. Hier fanden sich Gewürzstände mit Chilis, Ingwer- und Koblauch-Bergen, viele verschiedene bunte Gemüsesorten und auch Dinge, die wir beim besten Willen nicht definieren konnten. Fleisch, um das eifrig die Fliegen herumschwirrten, große bunte Fische, Schildkröteneier, die zwar offiziell nicht verkauft werden dürfen, hier aber offen angeboten wurden. Wir waren auf unserer Rundreise auf vielen Märkten - aber dieser war am faszinierendsten. Das Einzige, was etwas gewöhnungsbedürftig war, war der Geruch.... nein, eigentlich kann man schon Gestank sagen. Glücklicherweise bin ich da nicht allzu empfindlich, aber einige der Gruppe verließen den Markt recht schnell wieder. Jedem, der einmal nach Kota Bahru kommt, würde ich den Besuch den Pasar Besar unbedingt empfehlen. Die Atmosphäre hier ist einmalig und absolut faszinierend.

Vom Markt aus ging es zu einer Silberschmiede am Ortsrand. Für seine filigrane und qualitativ hochwertige Silberschmiedekunst ist die Stadt bekannt. Es gibt viele verschiedene Silberarbeiten, Schmuck und auch Dekogegenstände. Allerdings sollte man auch hier handeln. Es war sehr interessant den Silberschmieden eine Weile bei ihrer Arbeit zuzusehen - faszinierend, wie sie anscheinend mit Leichtigkeit diese filigranen Gegenstände fertigten. Wir kauften ein paar sehr günstige und filigrane Ohrringe. Die meisten Schmuckgegenstände entsprachen aber irgendwie nicht so recht meinem offensichtlich doch recht europäischen Geschmack ;-)

Wieder zurück am Hotel angelangt ging's noch mal in das angeschlossene Einkaufszentrum, durch das sich ein grausamer Duft zog - denn im untersten Stockwerk wurden frische Durians verkauft. Schmecken sollen sie wie der Himmel - aber riechen wie die Hölle. Einerseits hätte ich diese Früchte gerne einmal versucht, aber sie stanken wirklich so schrecklich, daß ich mich nicht dazu überwinden konnte. Allzu lange waren wir nicht mehr unterwegs, denn irgendwie kam ich mir ein wenig vor wie im Zoo. Ganz europäisch gekleidet fühlte ich mir sehr exotisch, so als würde ich hier absolut nicht hinpassen und auch sehr beobachtet. Ich wurde nicht unfreundlich oder kritisch betrachtet - eher neugierig. Aber so richtig wohl fühlte ich mich dennoch nicht...

Den Abend verbrachten wir im Hotel. Eigentlich wollten wir essen gehen, fanden aber in der Umgebung des Hotels nichts, was uns irgendwie einladend erschien. Es gab ein Schnellrestaurant mit Burgern, aber das war nicht das, wonach uns der Sinn stand. Das von unserem Reiseleiter empfohlene indische Restaurant war geschlossen - und sonst war weit und breit nichts zu finden. Wir liefen eine Weile die nicht wirklich gut beleuchtete Straße entlang, aber wirklich wohl fühlten wir uns nicht, kehrten also in unser Hotel zurück und gingen ganz gediegen im Restaurant essen. Nun, einmal kann man auf einer Reise doch auch im Hotel essen -und ganz besonders, wenn es sich um das beste Hotel der Stadt handelt ;-)

Apropos Hotels, hier gibt's natürlich auch eine große Auswahl. Neben Hotels jeder Klasse gibt es auch die Mögllichkeit mit dem Homestay-Programm bei lokalen Gastfamilien zu wohnen. Angeboten wird dies über die Tourist Information und mit Sicherheit ist das wirklich ein einmaliges Erlebnis und eine tolle Möglichkeit um Land und Leute näher kennenzulernen.

Für unseren nächsten Tag standen u.a. noch der Besuch bei einem Drachenbauer und bei Brokatweberinnen auf dem Programm. Beide Kunsthandwerke sind - wie das Silberschmieden - in Kota Bahru sehr stark vertreten und es war wirklich interessant zuzusehen.

Im Jahr 191 war die Stadt, die im Übrigen die strengsten islamischen Gesetzte hat, der Landungsort der japanischen Invasoren. Sehenswert und interessant sind die verschiedenen Tempel - im thailändischen oder buddhistischen Stil, die Moscheen und natürlich der Palast des Sultans mit seiner außergewöhnlichen Architektur. Dieser Palast ist allerdings nur von außen zu besichtigen. Das alte und historische Zentrum der Stadt verfügt über eine Anzahl von Geschäften und sogar eine neue Fußgängerzone. Diese beginnt am Pasar Besat und geht bis zum Staatsmuseum, dem Muzium Merdeka.

Nahe des ehemaligen Hauptpalasts des Sultans befindet sich Das Istana Jahar - sehenswert wegen seiner Holzarbeiten. Man findet dort ein Museum für königliche Tradition und Kultur. Nebenan gibt eine Ausstellung von altertümlichen Waffen. Nicht weit davon entfernt befindet sich die Istana Batu, in der bis zum Jahr 1961 die königliche Familie wohnte. Diese Räume können seit 1991 besichtigt werden - incl. Der Hutkollektion des letzten Sultans ;-)

In der Nähe des Padang Merdeka befinden sich fast alle Musen. Wer sich für Museen interessiert, hat in Kota Bahru die Wahl unter den folgenden:

Das Stadtmuseum Muzium Negeri, Das Museum für Kunsthandwerk (Kampong Kraftangan), das Muzium Islam, welches ursprünglich die erste islamische Schule des Bundesstattes war, das Staatsmuseum, Muzium Negeri, mit Exponaten zu Geschichte, Brauchtum und Kultur und das War Muesum, welches Ereignisse aus dem zweiten Weltkrieg dokumentiert.

Sehenswert in der näheren Umgebung ist die Inselgruppe" Pulau Perhentian, auf der die Bevölkerung überwiegend vom Fischfang lebt. Zum Tauschen und Segeln lädt das Meer dort ein und die Strände sind sehr malerisch. Und auch die thailändischen Tempel in der Region sollen empfehlenswert sein und als Geheimtipp gelten. Auch wenn sie im Vergleich zu den Anlagen in Thailand recht bescheiden sind, vermitteln sie einen guten Eindruck der buddhistischen Minderheit. Weiterhin gibt es in der Region noch ein von zwei Drachenwärtern bewachtes Drachenboot und einen großen stehenden Buddah sowie bei Cabang Empat eine 40 m lange Buddhaskulptur.

Kota Bahru würde ich empfehlen und vergebe vier Sternchen. Denn die Atmosphäre in dieser Stadt ist so ganz anders als im übrigen Land. Allerdings reichen ein oder zwei Tage vollkommen für diese Stadt. Allzu viele wichtige Sehenswürdigkeiten gibt es hier nicht. Insgesamt wirkt diese Stadt mit ihren schpönen Gebäuden, wie Sultansgebäuden, Museen und der Staatsmoschee eher gediegen und nobel.

Ich vergebe vier von fünf Sternchen und für Euch eine Empfehlung.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
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Kommentare
esposa1969
esposa1969, 30.04.2008
b w klasse Bericht
Music-King
Music-King, 03.05.2008
Lieben Gruß, Roland
profesohr1
profesohr1, 03.05.2008
Sehr schoener Bericht!
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